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für den 11.07.2020

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Online-Buchvorstellung

Katechismus auf Saarländisch

Der ehemalige Brebacher Pfarrer und Mundartautor Walther Henßen hat Martin Luthers „Kleinen Katechismus“ ins Rheinfränkische übertragen. Entstanden ist ein kleines, illustriertes Büchlein. Es wird am Mittwoch, 1. Juli, 18 Uhr, öffentlich in einer Online-Veranstaltung vorgestellt.

Mundartautor Walther Henßen Mundartautor Walther Henßen

Der „Kleine Katechismus“ ist eine kurze Schrift, die Martin Luther 1529 als Einführung in den christlichen Glauben verfasst hat. Er beschreibt die zentralen Inhalte: die Zehn Gebote, das Apostolische Glaubensbekenntnis und das „Vaterunser“.

Walther Henßen, ehemaliger Pfarrer der Kirchengemeinde Brebach-Fechingen und Mundartautor, hat nun Luthers „Kleinen Katechismus“ in die saarländische Mundart übertragen. Daraus ist ein Büchlein entstanden, das der Kirchenkreisverband An der Saar in Zusammenarbeit mit dem Saarbrücker Geistkirch Verlag herausgegeben hat. Der über die saarländischen Grenzen hinaus bekannte Comic-Zeichner Bernd Kissel hat die Illustrationen dazu beigesteuert.

Gott spricht hochdeutsch

Das Büchlein enthält außerdem Luthers Erläuterungen zu den einzelnen Geboten und zum „Vater unser“ auf Saarländisch und eine Einführung in das Apostolische Glaubensbekenntnis auf Hochdeutsch. Zudem hat der Theologe noch eine Geschichte von Clyde Lee Herring aufgenommen. Der Amerikaner hat vor 80 Jahren einen Dialog zwischen Gott und einem Beter geschrieben.

In Henßens Version spricht Gott natürlich Hochdeutsch, aber der Beter Saarländisch: „Steer mich net, isch bin graad am Bääde“. Henßen übersetzt die Texte nicht wörtlich, ihm ist es wieder gelungen, die alten Texte in die saarländische Denk- und Sprachwelt zu übertragen. So heißt es etwa im Dritten Gebot: „Der Sunndaach ist heilisch. Vagess das net!“

Online-Vorstellung auf Youtube

Der Kirchenkreisverband stellt das neue Büchlein in einer virtuellen Veranstaltung vor: am Mittwoch, 24. April, ab 19 Uhr über den Youtube-Kanal „Evangelisch im Saarland“. Henßen wird dazu ins Saarland zugeschaltet. Seine Gesprächspartner sind Superintendent Markus Karsch, Vorsitzender des Kirchenkreisverbands. Moderatorin ist Susanne Wachs, Expertin für saarländische Mundart und Journalistin beim Saarländischen Rundfunk.

 

Zur Person: Walther Henßen
Walther Henßen, 1938 in Ottweiler geboren, war nach seinem Studium der Theologie von 1968 bis 1984 Pfarrer in Brebach-Fechingen, wo er ab 1980 seine Mundartgottesdienste hielt. Mit „Wo’s lang geht“ begann Henßen zunächst die zehn Gebote vom Hochdeutschen ins Saarländische zu übertragen. Mit „Em Zimmermanns Jupp sei Äldschder“ folgte die Übersetzung der vier Evangelien. 2015 übertrug Henßen die „Sieben Streiche von Max und Moritz“, 2017 erschien „Luther auf Saarländisch“. Mittlerweile wohnt Henßen in Essen im Ruhrgebiet. Auch dort lebt er seine Liebe zur Mundart aus und hat etwa das Vaterunser ins Ruhrdeutsche übersetzt. Nichtsdestotrotz hält der Pfarrer i. R. regelmäßig Kontakt zu seiner Heimat und ist im Herzen Saarländer geblieben. Deshalb können seine Übersetzungen durchaus als echt angesehen werden.

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ekir.de / Rieke Eulenstein/Evangelisch im Saarland, Foto: Walther Henßen / 01.07.2020



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