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Synode An Sieg und Rhein Zusammen mit dem Kreissynodalvorstand legte bei der Synode des Kirchenkreises An Sieg und Rhein Superintendentin van Niekerk (Mitte) den Bericht vor.

Herbstsynoden der Kirchenkreise

Die Reformation feiern und Neues wagen

Rückblicke auf das 500. Reformationsjubiläum, die Wahl einer neuen Superintendentin oder eines Superintendenten, die Zukunft der Kirche oder auch diakonische und gesellschaftliche Themen wie die Flüchtlingsarbeit bestimmten die Herbstsynoden der Kirchenkreise in der Evangelischen Kirche im Rheinland.

Kirchenkreis Aachen: Sicherung des Diakonischen Werks

Die Synodalen des Kirchenkreises Aachen haben sich auf ihrer Herbsttagung für die Sicherung des Diakonischen Werks stark gemacht und einen Zuschuss von insgesamt bis 2,5 Millionen Euro beschlossen. Dieser nun gewährte Zuschuss des Kirchenkreises sichere die diakonischen Arbeitsplätze, die sonst weggefallen wären, und die diakonischen Hilfsangebote für die Bevölkerung, erklärte der Kirchenkreis. Eine Insolvenz des Werks sei aus Sicht des Kirchenkreises unbedingt zu vermeiden gewesen, betonte Superintendent Hans-Peter Bruckhoff. Das vorgelegte Sanierungskonzept könne umgesetzt werden. Außerdem soll die kreiskirchliche Jugendarbeit um zwei Jugendleiterstellen und eine halbe Verwaltungsstelle aufgestockt werden. Gestärkt blicke der Kirchenkreis auf das Reformationsjubiläumsjahr zurück, hieß es. Bruckhoff sprach von einer "guten und richtigen Entscheidung" der gemeinsamen Feiern im "Kleeblatt" der vier Kirchenkreise Aachen, Jülich, Gladbach-Neuss und Krefeld-Viersen. Durch die Zusammenarbeit sei ein Netzwerk entstanden, in dem es nun einen regeren Austausch gebe. Mehr unter kirchenkreis-aachen.de

Altenkirchen: Preisverleihung und Zukunftsplanungen

Die Synode des Evangelischen Kirchenkreises Altenkirchen würdigte die Arbeit einer Schülerin des Freiherr-vom-Stein Gymnasiums Betzdorf-Kirchen und vergab damit erstmals den im Vorjahr beschlossenen „Pfarrer-Theodor-Maas-Preis“. Schülerin Anna Culmann erhielt den Preis für ihre Arbeit „Kirchenpolitik und christliches Bekenntnis 1933. Die Sportpalastrede des Gauobmanns Dr. Krause und ihre weitreichenden Auswirkungen.“

In ihren Bericht an die Synode zog Superintendentin Andrea Aufderheide eine Bilanz des Jubiläumsjahres. Ein Schwerpunkt ihres Berichts waren außerdem die Herausforderungen für die künftige Gestaltung kirchlichen Lebens in ländlichen Räumen. Im Juni dieses Jahres hatten sich die Abgesandten aus den 16 Kirchengemeinden zu einem Workshop getroffen und dort Ideen gesammelt. Im kommenden Jahr soll – nach mehrfachen Treffen von den Gemeindevertretern in ihren „Regionenräumen“ - auch synodal weitergedacht werden. Mehr unter kirchenkreis-altenkirchen.de

Kreissynode An der Ruhr fordert Erleichterung für Familiennachzug

Nach eingehender Diskussion hat die Kreissynode An der Ruhr am Samstag einen Antrag des kreiskirchlichen Ausschusses für Flüchtlingsfragen angenommen. Die Synodalen fordern, dass auf politischem Wege bald wieder der Familiennachzug für subsidiär geschützte Geflüchtete ermöglicht wird. Der Antrag ruft Kirchenkreis und Landessynode dazu auf, sich beim NRW-Ministerium für Flüchtlinge und Integration sowie beim Bundesinnenministerium dafür einzusetzen, dass der Familiennachzug für subsidiär geschützte Geflüchtete nach dem 16. März 2018 wieder ermöglicht wird. Ergänzend beschloss die Kreissynode, ein gleichlautendes Votum auch an Bundespräsident und -kanzlerin zu richten.

