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Kirchenasyl

Besuch bei Flüchtlingsfamilie

Seelsorglicher Besuch in Simmern: Christoph Pistorius, Vizepräses der Evangelischen Kirche im Rheinland,  traf sich mit einer tschetschenischen Flüchtlingsfamilie, der die Evangelische Kirchengemeinde am Ort Kirchenasyl gewährt hat.

Die Familie Abuev – ein Vater mit vier Kindern im Alter von 12, 13,15 und 18 Jahren -  floh 2010 aus Tschetschenien und lebt seit 2013 im Rhein-Hünsrück-Kreis. Ihr Antrag auf Asyl wurde im Sommer 2017 abgelehnt.  Nun droht ihnen die Zwangsabschiebung. Ihr Fall dreht sich um die Frage, ob sie ihrer Passpflicht ausreichend nachgekommen sind und ob sie eventuell von den Behörden falsch beraten worden sind. Seit Anfang Februar ist die Familie im Kirchenasyl der Evangelischen Kirchengemeinde Simmern.

Vizepräses Christoph Pistorius stattete der Familie am Wochenende einen seelsorglichen Besuch ab und tauschte sich mit ihnen über ihre momentane Situation aus. „Ich freue mich, dass die minderjährigen Kinder Islam, Zaira und Zarina nunmehr wenigstens die Schule besuchen dürfen“, sagte Pistorius. „Natürlich treibt mich um, wie ihre ältere volljährige Schwester ihren Schulabschluss machen kann, um dann die bereits vertraglich vereinbarte Ausbildung beginnen zu können.“

Der  Vizepräses  dankte den vielen Mitarbeitenden aus der Kirchengemeinde in Simmern und allen anderen Beteiligten für ihr Engagement für die Familie Abuev.  „Die Gewährung eines Kirchenasyls ist ultima ratio und geschieht in einer Gemeinde nach reiflicher Überlegung“, erklärte er. „Kirchenasyl ereignet sich im Kontext einer Güterkollision zwischen dem staatlichen Recht der Aufenthaltsbeendigung und dem Menschenrecht, vor Eingriffen in die körperliche und seelische Unversehrtheit bewahrt zu bleiben. Insofern bringt der mit dem Kirchenasyl verbundene zivile Ungehorsam Grund- und Menschenrecht gegen eine nachgeordnete Rechtsregel zur Geltung. Kirchenasyl zielt auf ein Moratorium und gibt noch mal eine neue Gelegenheit und Chance einer Prüfung.“

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ekir.de / red / 19.02.2018



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