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Großer Umbau für kleine Leute

65 Kinder, davon 12 Unter-Drei-Jährige können bald im Evangelischen Familienzentrum "Kunterbunt" spielen. Die Lukaskirchengemeinde feierte den ersten Spatenstich zum beginnenden Umbau.

Kleine und große Baumeister feierten den Spatenstich, hinten (v.l.): Architekt Christoph Harder, Pfarrerin Gundula Zühlke, KiTa-Leiterin Tanja Haberkamp. LupeKleine und große Baumeister feierten den Spatenstich, hinten (v.l.): Architekt Christoph Harder, Pfarrerin Gundula Zühlke, KiTa-Leiterin Tanja Haberkamp.

Mehr Plätze auch für die Kleinsten wird es bald im Dümptener Familienzentrum Kunterbunt geben. Und weil gerade die jüngsten spezielle Bedürfnisse haben, wird jetzt kräftig umgebaut. Aber nicht nur Wickelgelegenheiten und neue Ruheräume werden geschaffen, auch die größeren Kinder profitieren von der umfangreichen Baumaßnahme in der evangelischen KiTa am Schildberg. Zum Außengelände hin wird ein neuer Anbau entstehen.

"Alle bekommen mehr Platz, um ihre kreativen Kräfte auszuleben", erklärt Einrichtungsleiterin Tanja Haberkamp. So soll vor den Gruppen räumen ein neuer großer Spielflur entstehen. Außerdem bekommt jede Gruppe einen eigenen Nebenraum "so dass man sich besser in Kleingruppen zurückziehen kann", so Haberkamp. Auch an viel Praktisches wurde gedacht: Im neuen KiTa-Foyer wird es ein einen geräumigen Garderobenbereich inklusive Kinderwagen-Parkplatz geben, ein neuer Personal- und Materialraum entsteht und den Weg in den Turn- und Mehrzweckraum müssen die Kinder künftig nicht mehr über die Außentreppe antreten.

 

 

Investitionen machen die Erweiterung möglich: Der Anbau kostet rund 380.000 Euro, für die Umbauten im bestehenden Teil der KiTa veranschlagt die Gemeinde 30.000 Euro. 10 Prozent Eigenanteil hat die Kirchengemeinde als Trägerin dabei grundsätzlich zu leisten. Extras sind nicht inklusive. "Wir freuen uns über die Unterstützung durch einige Spender", sagt Einrichtungsleiterin Haberkamp. Hochzeitspaare stifteten Ihre Kollekte, die Frauenhilfe verkaufte selbstgebackenes und natürlich geht das Sammeln noch weiter.

Bis die KiTa wieder eröffnet wird, müssen Kinder und Erzieherinnenteam ausweichen. Gespielt wird jetzt nebenan im Gemeindehaus. "Für ungefähr ein Jahr", schätzt Tanja Haberkamp, werden alle mit dem Provisorium leben. Die Kinder nehmen das derweil als kunterbuntes Abenteuer. "Im großen Gemeindesaal kann der Bauteppich auch mal ganz neue Dimensionen annehmen", berichtet die Erzieherin aus dem neuen Alltag.
Am vergangenen Wochenende feierten Eltern, Kinder, KiTa-Team und viele Besucherinnen und Besucher aus der Gemeinde und Nachbarschaft den Neuanfang mit einem bunten Fest. Die Novembersonne gab ihr bestes - und so konnte auch nach dem offiziellen Spatenstich auf dem Außengelände fleißig weiter gebuddelt, gemalt und die ein oder andere Grillwurst verzehrt werden.

Das Familienzentrum Kunterbunt ist eine von 16 KiTas, die die evangelischen Kirchengemeinden in Mülheim unterhalten. 15 von 16 Einrichtungen werden bzw. sind schon für die Betreuung Unter-Drei-Jähriger ausgebaut. Aktuell stellen die evangelischen Einrichtungen in Mülheim rund 690 KiTa-Plätze. Nach Abschluss des Ausbaus werden die evangelischen Einrichtungen in der Stadt gemeinsam über 170 U3-Plätze anbieten.

 

ala / 07.11.2011



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