Superintendent Gerald Hillebrand, seit Juli offiziell im Amt, erstattete den Synodalen zum ersten Mal Bericht. Bezüge zum soeben begangenen Reformationsjubiläum prägten seine Ansprache an die Synodalen im Mülheimer Altenhof. Damit sich das Reformationsgedenken nicht in den reichlich gehabten Feierlichkeiten erschöpft, bedürfe es einer neuen „Übersetzung mancher vor 500 Jahren gemachten Aussage“. „Wie schärfen wir unser protestantisches Profil, ohne dabei anderen gegenüber rechthaberisch, anmaßend oder verletzend zu erscheinen?“ Eine Notwendigkeit sei es, das ökumenische Gespräch zu intensivieren. Mehr unter kirche-muelheim.de

Superintendentin Astrid Peekhaus Superintendentin Astrid Peekhaus

Kirchenkreis An Nahe und Glan: Astrid Peekhaus ist neue Superintendentin

Einem Wahlkrimi glich die Synode des Evangelischen Kirchenkreises An Nahe und Glan in Bad Kreuznach. Zum Schluss ging Pfarrerin Astrid Peekhaus (Gebroth) aus drei Wahlgängen als Superintendentin hervor. Sie tritt die Nachfolge des verstorbenen Superintendenten Marcus Harke an. Künftig wird der leitende Theologe des Kirchenkreises seine Aufgaben im Hauptamt wahrnehmen und nicht zusätzlich zu einer Gemeindepfarrstelle. So hatte es die Synode im März beschlossen. In ihrem Jahresbericht nahm die designierte Superintendentin unter anderem Stellung zu den Strukturprozessen im Kirchenkreis. Sie erinnerte an die Verabredungen zur engeren Zusammenarbeit mit der "kreuznacher diakonie" und an die vielen Veranstaltungen im Jubiläumsjahr der Reformation. Abschließend drückte sie ihre Sorge um manche Veränderung in der politischen Landschaft aus, auch im eigenen Land. Mehr unter nahe-glan.ekir.de

An Sieg und Rhein: "großartige kreative Fülle" im Reformationsjahr

Mit einer Rückschau auf das Reformationsjahr eröffnete Superintendentin Almut van Niekerk am Wochenende die Synode des Evangelischen Kirchenkreises An Sieg und Rhein in Sankt Augustin-Mülldorf. „Beeindruckt und dankbar blicke ich auf die großartige kreative Fülle von Gottesdiensten und Aktionen zurück, auf Musicals und Kinderbibeltage, Vorträge und ökumenische Projekte“, so die Superintendentin. In die Gottesdienste am Vormittag des 31. Oktober seien so viele Menschen geströmt, wie sonst an Heiligabend und Ostern zusammen. Auch die zentrale Reformationsfeier am Nachmittag bei den Steyler Missionaren übertraf die Erwartungen bei weitem, es kamen 3000 statt der im Vorfeld geschätzten 1500 Besucherinnen und Besucher. Mehr unter ekasur.de

Kirchenkreis Bad Godesberg-Voreifel fördert Flüchtlingsarbeit

Einstimmig beschloss die Synode des Evangelischen Kirchenkreises Bad Godesberg-Voreifel, die hauptamtliche Flüchtlingsarbeit in den kommenden beiden Jahren erneut mit jeweils bis zu 50.000 Euro zu fördern. Dies geschieht bereits seit 2016. Es gehe darum, „tragfähige Strukturen zu schaffen", so Skriba und Pfarrerin Claudia Müller-Bück.

