Augenblick bitte
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Rundbrief "Augenblick bitte!" Juni 2017 (Veranstaltungen in Gemeinden) sowie die Ausgaben der vergangenen Monate.

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Losung

für den 23.06.2017

HERR, sei unser Arm alle Morgen, ja unser Heil zur Zeit der Trübsal!

Jesaja 33,2

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Kirche vor Ort

Gefängnisseelsorge

Justizvollzugsanstalt Willich: Seelsorge hinter Gittern LupeJustizvollzugsanstalt Willich: Seelsorge hinter Gittern

Christus spricht: „Ich war im Gefängnis, und ihr habt mich besucht. … Was ihr für einen der Geringsten meiner Brüder und Schwestern getan habt, das habt ihr für mich getan.“ (Matthäusevangelium 25,36.40)

In den Haftanstalten Willich I (Männergefängnis) und Willich II (Frauengefängnis) leben etwa 750 inhaftierte Männer und Frauen – etliche von ihnen für viele Jahre.

Eine Gefängnisseelsorgerin und ein Gefängnisseelsorger unseres Kirchenkreises begleiten die Inhaftierten und ihre Angehörigen, aber auch die im Justizvollzug arbeitenden Menschen.

Grundlegend für die Gefängnisseelsorge ist die Wahrnehmung jedes Menschen im Lichte des christlichen Glaubens: Weil er in Gottes Augen wertvoll ist, will auch die Seelsorge ihm mit Wertschätzung begegnen.

Christinnen und Christen sind überzeugt: Gott steht auf der Seite der Opfer. Doch er verlässt auch die Täterinnen und Täter nicht. Gott sagt Ja zum Menschen und Nein zu seinen bösen Taten. So arbeitet die Gefängnisseelsorge unter der Verheißung, dass Gott Schuld vergibt und Wege zur Umkehr öffnet.

Die meisten Inhaftierten blicken auf ein Leben zurück, das gezeichnet ist von seelischen Verwundungen, von Suchterkrankungen und Erfahrungen des Scheiterns, aber eben auch von eigenem Schuldigwerden. Durch den Freiheitsentzug erleben sie Ausgrenzung und Isolation. Ob und welche Zukunft ihnen noch offen steht, erscheint vielen quälend ungewiss.

In dieser Situation versucht die Gefängnisseelsorge durch Einzelgespräche, Gruppenangebote und Gottesdienste Räume der Zuwendung und des Vertrauens zu schaffen, in denen Menschen sich öffnen können. Sie möchte in der Krise Hilfe und Halt geben. Sie regt an zur Auseinandersetzung mit dem eigenen Leben, zur Verantwortungsübernahme und zur Veränderung.

In Einzelfällen leistet sie diakonische Hilfe, baut Brücken zu Hilfsmöglichkeiten in Freiheit und begleitet auch nach der Entlassung.

Pfarrer Lutz Aupperle arbeitet im Männervollzug. Die halbe Pfarrstelle am Frauengefängnis hat Pfarrerin Almut von Bendemann inne.



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