Rundbrief "Augenblick bitte!" März 2012 sowie die Ausgaben der vergangenen Monate.
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Rundbrief "Augenblick bitte!" März 2012 sowie die Ausgaben der vergangenen Monate.
mehrfür den 25.05.2012
Du sollst anbeten vor dem HERRN, deinem Gott, und sollst fröhlich sein über alles Gut, das der HERR, dein Gott, dir und deinem Hause gegeben hat.
5.Mose 26,10.11
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Mit allen Sinnen genießen - singend und pilgernd in Neersen. Foto: Furchheim
„vademecum – geh mit mir“ lautete das Motto der Ev. Emmaus-Kirchengemeinde für Sonntagnachmittag. Etwa 80 Menschen machten sich nach einem kleinen Konzert des Ensembles Trutz Nachtigall auf den Weg von der Kapelle Klein-Jerusalem zur Friedenskirche – laufend singend unter Anleitung von Kantor Klaus-Peter Pfeifer.
Passend zum Thema hatte der Künstler Mark Krause ein Wallfahrerbild geschaffen, das aus 32 Einzelbildern besteht. Nein, eigentlich sind es zwei große zusammengesetzte Bilder – denn Vorder- und Rückseite sind bemalt. Diese Bilder wurden von den Teilnehmenden zur Friedenskirche getragen und nachdem das Kunstwerk mit der anderen Seite zur Schau gestellt worden war, in Einzeltafeln verkauft.
Zu den Klängen des Posaunenchores sollten die Pilger ankommen – doch sie waren zu schnell. Und es ging abwechslungsreich weiter: der Kirchturm wurde illuminiert, Eisbilder waren zu sehen – und durch Klarinette und Saxophon meditativ zu erfahren, Kunstwerke im Kirchraum zu bewundern, das Projekt „Blumen und Muscheln“ lud zum Dialog. Tanz und Musik, Gedichte und Geschichten unterhielten die Besucherinnen und Besucher, die sich mit Kaffee, Kuchen und Gesprächen in den Pausen stärken konnten.
Fazit: „Abschied und Aufbruch“, das Thema der 11. Willicher Kirchenmusikwoche ließ sich wirklich mit allen Sinnen erleben.
Illuminierter Kirchturm der Friedenskirche Neersen. Foto: Furchheim
Am Abend des Pilgerns, des "Abschied und Aufbruch mit allen Sinnen genießen" wurde der Kirchturm der Friedenskirche in Neersen illuminiert. In gelb-blaues oder in gelb-rotes Licht getauchtt, hatte der Turm ein ganz andersartiges Aussehen.
Den Auftakt hierzu bildet am 11. November das Oratorium „Die letzten Dinge“ des deutschen Romantikers Louis Spohr und Brahms' „Schicksalslied“ (op. 54) in einer Aufführung durch das Willicher MusikProjekt unter der Leitung von Emmaus-Kantor Klaus-Peter Pfeifer. Texte aus der Apokalypse des Johannes werden einem von Brahms kongenial vertontem Gedicht Friedrich Hölderlins gegenüber gestellt.
Bei den Orgelimprovisationen von Kantor Marcell Feldberg stehen Traueranzeigen im Mittelpunkt. Am 12. November werden Texte aus der Zeitung, Lyrik und ein eigens für die Willicher Kirchenmusikwoche verfasster Text der Österreicherin Friederike Mayröcker sowie Improvisationskunst zu einer Art „Requiem“ verwoben.
Von Bach-Chorälen begleitet wird eine Buchvorstellung am 20. November. Nach dem viel beachteten Lyrikband „Sprache der Gräser“ nimmt Feldberg den Zuhörer in seinem neuen Buch mit auf eine poetische Spurensuche zwischen Nacht und Tag und bewegt sich im Dialog mit anderen Autoren und Künstlern zwischen Alltagsmomenten und stillen Augenblicken.
Einen gemeinsamen Weg von der Kapelle Klein-Jerusalem zur Friedenskirche in Neersen wird das Vokal-Ensemble „Trutznachtigall“ mit Liedern und Texten des Theologen Friedrich Spee eröffnen. Das Thema der Woche wird so für alle Besucher erfahrbar. Mit auf diesen kurzen „Pilgerweg“ geht das „Wallfahrerbild“ des Tübinger Künstlers Mark Krause. In der Friedenskirche heißt es dann „Abschied und Aufbruch mit allen Sinnen erleben“: Bilder, Lesungen, Musik, Wegzehrung und vieles mehr werden wie kurze Stationen einer Reise von Musikern und Künstlern vorgestellt (13. November).
Auch die Vorführung des – mit wenigen Ausnahmen – durchgängig mit Laien besetzten französischen Chor-Kultfilms „Die Kinder des Monsieur Mathieu“ am 14. November steht auf dem Programm.
Die Beteiligung der musizierenden Laien ist ein zentrales Anliegen der Willicher Kirchenmusikwoche. Beim traditionellen ökumenischen Buß- und Bettagsgottesdienst mit Lichterprozession am 16. November werden viele Sänger und Sängerinnen aus den Chören der Stadt mitwirken.
Und auch beim Cäcilienfest in Anrath am 19. November sind zahlreiche Sängerinnen und Sänger dabei. Die Heilige Cäcilia ist Schutzpatronin der Kirchenmusik.
Die Willicher Kirchenmusikwoche ist eine Initiative des ökumenischen Kantorenkonventes Willich. Veranstalter sind die beteiligten evangelischen und katholischen Kirchen- und Pfarrgemeinden.
Eintrittskarten benötigen Sie nur beim Eröffnungskonzert. Bei allen anderen Veranstaltungen erbitten wir Ihre freiwillige Spende zur Finanzierung der zahlreichen Veranstaltungen.
Weitere Informationen finden Sie im Flyer, der als PDF angehängt ist, unter www.willicher-musikprojekt.de oder in den Programmen, die in den Kirchen ausliegen.
12.09.2011