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für den 24.05.2012

Ist mein Arm nun so kurz geworden, dass er nicht mehr erlösen kann?

Jesaja 50,2

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Hospiztag

Den Tagen mehr Leben geben

Mülheim baut ein Hospiz - und viele unterstützen die "Bauherren" mit großem Interesse. Zum Hospiztag im Haus der Kirche / Altenhof kamen über 120 Besucherinnen und Besucher.

Judith Kohlstruck, Leiterin des sationären Hospizes, bei der Veranstaltung im Altenhof Judith Kohlstruck, Leiterin des sationären Hospizes, bei der Veranstaltung im Altenhof

Die gemeinsame Einladung des ambulanten Hospizes und der Evangelischen Hospiz gGmbH kam gut an, die Stuhlreihen beim Mülheimer Hospiztag waren nahezu voll besetzt. Fachpublikum mischte sich mit Mülheimer interessierten, die den Weg des Hospizes längst zu ihrem gemacht haben und das Projekt interessiert begleiten.

In Fachvorträgen erfuhren die Besucherinnen und Besucher über "Essen und Trinken am Lebensende" (Referent: Dr. Herbert Kaiser) sowie über einen logotherapeutischen Ansatz zur Sinnfindung angesichts von Leid und Sterben (Referentin: Dipl. Soz.-Wiss. Dorothea Kuttler). Außerdem stellten Judith Kohlstruck und Ursula König die Arbeit des ambulanten und des im Bau befindlichen stationären Hospizes an der Friedrichstraße vor. 

 

Schirmherrin Dagmar Mühlenfeld Schirmherrin Dagmar Mühlenfeld

Die Schirmherrschaft zur Veranstaltung hatte Oberbürgermeisterin Dagmar Mühlenfeld übernommen, das sei ihr eine "besondere Herzensangelegenheit", versicherte sie und dankte den zahlreichen ehrenamtlich Mitarbeitenden, die sich schon jetzt in der Mülheimer Hospizarbeit engagieren. Gleichwohl räumte die Oberbürgermeisterin Handlungsbedarf ein: "Auch wenn wir uns über die Würde des Menschen auch am Lebensende einig sind, ist es noch nicht selbstverständlich, dass das auch so eingelöst wird."

In Fragen und Wortmeldungen machten die Besucher ihre Anliegen deutlich. In Fragen und Wortmeldungen machten die Besucher ihre Anliegen deutlich.

An der Einlösung war den Veranstaltungsbesuchern im Altenhof gelegen: "Werden denn diese Prinzipien auch auf ihren Stationen beherzigt?", wurde ein anwesender Arzt nach dem Vortrag über "Essen und Trinken am Lebensende" gefragt. Referent Dr. Kaiser hatte von ganz persönlichen Lösungen berichtet, durch die Patienten wieder Lust aufs Essen bekommen hatten: Fingerfood (das weniger manuelle Geschicklichkeit fordert als das Essen mit Messer und Gabel) oder auch die Ernährung nach ganz eigenen Vorlieben, im "Spezialfall" auch mit Chips und Schokolade. "Doch klar: individuelle Lösungen sind personalintensiv", räumte er ein.

"Ich würde mir wünschen, dass diese Ansätze auch in den Pflegeheimen verwirklicht würden", sagte eine Besucherin.

ala / 26.09.2011



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