Im jährlichen Bericht zog Superintendent Mathias Mölleken eine Bilanz des 500. Reformationsjubiläums. Die Reformationsgala „Luther - teuflisch gut", vom Kirchenkreis federführend organisiert, war restlos ausverkauft. Bundesweit sahen im Fernsehen etwa 320.000 Zuschauer zu. Mölleken bezeichnete die Gala als „großartiges Erlebnis" und „gute Werbung für Kirche insgesamt". Daneben hob er das Theaterstück „Festival der Reformatorinnen", die große, gemeindeübergreifende Teilnahme am Konfi-Kamp in Wittenberg und die zahllosen Einzelveranstaltungen in den Kirchengemeinden hervor. Mehr unter bgv.ekir.de

Bonn: "Integration bleibt eine der größten Herausforderungen"

Zur Unterstützung der Flüchtlingsarbeit hat der Kirchenkreis Bonn für die kommenden zwei Jahre 80.000 Euro bereitgestellt. Das Geld soll vor allem zwei Stellen zur Unterstützung der Ehrenamtlichen in der Flüchtlingshilfe zugutekommen, beschloss die Kreissynode am Samstag in Bonn. "Integration bleibt eine der größten Herausforderungen unserer Gesellschaft und braucht langen Atem", sagte der Geschäftsführer der Bonner Diakonie, Ulrich Hamacher. Der Bonner Superintendent Eckart Wüster verwies darauf, wie wichtig die Ehrenamtlichen für die Flüchtlingshilfe seien. Die beiden vor zwei Jahren in Bonn eingerichteten Koordinationsstellen sind beim Diakonischen Werk und der Evangelischen Migrations- und Flüchtlingsarbeit angesiedelt. Mehr unter ekir.de/bonn/

Essen: Unterstützung für "ergänzende Gemeindeformen" gefordert

Ein Rückblick auf das 500. Jubiläum der Reformation und die Verabschiedung des Haushaltsplans für 2018 waren Schwerpunkte der Herbstsynode des Kirchenkreises Essen. Die Landessynode der Evangelischen Kirche im Rheinland wurde aufgefordert, für eine angemessene finanzielle Unterstützung „ergänzender Gemeindeformen“ zu sorgen – eine solche Initiative, das „raumschiff.ruhr“, wird zurzeit an der Marktkirche erprobt. Sein letztes Grußwort vor der Essener Kreissynode hielt Klaus Eberl - der Oberkirchenrat wird im März nächsten Jahres in den Ruhestand treten. "Ich bin immer gern hier gewesen. Ihr seid ein toller Kirchenkreis. Ein herzliches Glückauf!", verabschiedete sich der Theologe. Das Kirchenparlament der Evangelischen Kirche in Essen war am Samstag und Sonntag im Gemeindezentrum an der Julienstraße in Rüttenscheid zu seiner 20. ordentlichen Tagung zusammengekommen. Mehr unter kirche-essen.de

Köln-Mitte: Pfarrer-Georg-Fritze-Gedächtnisgabe für "Visitación Padilla"

Der Evangelische Kirchenkreis Köln-Mitte wird im Frühjahr nächsten Jahres die honduranische Frauenorganisation "Visitación Padilla" mit der Pfarrer-Georg-Fritze-Gedächtnisgabe auszeichnen. Das hat am Freitagabend die Synode des Kirchenkreises einstimmig beschlossen. „Ich freue mich, dass wir im kommenden Jahr Visitación Padilla mit der Pfarrer-Georg-Fritze-Gedächtnisgabe auszeichnen werden. Dieser Einsatz für die Rechte von Frauen in einem der ärmsten Länder Südamerikas, wo nach den Berichten noch viel Unterdrückung herrscht, ist eine großartige Arbeit“, sagte Superintendent Rolf Domning.

