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Diskussions-Forum

Um das Gespräch in unserer Gemeinde und über unsere Gemeinde anzuregen, haben wir dieses „Diskussions-Forum“ eingerichtet. Wir werden einzelne Themen aufnehmen und versuchen, mit Ihnen darüber zu diskutieren. Sie können ebenfalls Themen aufgreifen. Sie können uns schreiben, uns mailen, uns faxen, ins Gästebuch schreiben – je nach Ihren technischen Möglichkeiten. Sagen Sie uns Ihre Meinung. Wir sind gespannt!

2. Thema: Teilnahmepflicht der Konfirmanden am Gottesdienst

Seit einigen Jahren ist es üblich, dass die Konfirmanden verpflichtet werden, an einer bestimmten Anzahl von Gottesdiensten in der Alten Kirche teilzunehmen. Der Besuch wird in einem Heft testiert. Wenn man die Jugendlichen beobachtet, sitzen sie oft gelangweilt in den Bänken, erzählen sich Witze oder haben Stöpsel für ihren MP3-Player in den Ohren.
Nicht selten stören sie sich und die Gemeinde während der Predigt und den Gebeten.

Eine Alternative wäre ein regelmäßiger Jugendgottesdienst, einmal im Monat, an einem Sonntagabend um 18 Uhr, der dann Pflicht für diese Jugendlichen wird. Hier könnten sie in die Vorbereitung, in die Lesungen und in die Musik eingebunden werden. 

Wäre das auch aus Ihrer Sicht eine Alternative?
Diskutieren Sie mit!

Als Mutter zweier Töchter, die in den nächsten Jahren den Konfi-Unterricht besuchen werden, kann ich die Idee des monatlichen Jugend-Gottesdienstes nur sehr unterstützen und hoffe sehr, dass dieser – sowohl im Interesse der Jugendlichen als auch der „normalen“ Gottesdienstbesucher – eingeführt werden wird und meine Töchter hiervon partizipieren können.

Viele Grüße, S. P.



1. Thema: Kindergottesdienst

Bis vor zwei Jahren fand in unserer Gemeinde regelmäßig ein Kindergottesdienst im Anschluss an den Erwachsenengottesdienst in der Alten Kirche statt. Dieser wurde von einem Team vorbereitet und durchgeführt. Dies geschah genau so in der Trinitatiskirche.

Nach der Pensionierung von Pfarrer Soth und der Schließung der Trinitatiskirche wurden die pfarramtlichen Aufgaben in der Gemeinde neu verteilt. Seitdem gibt es keinen regelmäßigen Kindergottesdienst in der Alten Kirche mehr. Stattdessen wird zu den Festtagen wie Weihnachten, Ostern, Pfingsten ein Workshop veranstaltet. Vier bis sechsmal vor dem Feiertag trifft sich eine Kindergruppe, um ein passendes Thema zu dem Feiertag zu erarbeiten und dies der Gemeinde in einem Laienspiel o. ä. im Gottesdienst zu präsentieren.

Ist der Workshop eine Alternative oder eine Ergänzung zu einem regelmäßigen Kindergottesdienst?
 Welches Angebot ist für die Kinder und für den Gemeindeaufbau angemessen und förderlich?
Könnten Sie sich vorstellen, hier in irgendeiner Form mitzuarbeiten?

Ihre Meinung interessiert uns sehr!

Antworten und Stellungnahmen werden an dieser Stelle veröffentlicht

.Pfarrer Stender kommentiert: Die Neugestaltung hat nichts mit der Pensionierung von Pfarrer Soth zu tun, mehr schon mit der Schließung der Trinitatis-Kirche. Deren Folge war, dass zwei sehr unterschiedliche Gruppierungen nun zusammen kamen: Aus der Alten Kirche vorwiegend 12-14 jährige "Kinder", aus der Trinitatis-Kirche 10-11 jährige. Die Folge war, dass die Jugendlichen schnell weg blieben. Es ist ja auch die Frage, ob für sie nicht Jugendgottesdienst oder auch der Erwachsenengottesdienst eher geeignet wären. Es ist aber auch schon immer so gewesen, dass z. B. nach der Weihnachtszeit oder in den Wochen vor den Sommerferien der Kindergottesdienst-Besuch stark nachließ. Und: Ein guter regelmäßig durchgeführter Kindergottesdienst braucht Mitarbeitende, die ständig Zeit haben. Das Team unseres Kindergottesdienst hat sich entschlossen, aufgrund der gegebenen Voraussetzungen den Kindergottes dienst in größeren Blöcken durchzuführen, wo das Interesse der Kinder und die Mitarbeitsmöglichkeit der Mitarbeitenden zusammen kommen. Das ergibt immerhin ca. 25 Kindergottesdienste im Jahr (früher waren es etwa 35). Die Alternativen wären -wie in Nachbargemeinden - monatliche Kinder- und Familiengottesdienste oder auch ein monatlicher KinderBibelMorgen (10-13 Uhr). Wegen der guten Erfahrungen (zuletzt in den 6 Wochen vor Weihnachten jeweils 40 Kinder be-teiligt) haben wir uns entschlossen, vorerst am Modell der Blöcke (=KiGo-workshop) festzuhalten. Sollte sich beim Interesse seitens der Kinder und zugleich bei den Mitarbeitsmöglichkeiten ehrenamtlich Mitarbeitender entscheidend etwas ändern, ist gewiss auch die Rückkehr zum alten System des wöchentlichen Kindergottesdienstes denkbar und gewünscht. Manchmal gehen Träume ja in Erfüllung.
 

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