für den 24.05.2012
Ist mein Arm nun so kurz geworden, dass er nicht mehr erlösen kann?
Jesaja 50,2
Kirchenmusikerin Tae-Hyun Kim
Unsere Matthäus-Konzerte stellen sich inhaltlich sehr unterschiedlich dar. Für das Thema im Januar 2012 trifft dies besonders zu: „Paganini trifft Piazzolla!“ Niccolò Paganini kam am 27. Oktober 1782 in Genua zur Welt und starb am 27. Mai 1840 in Nizza. Er war ein italienischer Violinist, Gitarrist und Komponist. In seiner Zeit war er der führende und berühmteste Geigenvirtuose. Sein äußeres Erscheinungsbild und seine brillante Spieltechnik machten ihn bereits zu Lebzeiten zu einer Legende. Nach eigenen Angaben erhielt Paganini bereits in frühester Kindheit Violinunterricht, unter anderem von seinem Vater Antonio Paganini, der ihn stundenlang zum Üben zwang.
War er dem Vater nicht fleißig genug, bekam der kleine Niccolò nichts zu essen. Aus eigenem Antrieb erprobte er die klanglichen Möglichkeiten der Violine und erfand „neue und sonst noch ungesehene Griffe“, deren Zusammenklingen die Leute staunen ließen. Schon als Kind fing er zudem an Gitarre zu spielen. Zwischen 1791 und 1795 bekam er Violinunterricht von Giacomo Costa in Genua. Wie trifft er nun auf Piazzolla, der ein argentinischer Bandoneon-Spieler und Komponist war? Astor Pantaleón Piazzolla wurde fast 140 Jahre später, nämlich am 11. März 1921 in Mar del Plata in Argentinien geboren.
Er war vier Jahre alt, als seine Familie wegen der schlechten Wirtschaftslage in Argentinien nach New York auswanderte, wo sich sein Vater in Greenwich Village einen Friseursalon einrichtete. Die musikalische Begabung des jungen Astor wurde früh erkannt. Neben Klavier lernte er auch Bandoneon. Über die Tangobegeisterung des Vaters sagte Piazzolla: „Mein Vater hörte ständig Tango und dachte wehmütig an Buenos Aires und an seine Familie und seine Freunde zurück. Piazzolla selber begeisterte sich für Jazz und die Musik Johann Sebastian Bachs. Er starb am 04. Juli 1992 in Buenos Aires.
Wie diese beiden so unterschiedlichen Musiker zusammen zu bringen sind, erfahren Sie beim Matthäus-Konzert am 07. Januar 2012 um 18:00 Uhr in der Martin Luther King-Kirche in Hürth-Mitte.
06.01.2012