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mehrNicht nur sonntags wird in den Gemeinden im Kirchenkreis An der Ruhr Gottesdienst gefeiert. Auch an Werk- und Feiertagen treffen sich Christinnen und Christen in den Kirchen und Gemeindezentren der Stadt.
mehrfür den 24.05.2012
Ist mein Arm nun so kurz geworden, dass er nicht mehr erlösen kann?
Jesaja 50,2
mehrGlobal-lokale Pilgerpremiere
Hoch motiviert marschierte man gemeinsam los. Am Beginn stand eine Andacht in der Dorfkirche.
Los ging`s mit einer Andacht mit Pfarrer David Ruddat in der Saarner Dorfkirche, von dort führte der Weg unter der Leitung von Pfarrerin Karla Unterhansberg entlang am neuen Gebäude der Mülheimer Feuerwehr. Selbst Hightech-Kleidung, die höchsten Sicherheitsanforderungen genügt, kann "fair" sein. Die Mülheimer Feuerwehr ist eine der ersten, die bei der Ausstattung ihrer Einsatzkräfte vorwiegend auf unter fairen Bedingungen hergestellte Materialien setzt.
Entstanden ist das global-lokale Pilgerprojekt in einer Gemeinschaftsinitiative des Synodalen Aussschusses für Mission und Ökumene, des Gemeindedienstes für Mission und Ökumene in Zusammenarbeit mit dem Mülheimer Weltladen.
Blütefrisch und fair gehandelt - Rosen bei van Oost in Broich.
"Fair geht vor", das hat sich auch Blumenhändler van Oost in Broich zum Prinzip gemacht. Bei einem Stopp in seinem Geschäft erfuhr die Gruppe, dass es auch für Rosen, Lilien, Orchideen und Co Siegel gibt, die faire Arbeitsbedingungen in den Herkunftsländern, vor allem in Mittelamerika und Ostafrika, sicherstellen. "Nachfragen lohnt sich" erklärte Geschäftsinhaber van Oost. Rund 80 Prozent seines Sortimentes stammt entweder aus regionaler Herstellung oder trägt das "FLP" (Flower Label Program) -Siegel (www.fairflowers.de). Allerdings ist das zugehörige Zeichen nicht an jeder Schnittblume sichtbar. "Das wäre bei der Verpackung meist zu aufwändig", so van Oost.
Die Preise der fair gehandelten Blumen liegen meist um 20 Prozent über denen herkömmlicher Gärtnereien. Eine Investition, die sich lohnt, betont Claudio Gnypek vom GMÖ. "So bekommen die Menschen in den Produktionsländern geregelte Arbeitsverträge mit festgesetzten Mindestlöhnen. Die Zertifizierung sorgt auch dafür, dass Pestizide nur nach auch in Deutschland gültigen Standards eingesetzt werden. In nicht-zertifizierten Betrieben sind die Arbeitsbedingungen dagegen oft gesundheitsschädlich."
Im Diakoniewerk erklärte Betriebsleiter Michael Farrenberg, wie so manches "alte Schätzchen" einen neuen Besitzer findet.
Nicht blütefrisch, dafür aber nachhaltig nützlich sind die Güter im Recyclinghof des Diakoniewerks Arbeit und Kultur, der nächsten Station der global-lokalen Pilgertour. Das Diakoniewerk sorgt dafür, dass Kleidung, Haushaltsgegenstände und Möbel nicht allzu schnell dem Gang der Dinge in der Wegwerfgesellschaft folgen. Mülheimerinnen und Mülheimer, die sich von ihren "alten Schätzchen" trennen möchten, können sicher sein, dass das Diakoniewerk Abnehmer findet, die sich über die Unterstützung zum kleinen Preis oft sehr freuen. Außerdem erfuhren die Pilger mehr über die Qualifizierungs-Angebote, die das Diakoniwerk für Arbeitslose macht und über Fragen von Menschenwürde im Arbeitsprozess.
So schön kann fair sein - Modenschau im Weltladen an der Kaiserstraße.
Überrascht waren die global-lokalen Pilger bei ihrem Weg entlang des technischen Rathauses. Auch hier lohnte sich ein zweiter Blick: Die Balkone des Stadtbild prägenden Hochhauses sind mit Solarzellen ausgestattet und produzieren so "saubere" und quasi risikofreie Energie.
Von Rathaus waren es nur noch wenige Schritte bis zum Ziel der ersten nachhaltigen Pilgertour durch Mülheim: Im Weltladen an der Kaiserstraße war man bei einer "fairen" Modenschau zu Gast. Der eine oder andere kaufte auch noch frische Blumen mit FLP-Siegel, die hatte Händler van Oost abends spontan noch zur letzten Station des Weges geliefert.
Wer neugierig geworden ist, Modelle nachhaltigen und fairen Wirtschaftens vor der eigenen Haustür zu entdecken, kann sich noch der nächsten "Faire Fährten"-Tour des GMÖ am 28. Mai anschließen. Nähere Informationen unterwww.gmoe-ruhr.de.
14.04.2011
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