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Freizeiten 2012 

Sonderförderung für Thema „Gesundheit“

Der Vorstand der Ev. Jugend im Rheinland hat beschlossen, 2012 und 2013 Freizeiten einen Extra-Zuschuss zu ermöglichen, wenn sie sich intensiv mit dem Thema „Gesundheit“ beschäftigen – im Verständnis der Weltgesundheitsorganisation:

Gesundheit ist laut Definition der Weltgesundheitsorganisation (WHO)
„Ein Zustand des vollständigen körperlichen, geistigen und sozialen Wohlergehens und nicht nur das Fehlen von Krankheit und Gebrechen“.

In den Richtlinien heißt es dazu:
„Dieses Thema bietet vielfältige Möglichkeiten zur Ausgestaltung der Freizeiten und knüpft darüber hinaus an die traditionelle Zielsetzung der Förderung von Freizeiten als „Jugenderholung“ an. Gefördert werden 2012 Freizeiten und sog. Stadtranderholungen, die an o.g. Thema orientierte Bildungsanteile enthalten. Ziel ist einerseits die Qualifizierung von Freizeiten andererseits thematische Arbeit mit Kindern und Jugendlichen….

Das Thema sollte als inhaltlicher roter Faden in der entsprechenden Ferienmaßnahme erkennbar sein. Z.B.: Programmanteile während einer Freizeit und im Rahmen des Gesamtarrangements (Ort, Ambiente, Essen, Unterbringung, Aktivitäten), Zusammensetzung der Teilnehmenden. Richtlinien

Also wie jetzt, das Zeltlager als Wellness-Tempel, das Programm im Fitness-Studio?
Wäre schon mal nicht schlecht, aber zu kurz gegriffen. Der ganzheitliche Aspekt, den die WHO-Definition anspricht, ist gerade in unseren hochentwickelten westlichen Ländern sehr wenig präsent. „In der  Begegnung mit anderen Kulturen wird klar: Ihr Verständnis von Gesundheit entspricht dem biblischen Menschenbild, nach dem der Mensch auf Beziehungen angelegt ist – zu sich, zu den Mitmenschen, zur Schöpfung und zu Gott.“ – so die Ärztin und Theologin Beate Jakob im Artikel „Auf der Suche nach Gesundheit – in der Einen Welt“. „Gesundheit“ und „Heilung“ – diesen Begriffen geht die Autorin in der Zeitschrift „Junge Kirche“ * 4/2011 in afrikanischen Kulturen nach. Die Ev. Jugend wünscht sich mit dem Förder-Schwerpunkt, dass ihnen in der Kultur der Evangelischen Ferienmaßnahmen für Kinder und Jugendliche spürbar nachgegangen wird. Im selben Heft warnt Heike Ernsting, ebenfalls Theologin, davor, unter dem Begriff „Heilung“ alles – von Stress bis geistlicher Armut- zu pathologisieren, also als krank zu erklären, und Kirche und Religion als Therapie dagegen einzusetzen. Ein wichtiger Hinweis, alles hier nachzulesen:  (Junge.Kirche, Heft 4/2011, Erev-Rav, Verein für biblische und politische Bildung, http://www.jungekirche.de ).

Etwas praktischer kann man sich an den Materialien der „Gut drauf“-Kampagne der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) http://www.gutdrauf.net/index.php?id=20 orientieren – Motto „Bewegen, entspannen, essen – aber wie“.  Eine vielversprechende Fortbildung zum Thema “DOING HEALTH – Easy methods for health and well-being in youth work” (Transfer e.V.  in Kooperation mit dem European Youth Forum) findet vom 23. - 28. Januar 2012 in Bad Honnef statt.  http://www.transfer-ev.de/jugend_und_gesundheit/aktuelle_projekte/index.html

Der Fantasie sind insgesamt keine Grenzen gesetzt, denn die Erfahrung der Sonderförderung in den letzten drei Jahren für Freizeiten zum Thema „Globalisierung“ brachte eine breite Palette an Ideenreichtum und pädagogischer Methodenvielfalt ans Licht – das wäre auch zum Thema „Gesundheit“ gewünscht!

Weitere Informationen, wie Anträge, Verwendungsnachweise etc. zum Förderschwerpunkt

Spu, Dez. 2012


06.12.2011


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