Augenblick bitte
Augenblick bitte

Rundbrief "Augenblick bitte!" April 2012 sowie die Ausgaben der vergangenen Monate.

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Losung

für den 24.05.2012

Ist mein Arm nun so kurz geworden, dass er nicht mehr erlösen kann?

Jesaja 50,2

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Kirche vor Ort

Gefängnisseelsorge

Justizvollzugsanstalt Willich: Seelsorge hinter Gittern LupeJustizvollzugsanstalt Willich: Seelsorge hinter Gittern

Christus sprich: „Ich bin im Gefängnis gewesen, und ihr seid zu mir gekommen. … Was ihr getan habt einem von diesen meinen geringsten Brüdern, das habt ihr mir getan.“ (Mt 25,36.40)

 

Wer Gefangene besucht, tritt über eine besondere Schwelle. Der Weg durch den Pfortenbereich eines Gefängnisses lässt die Trennung spürbar und bewusst werden zwischen der Welt „draußen“ und der Welt „drinnen“. Vom übrigen Leben weitgehend ausgegrenzt und der Freiheit entzogen verbringen Menschen eine Zeit ihres Lebens an einem eng umgrenzten, umfassend kontrollierten Ort, um eine Strafe zu verbüßen und befähigt zu werden, künftig ein Leben ohne Straftaten zu führen. Und doch: das Leben auf 7,5 Quadratmetern, für 23 Stunden eingesperrt und auf sich selbst geworfen, eine Stunde Freigang auf dem Gefängnishof, viele ohne Möglichkeit, einer Arbeit nachzugehen – das geht oft bis an die Grenzen der physischen wie psychischen Belastbarkeit.

 

Inhaftierte in dieser Ausnahmesituation aufzusuchen und sie auf diesem Lebensabschnitt seelsorglich zu begleiten, ist eines der „sieben Werke der Barmherzigkeit“ und geschieht im Auftrag Jesu. So gehört die Gefängnisseelsorge zum Kernbereich des kirchlich-diakonischen Handelns.

 

Christen sind überzeugt: Gott steht auf der Seite der Opfer. Doch er verlässt auch die TäterInnen nicht. Gott sagt Ja zum Menschen und Nein zu dessen bösen Taten. So arbeitet die Gefängnisseelsorge im Licht der Verheißung, dass Gott Sünde und Schuld vergibt und Wege zur Umkehr öffnet.

 

Gleichzeitig begleiten die Seelsorger/innen die Bediensteten der JVA bei ihrem schweren und oft belasteten Dienst.

 

Im Evangelischen Kirchenkreis Krefeld-Viersen wird die Gefängnisseelsorge hauptamtlich an den Justizvollzugsanstalten Willich 1 (für ca. 475 Männer) und Willich 2 (für ca. 225 Frauen) sowie an den beiden Untersuchungshaftanstalten Krefeld und Mönchengladbach (85 bzw. 125 Männer) von drei Personen wahrgenommen. Pfarrer Lutz Aupperle arbeitet im Männervollzug; Pfarrer Gernot Müller betreut mit eine halben Stelle die beiden U-Haftanstalten. Die halbe Pfarrstelle am Frauengefängnis hat Pfarrerin Almut von Bendemann inne.

 



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