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Geschichte der Alten Kirche

1862   Erste Kirche in diesem Gebiet

1872  Einrichtung eines „Vikariates“ durch das königliche Konsistorium

1873  Bau einer Notkirche auf dem Gelände des alten Gemeindehauses

1875  25. April 1875 Gründungstag der Gemeinde mit Genehmigungs-          urkunde des preußischen Kultusministeriums

1887  21. August 1887 Grundsteinlegung der Alten Kirche

Architekten: Nordmann und Flügge aus Essen
Gesamtkosten:unter 200.000 Mark
Gustav-Adolf-Verein sammelt 1883 bei einer Konferenz 16.969 Mark für diesen Kirchbau.
Insgesamt spendet der Gustav-Adolf-Verein 80.000 Mark. Die Gemeinde nimmt eine Anleihe von 80.000 Mark bei der Kreissparkasse Ahaus auf. Die Zechen in Altenessen spenden 15.000 Mark. Spende vom Oberkirchenrat in Berlin.

Eine Gruppe von Kirchen wurde von dem Architekten C. Nordmann errichtet, der eine zeitlang als Partner von Flügge gearbeitet hatte. Sein erster Bau ist die Kirche am Karlsplatz in Altenessen, begonnen 1887, fertig gestellt 1890. Sie ist eine 4-jochige, dreischiffige Emporenhalle in einfachen Formen der frühen bis klassischen Gotik mit kurzem Querhaus, das durch große Radfenster belichtet wird, ausgeschiedenem Chor und monumentalem Westturm. Die Kirche ist in Holz gewölbt. Mittelschiff und Querhaus jeweils mit einer Längstonne, die Seitenschiffe mit Quertonnen. Ursprünglich waren die Gewölbeflächen in Naturton gehalten und zurückhaltend mit schwarzen Rankenmalereien ornamentiert. Der Chor hat ein steinernes Rippengewölbe über fünf Seiten des Achtecks. Als Stützen dienen dünne gusseiserne Rundpfeiler mit Schaftringen. Zwischen die Pfeiler sind Emporen eingespannt, eine Holz-Eisenkonstruktion. Fenster- und Türlaibungen, Wandvorlagen und Maßwerk sind in Sichtmauerwerk aus Normprofilziegeln ausgeführt, die Wandflächen verputzt und hell gestrichen. Die Anlage zeigt starke Verwandtschaft mit der von Hartel gebauten Lutherkirche, jedoch sind die Einzelformen aufeinander abgestimmt, so dass sich ein harmonisches, wenn auch biederes Gesamtbild ergibt. Der Hauptzugang führt durch die Halle des großen Turmes, der sich bis heute als städtebauliche Dominante des Ortsteils hat behaupten können. Sichtlich hat der Turm der Pauluskirche Pate gestanden. Für das Verblendmauerwerk wurden einschließlich der Profilziegel industriell hergestellte Serienprodukte verwendet. Dies trifft auf alle Bauten Nordmanns zu. Das Gebäude überstand den 2. Weltkrieg ohne großen Schaden, der Charakter des Inneren wurde jedoch bei einer Renovierung in den 60er Jahren u. a. durch Abbruch der Querhausemporen und eine graue Einheitstünche zum Negativen verändert. Diese Querhausemporen waren das eigentlich bemerkenswerte an dem Bau, da sie konchenartig zurückspringend das Hauptschiff ausweiteten und eine Andeutung von Zentralisierung in den längsgerichteten Bau brachten.
Die Möblierung entspricht dieser Andeutung jedoch nicht: Bänke im Mittelschiff und Seitenschiff unter den Emporen sind frontal zum Altar gestellt, in den Querarmen und auf den Emporen dagegen quer. Die Orgel steht über dem Eingang, die Kanzel an der Nahtstelle zum Chor, der Altar im Chor.
          (aus: Denkmalliste der Stadt Essen, Stand: 01.02.2001)

1890  5. Oktober 1890  1. Gottesdienst in der Alten Kirche

1914-1918  1. Weltkrieg – Verlust von zwei der drei Glocken und der               Zinnpfeifen. 500 Gemeindemitglieder sind gefallen!

1922  3 neue Glocken aus Stahl für die Alte Kirche

1939-1945  2. Weltkrieg: Kirche wenig beschädigt

1964   Erneuerung des Innenraumes

1985  Beschluss zur Sanierung des Innenraumes der Alten Kirche

1989   Abschluss der Restaurierung
               Kosten:   983.000 DM
               Zuschuss: 463.000 DM
               Gemeindeanteil: 419.000 DM
               Spenden 76.800 DM

1990   100 Jahre Alte Kirche

2000-04   Außensanierung der Alten Kirche

2001  Gründung des Kirchbau-Vereins Alte Kirche e.V.


      (Zusammengestellt vom Kirchbau-Verein Alte Kirche im Okt.2006)
 

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