Evangelischer Kirchenkreis Dinslaken      -      Meldungen

Zurückweisung der Dienstaufsichtsbeschwerde gegen Pfarrer Jung

Die gegen den Götterswickerhammer Presbyteriumsvorsitzenden Pfarrer Matthias Jung erhobene Dienstaufsichtsbeschwerde ist vom Tisch. Superintendent Martin Duscha wies sie als unbegründet zurück. Er teilte dem Beschwerdeführer Bernhard Benninghoff schriftlich mit, dass nach eingehender Überprüfung weder der Verlauf der Götterswickerhammer Gemeindeversammlung noch das Verhalten von Pfarrer Jung sachlich zu beanstanden gewesen sei. Versammlungsleiter Jung habe den Vorschriften der Kirchenordnung entsprochen und nach dem Grundsatz einer geordneten Sitzungsleitung agiert.

Benninghoff hatte nach der Gemeindeversammlung am 19. September bei der Landeskirche eine Dienstaufsichtsbeschwerde gegen den Presbyteriumsvorsitzenden angestrengt, weil eine von ihm angestrebte Veränderung der Tagesordnung von Pfr. Jung zurück gewiesen worden war. Mit der Sitzungsführung habe Jung –so Benninghoff- gegen geltendes Kirchenrecht verstoßen. Im Schreiben an die Landeskirche äußerte Benninghoff darüber hinaus Zweifel an der Unbefangenheit des Superintendenten. Das Düsseldorfer Landeskirchenamt sah jedoch keinen Anlass zur Haltbarkeit dieses Vorwurfs und verwies die Angelegenheit zuständigkeitshalber an Superintendent Duscha zurück.

Die - wie jetzt festgestellt - unbegründete Dienstaufsichtsbeschwerde steht im Zusammenhang mit Versuchen, anstehende Strukturreformen innerhalb der Götterswickerhammer Kirchengemeinde zu verhindern. Das dortige Presbyterium prüft seit geraumer Zeit, welche Veränderungen am Baubestand der Gemeinde vorgenommen werden müssen, um der Gemeindearbeit angesichts rückläufiger Finanzen und Gemeindegliederzahlen eine langfristige Perspektive zu geben. Dabei nahm das Leitungsorgan auf Anraten der Landeskirche auch externe Beratung durch ein Projektentwicklungsunternehmen in Anspruch.

Wiederholten Versuchen, Presbyteriumsmitglieder vor der anstehenden Entscheidung unter Druck zu setzen, erteilte Superintendent Duscha auf der Synode des Kirchenkreises eine deutliche Abfuhr: „Das Presbyterium nimmt seine Aufgabe verantwortungsbewusst wahr und setzt sich auch mit kritischen Anfragen aus der Gemeinde auseinander. Persönliche Angriffe gegen einzelne Presbyteriumsmitglieder sind absolut unangebracht, und ich werde sie auch in Zukunft zurückweisen.“
dh