Gebete und Texte

 

08.2011 Was Jugendfreizeiten für mich waren...

Jugendfreizeiten waren für mich immer, obwohl die Tage so lang waren, dass man abends schon wieder vergessen hat, was man morgens gemacht hatte, entspannend, weil sie Urlaub für die Seele waren. Die Gruppe und das Haus waren wie ein Mikrokosmos, in dem ich –abgeschnitten von der rasanten Welt, in der ich den Rest des Jahres verbringe– alles hatte, was ich brauchte, was vor allem daran lag, dass ich meine wichtigsten Freunde immer dabei hatte. Auch sind die für meine engsten Freundschaften prägenden Momente auf den vier Sommerfreizeiten, bei denen ich mitfahren durfte, geschehen und neue Freundschaften entstanden. Auf Jugendfreizeit bleibt die Zeit stehen. Ich schwebte durch die Tage, ohne sie zu spüren und dann waren sie plötzlich vorbei und ich konnte erstaunlicherweise zu Hause so einsam und allein in meinem eigenen, eigentlich viel bequemeren Bett gar nicht mehr schlafen und brauche zwei Tage, um mich wieder an das normale Leben zu gewöhnen. Post-Freizeit-Trauma nenne ich das. Auf Jugendfreizeit bin ich Jesus Christus näher gekommen. Vor allem bei einer Bibelarbeit zum Vater Unser wurde mir mehr und mehr bewusst wie sehr ich ihn und das Gespräch mit ihm brauche. Dieses kurze Gebet vermag es immer wieder, mich auf den Boden zurückzuholen, weil es die Dinge ganz einfach auf den Punkt bringt. Beim allerersten Mal musste meine Mutter mich zum Mitfahren überreden. Die folgenden drei Male hab ich mir dieses Geschenk freiwillig gemacht. Denn genau das sind Jugendfreizeiten für mich gewesen: Eine Zeit voller kleiner, vollkommener, ausfüllender Momente, die mein Leben geprägt und mir zwischen den Schuljahren Kraft für das nächste gegeben haben, und für die ich unendlich dankbar bin.


Anna Schlösser

 

12.03.2011 Text entstanden beim Katechumenen- /Elternseminar zum Thema „Glauben“ am 12.03.2011, am Tag nach Erdbeben und Tsunami und Beginn der Atomkatastrophe in Japan

Wir glauben,...

Wo beginnt die Freiheit?
Wir haben uns frei dafür entschieden zu forschen. Wir waren uns der Gefahr bewusst und dennoch nahmen wir das Risiko in Kauf. Wir haben versucht, Gott zu spielen.

War das ein Fehler?
Wir glauben,...
Dass jeder die Welt ein Stück schöner machen sollte und auch kann. Ein bisschen Himmel auf die Erde holen, eben.

Auch in Japan?

Wir glauben,...
Dass es keine Zufälle gibt, dass die größte Macht, die Allmacht Liebe unsere Wege lenkt, auch wenn wir sie nicht sofort verstehen, in der Rückschau erklärt sich oft vieles...

Auch in Japan?

Wir glauben,...
Dass ein jeder Forscher die Aufgabe hat, die er versucht mit seinen Talenten und Fähigkeiten zu erfüllen.

Auch in Japan?

Wir glauben,...
Dass hinter allem, was passiert ein göttlicher Plan steckt; der Glaube existiert, wo der Verstand nicht mehr „versteht“.

Auch in Japan?

Wir glauben, dass unser aller Leben in Gott liegt und wir nie tiefer fallen können als in Gottes Hand.

Auch in Japan?
Ja,

wir glauben
schon...!


23.01.2011 Gebete zur Jahreslosung aus dem Jugendgottesdienst am 23.01.2011


Wir beten für das Gute und die Liebe...

  • dafür, dass ich, anstatt auf meinen Lehrer böse zu sein, weil er mir meiner Meinung nach eine zu schlechte Note gegeben hat, ihn einfach mit meinem Einsatz zufrieden stelle

  • wie Frieden, Hoffnung und die Fähigkeit zu verzeihen

  • für mehr Verständnis und Respekt

  • für eine bessere Gemeinschaft der Menschen untereinander

  • Ich bin zwar nicht der Papst und es hat auch noch niemand auf mich geschossen, aber auch mir wurde wehgetan und ich bitte dich, Herr, dass ich vergeben kann und deine Liebe weitergeben.


Wir beten gegen das Schlechte und Böse...

  • überall auf der Welt

  • wie Mobbing, Gewalt und Ausgrenzung, weil man anders ist

  • dass der Krieg aufhört und man statt zu töten, Frieden schließt

  • dass es keine Schlägereien mehr gibt

  • dass unheilbare Krankheiten verschwinden

  • im Fußballgeschäft




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Jahreslosung & Monatssprüche 2012

Jesus Christus spricht: Meine Kraft ist in den
Schwachen mächtig. 2.Kor 12,9


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