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für den 23.06.2018

Der HERR verstößt sein Volk nicht um seines großen Namens willen.

1.Samuel 12,22

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Aufruf der Kirchengemeinde Kempen

Freiheit für Liu Xia

Aufruf: Bundeskanzlerin Angela Merkel wird gebeten, sich bei Ihrem für Ende Mai 2018 in China geplanten Besuch für die Freiheit von Liu Xia, der Witwe des verstorbenen Friedensnobelpreisträger Liu Xiaobo, einzusetzen.

10. Dezember 2010: Für die Freilassung des Friednesnobelpreisträgers Liu Xiaobo demonstrierten Kempener Schülerinnen und Schüler. Foto: Ingenhorst Lupe10. Dezember 2010: Für die Freilassung des Friednesnobelpreisträgers Liu Xiaobo demonstrierten Kempener Schülerinnen und Schüler. Foto: Ingenhorst

Pfarrer Roland Kühne hat im Namen der Evangelischen Kirchengemeinde Kempen diesen Aufruf gestartet. Zu seiner Unterstützung wurde auf der Homepage der Ev. Kirchengemeinde Kempen eine Seite zur Information und Unterstützung der Aktion eingerichtet: http://thomaskirche-kempen.ekir.de/aufruf.html

Ein Verbrechen in China: verheiratet mit einem Friedensnobelpreisträger

Die chinesische Dichterin und Fotografin LIU XIA steht seit acht Jahren in China unter Hausarrest. Nie ist durch die chinesische Justiz Anklage gegen sie erhoben worden.
Ihr einziges „Verbrechen“: Sie war mit dem Friedensnobelpreisträger Liu Xiaobo verheiratet.

Liu Xiaobo war federführend an der Ausarbeitung der Charta 08 beteiligt. Die chinesische Führung sah in ihm eine Gefahr und sperrte ihn weg. Im Jahre 2010 erhielt er den Friedensnobelpreis für sein Wirken. Er starb nach jahrelanger Inhaftierung, körperlich geschwächt, am 13. Juli 2018 an Krebs.

Nach wie vor wird LIU XIA Tag und Nacht bewacht und lebt völlig isoliert. Sie leidet unter einer schweren Depression. Ihr Herz droht zu versagen, es ist gebrochen. China, die mächtige Wirtschafts­macht, vergeht sich an einer kranken Frau.

In einem der ihr von Zeit zu Zeit gestatteten kurzen Telefonate mit dem in Deutschland lebenden Freund Liao Yiwu sagte sie, kaum zu Worten fähig, mit Tränen erstickter Stimme, ihr bliebe nur noch der Tod, wenn man ihr die Freiheit verweigere.

Deshalb:
Wir, die Evangelische Kirchengemeinde Kempen, bitten Bundes­kanzlerin Angela Merkel, bei ihrem für Ende Mai geplanten Besuch in China, sich nochmals eindringlich für die Freiheit dieser verzwei­felten Frau einzusetzen.
Wir, die Evangelische Kirchengemeinde Kempen, wenden uns an den KSV des Kirchenkreises Krefeld-Viersen und an die Kirchen­leitung der Evangelischen Kirche im Rheinland sich unserer dring­enden Bitte an Bundeskanzlerin Angela Merkel anzuschließen.
Wir, die Evangelische Kirchengemeinde Kempen, wenden uns auch an den Ratsvorsitzenden der EKD, Heinrich Bedfort-Strohm, sich unserer dringenden Bitte an Bundeskanzlerin Angela Merkel anzu­schließen.

 

 



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