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für den 12.12.2017

Meine Zunge soll singen von deinem Wort; denn alle deine Gebote sind gerecht.

Psalm 119,172

Gleichstellung

Gleiche Chancen bei der Arbeit im Evangelischen Kirchenkreis Lennep

Frauen- und Gleichstellungsbeauftragte des Evangelischen Kirchenkeises Lennep Frauen- und Gleichstellungsbeauftragte des Evangelischen Kirchenkeises Lennep

Seit Februar 2012 ist Andrea Hansen, langjährige Frauenbeauftragte des Evangelischen Kirchenkreises Lennep auch Gleichstellungsbeauftragte des Kirchenkreises.

Erreichbarkeit der Gleichstellungsbeauftragten
Andrea Hansen ist in der Regel donnerstags und freitags, von 09.30 Uhr bis 12.30 Uhr im Haus der Kirche, Geschwister-Scholl-Straße 1a in Remscheid-Lennep erreichbar.
Telefonnummer: 02191.9681-147, Faxnummer 02191.9147.
E-mail: gleichstellungsstelle@kklennep.de 

Zu anderen Zeiten telefonisch unter: 02191 69 19 87.

Hier informiert sie über Ihre Arbeit:

Frau Hansen, welche Aufgaben haben Sie als Gleichstellungsbeauftragte?
Die Aufgaben ergeben sich aus den „Kirchengesetz zur Förderung der Gleichstellung von Mitarbeiterinnen und Mitarbeiten in der Evangelischen Kirche im Rheinland – GleiStG)“. Ziel dieses Kirchengesetzes ist die tatsächliche Gleichstellung von Frauen und Männern in der kirchlichen Arbeitswelt. Nach Maßgabe dieses Gesetzes und anderer Vorschriften zur Gleichstellung von Frauen und Männern werden Frauen gefördert, um bestehende Benachteiligungen abzubauen. Darüber hinaus soll auch die Vereinbarkeit von Beruf und Familie für Frauen und Männer verbessert werden. Der Gesetzestext steht Ihnen unten auf dieser Seite zum Download zur Verfügung.

Was heißt das nun konkret? Wen betrifft die Gleichstellungsarbeit?
Es betrifft Mitarbeitende des ev. Kirchenkreis Lennep: Auszubildende, Arbeiterinnen und Arbeiter, Angestellte, Kirchenbeamtinnen und Kirchenbeamte, PfarrerInnen und Pfarrer, Vikarinnen und Vikare, Pastorinnen und Pastore, Gemeindemissionarinnen und Gemeindemissionare.

Welche Maßnahmen zur Förderung der Geschlechtergerechtigkeit werden durchgeführt?
1. Es wird eine Bestandsaufnahme der Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern im Kirchenkreis erstellt, getrennt nach Geschlecht, nach Besoldungs-, Vergütungs- und Lohngruppen, nach Berufsgruppen, nach dem Umfang der Beschäftigung, nach Abteilung, Funktion und Dienstbezeichnung, nach Antrag und Berücksichtigung bei Fort- und Weiterbildung, nach Einstellung und Aufstieg
2. Es erfolgt eine Analyse zur Geschlechtergerechtigkeit
3. In Bereichen, in denen Frauen unterrepräsentiert sind, werden Förderpläne erstellt, wie die Anzahl der Frauen erhöht werden kann, bzw. deren weiteres Absinken verhindert. Dies kann durch Berücksichtigung bei Neubesetzungen geschehen, aber auch durch gezielte Angebote an Fort- und Weiterbildungen für Mitarbeiterinnen. Auch Maßnahmen zur Verbesserung von Arbeitsbedingungen gehören zum Förderplan.

Welche Maßnahmen zur Vereinbarkeit von Beruf und Familie sind vorgesehen?
Männern und Frauen, die Kinder unter 18 Jahren betreuen oder Angehörige pflegen, sollen Arbeitszeiten ermöglicht werden, die die Vereinbarkeit von Familie und Beruf erleichtern. Dies darf das berufliche Fortkommen und die Fortbildungschancen nicht beeinträchtigen. Das gilt ebenso für betreuungsbedingte Beurlaubungen.

Welche Aufgaben hat die Gleichstellungsbeauftragte?
- Mitwirkung bei der Erstellung der Bestandsaufnahmen, der Analyse der Bechäftigtenstruktur und der Erstellung des Förderplans
- Mitwirkung bei der Umsetzung des Förderplan, bei allen sozialen, organisatorischen und personellen Maßnahmen, die diesen betreffen
- Beratung und Unterstützung der Mitarbeitenden in Fragen der Gleichstellung, der beruflichen Förderung und der Beseitigung von Benachteiligungen

Warum Geschlechtergerechtigkeit? Warum das Gleichstellungsgesetz?
Gerechtigkeit ist ein zentrales Thema auch in der Bibel. Gerechtigkeit heißt nicht, dass alle gleich sind oder gleich gemacht werden sollen, sondern dass alle Menschen die gleichen Chancen haben. Dazu dient das Gleichstellungsgesetz.

Rechtlich gesehen haben in Deutschland Männer und Frauen gleiche Rechten und gleiche Pflichten. Dadurch müssten in allen Bereichen des Lebens gleich viele Männer und Frauen tätig sein: in der Familienarbeit, in der Arbeit in den unteren Lohngruppen, in Führungspositionen, in Teil- und Vollzeit. Tatsächlich besteht aber immer noch ein starkes Gefälle von gut verdienenden Männern in Vollzeit zu schlecht verdienenden Frauen in Teilzeit in Deutschland.

Wie sieht es nun im kirchlichen Umfeld aus? Die Analyse der Beschäftigtenstruktur im Evangelischen Kirchenkreis Lennep soll darüber Auskunft geben. Wenn es Bereiche gibt, in denen Ungerechtigkeit herrscht, sollen diese beseitigt werden.

Wie steht es mit der Transparenz?
Die Ergebnisse der Analyse und Förderpläne können eingesehen werden. Da die Daten bis Ende Juli erhoben werden, werde ich mit der Auswertung ab August 2012 beginnen. Vor dem Herbst werden wohl noch keine Ergebnisse vorliegen. Über den jeweils aktuellen Stand gebe ich aber gerne Auskunft.
Maßnahmen und Förderpläne werden mit der MAV abgestimmt. Ein regelmäßiger Austausch findet statt.
Gespräche und Beratungen bleiben selbstverständlich vertraulich.

 

 



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