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Ist mein Arm nun so kurz geworden, dass er nicht mehr erlösen kann?
Jesaja 50,2
mehrAusgezeichnete Krisenbegleiter
Preisverleihung in Düsseldorf Foto: EKiR
Als eines von drei Projekten ist die Krisenbegleitung und Suizidprävention der TelefonSeelsorge Duisburg-Mülheim-Oberhausen mit dem Ehrenamtspreis der Rheinischen Landeskirche ausgezeichnet worden. Der Preis ist mit 1000 Euro dotiert. Die Auszeichnung wurde nun im Rahmen einer Feierstunde von Oberkirchenrat Rolf Eberl übergeben.
Seit 1986 gibt es das das Projekt zur Suizidprävention unter dem Dach der TelefonSeelsorge Duisburg-Mülheim-Oberhausen. Über 70 Menschen bekommen jedes Jahr kompetente Begleitung und Hilfe durch das ehrenamtliche Team der Krisenbegleitung. Das Angebot versteht sich als Soforthilfe in akuten Krisensituationen für Menschen, die kaum auf einen Therapieplatz warten können. Anders als die anonyme Telefonseelsorge setzt die Krisenbegleitung auf persönliche Begegnung. BeraterIn und KlientIn treffen sich zu meist drei oder viermal. Die Ehrenamtlichen bieten Zeit zum Gespräch, hören zu, nehmen Anteil, lassen Suizidimpulse zur Sprache kommen und helfen, die Seele zu entlasten. Zurzeit tragen sieben Ehrenamtliche das Angebot, das von Sozialpädagogin Rosemarie Schettler koordiniert wird. Die Tätigkeit beginnt (wie bei der Telefonseelsorge üblich) mit einer gründlichen Ausbildung in Krisenbegleitung und wird von intensiven Fortbildungen begleitet. Von den Ehrenamtlichen erfordert das hohes Engagement und große Flexibilität neben ihrem Hauptberuf. Das Fazit der Jury: "Ein innovatives, zukunftsweisendes und integratives Seelsorgeprojekt".
"Aus den vielen, vielen Vorschlägen, die uns aus Kirchenkreisen und Gemeinden zwischen Emmerich und Saarbrücken eingereicht wurden, haben wir nach sorgfältiger Prüfung drei Projekte ausgewählt", erklärt Pfarrerin Dr. Sabine Zoske, die Vorsitzende der Ehrenamtspreis-Jury. Auszeichnungen erhielten gleichfalls die evangelische öffentliche Bücherei in Burscheid, die mit einem Bücherbus Grundschüler mit Lesestoff versorgt und das Projekt "Do it!" aus Wuppertal. Hier übernehmen Ehrenamtliche die rechtliche Betreuung (früher "Vormundschaft") für unbegleitete minderjährige Flüchtlinge.
Mit dem Ehrenamtspreis zeichnet die Rheinische Landeskirche seit 2007 Projekte aus, die "innovativ, kreativ, integrativ und Selbstbestimmung fördernd arbeiten. Sie sollen Menschen darin bestärken, für sich selbst und in Kirche und Gesellschaft Verantwortung zu übernehmen. Sie sollen zur Vermittlung und Stärkung des Glaubens beitragen und geeignet sein, Menschen zur Identifikation mit ihrer Kirche einzuladen", so heißt es in der Ausschreibung. Etwa 116.000 Frauen und Männer sind in der rheinischen Kirche ehrenamtlich tätig. Der Ehrenamtspreis wird alle zwei Jahre vergeben.
Die Krisenbegleitung der Telefonseelsorge Duisburg-Mülheim-Oberhausen ist erreichbar unter 0203. 22656 oder im Netz: www.telefonseelsorge-duisburg.de/krisenbegleitung.htm.
EKiR / ala / 13.10.2011
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