Zu Beginn der Beratungen der Kreissynode blickte Domning in seinem Bericht auf das ablaufende Jahr. Dabei richtete er sein Augenmerk zunächst auf das 500-Jahre-Jubiläum der Reformation: "Am Tage 10 nach dem Höhepunkt des Reformationsjahres will ich hervorheben: Es war einfach großartig, was auch hier bei uns im Kirchenkreis Köln-Mitte geleistet wurde. So viele gut besuchte Veranstaltungen, Gottesdienste und Aktionen, Konzerte rund um ein Ereignis, um ein Jubiläum herum, das hat es lange nicht gegeben. Mehr unter kirche-koeln.de

Köln-Nord: selbstbewusst, zuversichtlich und veränderungsbereit

Die „neuen Gemeindeformen“ waren das Schwerpunktthema bei der Herbstsynode des Kirchenkreises Köln-Nord. Landespfarrer Christoph Nötzel, Leiter des Amts für Gemeindeentwicklung und missionarische Dienste, forderte die Synodalen auf, sich zu fragen, ob die Kirche tatsächlich noch ein Licht sei, ob sie Orientierung biete vor Ort, in den Gemeinden und Stadtteilen. Oder ob sie vor allem damit beschäftigt sei, ihre bestehenden Strukturen – im Bereich des Personals oder der Gebäude etwa – zu erhalten und zu verwalten, statt aus Überzeugung Neues, Unerhörtes zu wagen. „Es macht ja gerade die Faszination der Luther-Erzählung aus, dass da jemand stand und sagte: ‚Ich kann nicht anders.“

Im Jahresbericht sprach Superintendent Markus Zimmermann die Probleme offen an: „Wir sind eine deutlich kleiner werdende Kirche und die Kirchen verlieren in unserer Gesellschaft zunehmend an Bedeutung, gerade auch bei jungen Menschen, aber längst nicht nur bei ihnen.“ Das hänge nicht zuletzt mit dem anhaltenden Trend zur Individualisierung, mit der Vielfalt an Lebensentwürfen und den neuen Kommunikationswegen zusammen. Der Superintendent ermunterte die Synodalen aber, selbstbewusst, zuversichtlich und veränderungsbereit, manchmal trotzig zu sein, erinnerte auch daran, dass es schon viele einladende und kreative Gottesdienste in den Kirchengemeinden gebe. Mehr unter kirche-koeln.de

Köln-Süd: Kräfte in öffentlichen Debatten bündeln

Das Thema Reformation hat die Herbstsynode 2017 des Evangelischen Kirchenkreises Köln-Süd stark geprägt. Dabei ging es zum einen um eine Rückschau, was alles in den einzelnen Gemeinden geschehen ist. Auf der anderen Seite wagten die Beteiligten aber auch eine Vorschau auf das, was die Gedanken der Reformation auch nach der Reformationsdekade weiter bewirken können. Die Synodalen des Kirchenkreises tagten im Berufsbildungswerk der Diakonie Michaelshoven.

Superintendent Dr. Bernhard Seiger rief dazu auf, Themenschwerpunkte zu setzen: "Ich bin überzeugt, dass es sich für uns als Kirche lohnt, in der Fülle der öffentlichen Debatten die Kräfte auf einzelne Themen zu bündeln. Einerseits besteht aus guten Gründen viel Freiheit, dass jede Gemeinde sich je nach lokalen Bedingungen Schwerpunkte setzt. Andererseits zeigt der Erfolg des Reformationsthemas, dass alle von einem gemeinsamen Thema profitieren." Im kommenden Jahr könnte die Friedensethik ganz oben auf der Agenda stehen. Mehr unter kirche-koeln.de

Superintendent Markus Karsch Superintendent Markus Karsch

Saar-Ost: Neuer Superintendent sieht sich als "Dienstleister für die Gemeinden"

