Augenblick bitte
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Rundbriefe "Augenblick bitte!" (Veranstaltungen in Gemeinden)

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für den 18.08.2018

Das sei ferne von uns, dass wir den HERRN verlassen!

Josua 24,16

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Service

 Besichtigung einer Fabrik für landwirtschaftliche Fahrzeuge: Das Interesse an Informationsfahren der Männerarbeit Altenkirchen ist so groß, dass es immer öfter Wartelisten gibt.

Ehrenamtspreis 2018

Einfach mal ausprobieren

Sie ist noch recht jung, aber ausgesprochen rege: die erst 2013 gegründete Männerarbeit im Kirchenkreis Altenkirchen. Insgesamt 9000 Besucher haben bisher die vielfältigen Angebote für sich entdeckt. Diese Arbeit für und mit Männern zeichnet die Evangelische Kirche im Rheinland mit ihrem Ehrenamtspreis aus.

„Einfach mal ausprobieren“: Das war von Beginn an der Ansatz für die kirchliche Männerarbeit im Kirchenkreis Altenkirchen. Angepackt hat 2013 Thorsten Bienemann. Der Manager in der Autobranche und Familienvater aus Daaden übernahm damals das Ehrenamt des Männerbeauftragten. Während in den Kirchengemeinden und im Kirchenkreis bereits eine lebendige Frauenarbeit gepflegt wird, gab es für die Männerarbeit keine gewachsenen Strukturen oder Vorbilder. Doch voller Gottvertrauen legte Bienemann mutig los.

Zunächst galt es, Angebote und Themen zu finden, die Männer ansprechen. Begegnung und Austausch in einem geschützten Raum sind Männern wichtig sowie Veranstaltungen, in denen es auch um Geselligkeit geht, erfuhr der Männerbeauftragte. Seine Antwort darauf: Männerfrühstücke mit einem thematischen Schwerpunkt und interessanten Referenten aus Wirtschaft, Arbeitswelt und Technik.

Besuche bei Ford, Bayer und Deere

Aus kleinen lokalen Anfängen entwickelte sich ein breites Angebot: Themenwanderungen, Pilgerwege, Männerfahrten, Walderlebnis und der jährliche Gottesdienst zum Männersonntag kamen dazu. Die Teilnehmerzahlen wuchsen stetig, inzwischen gibt es vor allem für die neu konzipierten Männerfahrten schon Wartelisten.

Die Ausflüge – sie führten zum Beispiel zu den Ford-Werken, dem Dom und dem RheinEnergie Stadion in Köln, zu den Bayer-Werken in Leverkusen, zum Landmaschinenhersteller John Deere in Mannheim und zur Firma Teekanne in Düsseldorf -  sind ein besonderes Zugpferd. Bis zu hundert Teilnehmer melden sich dafür an. Sehr beliebt sind auch die generationenübergreifenden Großvater-Vater-Kind-Angebote. Sie nehmen neue männliche Rollenbilder in den Blick.

In diesem Jahr kam der EKD-Ratsvorsitzende

Höhepunkt im Jahr ist der Gottesdienst zum EKD-Männersonntag. Thorsten Bienemann und seinem Team gelingt es immer prominente Prediger dafür zu gewinnen. Neben dem rheinischen Präses Manfred Rekowski waren schon der EKD-Medienbischof Ulrich Fischer und der Landesbischof von Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz, Markus Dröge, zu Gast im Westerwald. In diesem Jahr kam sogar der EKD-Ratsvorsitzende Heinrich Bedford-Strohm in die Barockkirche nach Daaden. Vom ihm gab es großes Lob für die Männerarbeit im Kirchenkreis Altenkirchen.

Von Anfang an war den Aktiven der Männerarbeit daran gelegen, keine Konkurrenzangebote zu Bestehendem in Gemeinden, Dorfgemeinschaften oder Vereinen zu etablieren. „Wir suchten und suchen Lücken und kooperieren oft mit anderen Anbietern in Kirchen, Vereinen und Kommunen“, unterstreicht Thorsten Bienemann.

Neue Männerkreise auch in den Gemeinden

Zudem trauen sich auch immer häufiger Männer vor Ort, ihre speziellen Kenntnisse und Interessen aus Gemeinde, Hobby oder Beruf mit anderen Besuchern zu teilen. „Das gute Miteinander in der Männerarbeit macht sprachfähig und mutig“, hebt Thorsten Bienemann hervor.

Neue Männerkreise sind in den Kirchengemeinden entstanden. „In unserer Kirchengemeinde Freusburg gab es nur Angebote für Frauen. Das hat mich gestört“, berichtet Dieter Huft. Er wurde aktiv, hat eine lokale Männergruppe aufgebaut und einen Stammtisch angeleiert. Begeistert ist er vor allem von den Männerfrühstücken, die sehr viel Zuspruch finden.

Viele Talente und Möglichkeiten

„Es gibt so viele Talente, Bereitschaft und Möglichkeiten bei den Männern, die uns alle bereichern“, sieht Bienemann zuversichtlich nach vorn. Ausprobieren will man demnächst die Einrichtung eines „Repair-Cafés“, in dem Alltagsdinge repariert werden.

Auch Glaubensfragen sind längst kein Tabu mehr in den Männerrunden, zu denen stets ein Verkündigungsteil gehört, sagt Bienemann: „Das Umfeld und das vertraute Miteinander öffnen Herzen und Mund: Männer werden so ermutigt und befähigt, ihre gesellschaftliche Verantwortung als Christen wahrzunehmen.“

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ekir.de / Petra Stroh, red, Foto: Thorsten Bienemann / 16.08.2018



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27.10.2010



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