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für den 25.05.2012
Du sollst anbeten vor dem HERRN, deinem Gott, und sollst fröhlich sein über alles Gut, das der HERR, dein Gott, dir und deinem Hause gegeben hat.
5.Mose 26,10.11
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Fortbildungen
Grenzerfahrungen
Wie funktioniert Bildungsarbeit bei unseren europäischen Nachbarn? - Unter dieser Frage stand die Fortbildungsreise von etwa 30 Leiterinnen Evangelischer Kindertageseinrichtungen aus den Kirchenkreisen Solingen und Lennep im Oktober nach Belgien.
Herzlich empfangen wurden wir in Kettenis (bei Eupen) von Bernd Derichs dem dortigen Schulleiter und seinem Team. Die Primarschule Kettenis ist eine Dorfschule. Die Kinder, die diese Schule besuchen, werden nicht nur in eine kleine familiäre Schulgemeinschaft aufgenommen, sondern sollen auch der Dorfgemeinschaft angehören. Die Schulgemeinschaft ist ein wesentlicher Bestandteil des Dorfes und diese Rolle versucht sie aktiv zu leben.
Im Kindergarten werden die Kinder in 5 Klassen betreut: 2 Empfangsklassen für die Dreijährigen und 3 gemischte Klassen für die Vier- und Fünfjährigen. In der Primarschule werden 11 Jahrgangsklassenm unterrichtet. Die Unterrichtssprache ist Deutsch. Die Zweitsprache Französisch wird ab dem Kindergarten eingeführt.
Die „Klassen“ in der dortigen Elementarbereich entsprechen unseren „Gruppen“ in den Kindertageseinrichtungen. Alle „Gruppen“ sind im selben Gebäude untergebracht und es gibt einen regelmäßigen Ausstausch zwischen den KollegInnen im gesamten Haus. Somit wird eine lückenlose Begleitung der Kinder während der gesamten Verweildauer gewährleistet.
Auch wenn die politischen Rahmenbedingen, wie durch Herrn Derichs aufgezeigt, an vilen Stellen nicht mit den unseren zu vergleichen sind, ergaben sich doch sehr viele Eindrücke und Anregungen für die Arbeit vor Ort. Besonders der kollegiale Ausstausch zwischen den pädagogischen Fachkräften aus Belgien und unseren Kirchenkreisen brachte viele neue Impulse für beide Seiten. Leider konnten nicht alle Aspekte eingehend besprochen werden, da der Alltagsbetrieb nicht weiter strapaziert werden konnte und sollte. Gerne haben wir daher einen Gegenbesuch im Bergischen angeboten, um den Austausch auch längerfristig fördern und aufrechterhalten zu können. Einzelne Gesichtspunkte und Eindrücke dieses Besuches werden sicherlich in der nächsten Zeit noch in den Einrichtungen und den Leitungskonferenzen auf kirchenkreisebene ihren Platz finden.
An dieser Stelle möchte ich noch einmal ganz herzlich Herrn Derichs und seinen KollegInnen danken, die uns nicht nur sehr freundlich aufgenommen haben, sondern sehr geduldig unseren Fragen Rede und Antwort standen und ihren gesamten Tagesablauf auf unser Treffen hin, angepasst haben.
Beim kulturellen Rahmenprogramm dieser Fahrt durften natürlich ein Besuch im nahegelegenen Eupen und eine Stadtführung in Aachen mit einem gemeinsamen Abendessen nicht fehlen.
Stefan Friedrich
Fachberater im Evangelischen Kirchenkreis Lennep
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