Markus Karsch wird neuer Superintendent des Kirchenkreises Saar-Ost. Die 74 Abgeordneten aus den 14 Kirchengemeinden wählten auf ihrer Synode Anfang November in Hirzweiler-Welschbach den 49-jährigen Theologen in das Hauptamt. Bei der Wahl bekam Karsch 44 Stimmen. Er ist Nachfolger von Gerhard Koepke, der im März nächsten Jahres  in den Ruhestand geht. In seiner Vorstellung vor der Synode betonte Karsch die Funktion des Amtes als „Dienstleister für die Gemeinden“. Es gehe ihm darum, die Arbeit der Kirchengemeinden vor Ort zu stärken. Um für die Zukunft gerüstet zu sein, müsse sich die Kirche verändern. Sie sei heute zu viel Behörde.

In seinem letzten Bericht vor der Synode hatte Superintendent Koepke allen für die gute Zusammenarbeit in all den Jahren gedankt. Als er 2010 gewählt wurde, entstanden aus ehemals drei Kirchenkreisen die Kirchenkreise Saar-Ost und Saar-West. Deshalb habe das „Zusammenführen“ als einer seiner Hauptaufgaben verstanden, sagte Kopeke. Heute ist er davon überzeugt: „Da wächst zusammen, was zusammengehört“. Mehr unter evangelisch-im-saarland.de

Kirchenkreis Saar-West: "Mehr Mut, Neues zu wagen"

„Wir brauchen mehr Freiheit im Denken und Handeln, mehr Mut, Altes zu verändern oder abzuschaffen und Neues zu wagen“, rief Superintendent Christian Weyer in seinem Bericht vor der Synode des Evangelischen Kirchenkreises Saar-West den Delegierten zu. Aus 26 Gemeinden kamen am Samstag die Synodalen in der Stadthalle Püttlingen zu ihrer ordentlichen Herbsttagung zusammen. Weyer forderte dazu auf, den Impuls aus dem Reformationsjubiläum nicht fallen zu lassen. Er sehe das Jubiläum als Auftakt zur Weiterarbeit an notwendigen Veränderungen. Man solle Gewohnheiten kritisch hinterfragen, dazu gehöre beispielsweise auch der Gottesdienst sonntags um 10 Uhr oder eine Kirchengemeinde an geografischen Grenzen fest zu machen. Auch die Zeit, so forderte Weyer, die Pfarrerinnen und Pfarrer in Verwaltungssitzungen verbringen, müsse reduziert werden. Viel Hoffnung setzt er dabei auch in die Arbeitsgruppe „Leichtes Gepäck“ der Evangelischen Kirche im Rheinland. Mehr unter evangelisch-im-saarland.de

Superintendent Hans-Joachim Hermes Superintendent Hans-Joachim Hermes

Kreissynode Simmern-Trarbach wählt Hans-Joachim Hermes zum Superintendenten

Hans-Joachim Hermes wird neuer Superintendent des Kirchenkreises Simmern-Trarbach. Die Kreissynode wählte den 62-jährigen Pfarrer der Kirchengemeinde Soonblick am Samstag in Kirchberg mit 70 von 74 Stimmen zum Nachfolger von Superintendent Horst Hörpel. Er ist seit 2001 im Amt und tritt im Januar in den Ruhestand. Hermes sagte, der Kirchenkreis Simmern-Trarbach habe in den vergangenen Jahren einschneidende und nicht immer schmerzfreie Veränderungen erfahren. Auch in Zukunft werde es weitere Veränderungen geben. "Ich will mich dem allem in einer Zeit des Wandels und der Bewegung gestaltend einbringen", sagte der künftige leitende Theologe des Kirchenkreises. Wichtigste Aufgabe seien aber nicht die Strukturfragen, sondern die Verbreitung der guten Botschaft. "Dies wollen wir tun, in den Gemeinden, in der Diakonie, in unserer Arbeit, aber auch in der Welt um uns herum." Mehr unter simtra.ekir.de
 

