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Rundbrief "Augenblick bitte!" April 2017 (Veranstaltungen in Gemeinden) sowie die Ausgaben der vergangenen Monate.

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Protestmarsch unter anderem mit Markus Zimmermann, Hannelore Bartscherer, Msgr. Robert Kleine, Rolf Domning und Msgr. Rainer Fischer. Foto: kirche-koeln.de Protestmarsch unter anderem mit Superintendent Markus Zimmermann (vorn 2.v.l.), Hannelore Bartscherer, Msgr. Robert Kleine, Stadtsuperintendent Rolf Domning und Msgr. Rainer Fischer. Foto: kirche-koeln.de

AFD-Parteitag in Köln

Bunter Protest

Die Proteste am Wochenende gegen den Parteitag der rechtspopulistischen AfD sind weitgehend friedlich geblieben. Mehr 10.000 Menschen waren am Samstag auf die Straße gegangen. Auf die Beteiligung von Kirchen an den Protesten reagierte die rechtspopulistische Partei mit harscher Kirchenkritik.

Der Kölner Polizeipräsident Jürgen Mathies äußerte sich erleichtert über den friedlichen Ausgang. "Ich bin den vielen Menschen dankbar, die mit ihrem bunten Protest zu diesem Verlauf beigetragen haben", sagte Mathies am Sonntagnachmittag. Am Samstag hätten allerdings vereinzelte gewalttätige Aktionen den Einsatz der Polizei nötig gemacht.

Kölns Oberbürgermeisterin Henriette Reker (parteilos) wertete die friedlichen Gegendemonstrationen als "Zeichen für Menschenrechte, Demokratieverständnis, Toleranz und Weltoffenheit". Die Kölner hätten "einen Kontrapunkt zu denen gesetzt, die Anderes im Sinn haben", so Reker weiter. NRW-Ministerpräsidentin Hannelore Kraft (SPD) hatte den Protest als "klare Haltung" gegen Ausgrenzung und Hetze gewürdigt.

Die Kölner Kirchen beteiligten sich unter dem Motto "Unser Kreuz hat keine Haken" an dem Protest. Der katholische Sozialpfarrer Franz Meurer forderte zu mehr Solidarität in der Gesellschaft auf. Der Kölner Stadtsuperintendent Rolf Domning warnte vor einem Missbrauch christlicher Symbole durch die AfD. "Dagegen verwehren wir uns in aller Form."

Vorwürfe gegenüber den Kirchen

Die AfD warf den Kirchen Einseitigkeit und Abkehr vom Christentum vor. Der Vorsitzende des AfD-Landesverbandes Niedersachsen, Armin Paul Hampel, rief zum Kirchenaustritt auf: "In dem Verein sollte keiner von uns mehr Mitglied sein". Einen Antrag seines Landesverbandes über einen Entzug des Status der Kirchen als Körperschaft des öffentlichen Rechts begründete Hampel unter anderem mit einer angeblich mangelnden Rechtstreue der Kirchen, was sich beispielsweise an der Gewährung von Kirchenasyl zeige.

Zuvor hatte AfD-Parteichefin Frauke Petry erklärt, für kirchliche Amtsträger gelte offenbar, was für Ideologen jeder Couleur richtig sei: Fakten störten die Ideologie. Ein Antrag zur Abschaffung der Kirchensteuer wurde am Sonntag abgelehnt.

Auch Karnevalisten stellten sich quer

Aufgerufen zu den Protesten hatten unter anderem die demokratischen Parteien, die Gewerkschaften, die christlichen Kirchen sowie die Bündnisse "Köln stellt sich quer" und "Köln gegen Rechts". Auch die Karnevalisten und Brauchtumsfreunde in der Domstadt hatten eine eigene Veranstaltung mit mehreren tausend Teilnehmenden in der Kölner Innenstadt organisiert.

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epd / 24.04.2017



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