Kirchenkreis Solingen über „Christ-Sein in Zeiten des Dialogs“

Über „Christ-Sein in Zeiten des Dialogs“ berieten am Samstag rund 70 stimmberechtigte Delegierte und Gäste, die zur Herbsttagung der Synode des Evangelischen Kirchenkreises Solingen zusammengekommen waren. Im Mittelpunkt stand die Frage, wie Christinnen und Christen in Solingen von ihrem Glauben an Jesus Christus auch im Gespräch mit Anders- oder Nichtgläubigen so sprechen können, dass zumindest deutlich wird, was sie bewegt und trägt. „Sich nicht verstecken, sondern im Gespräch mit anderen Menschen zeigen und sagen, wer man ist und wovon man erfüllt ist“, lautete eine Antwort.

Bereits am Freitagabend hatte die Superintendentin des Evangelischen Kirchenkreises Solingen, Dr. Ilka Werner, ihren jährlichen Bericht vor der Synode gehalten. Dabei richtete sie noch einmal den Blick auf das soeben zu Ende gegangene Reformationsjubiläum. Neben einer Rückschau auf die zahlreichen Aktivitäten in Solingen vom Bibelmarathon über die Ausstellung „Typisch evangelisch“ bis zum Pop-Oratorium „Luther“ stellte Werner die bleibende Aktualität der reformatorischen Einsichten auch nach einem halben Jahrhundert heraus. Mehr unter http://www.ekir.de/solingen

Wetzlar: Plädoyer für evangelisches Profil in der Ökumene

Mehr als Provokateur und weniger als Chronist hat Jörg Süß seine Rolle beim Verfassen seines ersten Jahresberichtes als Superintendent des Kirchenkreises Wetzlar verstanden: „Damit etwas vom Protest am Protestantismus zu erkennen ist.“ So fragte er bei der Kreissynode im Evangelischen Gemeindehaus Lützellinden ob das  Reformationsjubiläum nicht „viel Lärm um nichts“ gewesen sei: „Wer liest noch in der Bibel? Wer betet noch über den Texten, wer richtet sein Leben danach aus?“ Oder: „Was haben wir, was andere nicht anbieten können?“ Eine Kirche, die darauf nicht antworten könne, sei nicht mehr nötig, erklärte der Theologe. Im Blick auf die Ökumene mit der katholischen Kirche plädierte er für ein evangelisches Profil, das im Dialog für klare Unterscheidungen sorgt. Und angesichts der weltweiten Partnerschaften des Kirchenkreises mit Burkina Faso, Namibia und Siena: „Sind wir zu sicher, zu reich, zu satt, um im Glauben gewiss und kräftig in der Tat zu sein?“ Dankbar zeigte sich der Superintendent für den großen ehrenamtlichen Einsatz bei der Hilfe für Geflüchtete. Mehr unter kirchenkreise-braunfels-und-wetzlar.de

Wuppertal: Religionsunterricht und Citykirchenarbeit als Schwerpunkte

Die Schwerpunktthemen der Synode des Kirchenkreises Wuppertal am Freitag und Samstag lauteten Religionsunterricht an Schulen sowie die Zukunft der Citykirchenarbeit. In ihrem Bericht vor der Synode ging Superintendentin Ilka Federschmidt unter anderem auf neue Gemeindeformen ein und blickte auf ein erfolgreiches Reformationsjahr im Kirchenkreis zurück. Außerdem betonte sie die Notwendigkeit der Investition in Beziehungen. Daher sprach sie sich auch dafür aus, Mittel des Kirchenkreises einzusetzen, um den Menschen die Botschaft von der freien Gnade Gottes zu vermitteln. Konkret ging es dabei um die Unterstützung der Citykirchenarbeit in Elberfeld. Mehr unter evangelisch-wuppertal.de

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ekir.de / epd / Fotos: ekasur_jhp, Peter Dietz, evks/ Paulus, Dieter Junker / 21.11.2017



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27.10.2010



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