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Losung

für den 18.04.2014

Du, Herr, bist gut und gnädig, von großer Güte allen, die dich anrufen.

Psalm 86,5

Wir in dieser Welt

Was ist dein einziger Trost im Leben und im Sterben?

Mit dieser Frage beginnt der Heidelberger Katechismus, ein Glaubenszeugnis aus dem 16. Jahrhundert, das bis heute für viele Christen seine Kraft entfaltet. Mutig und zugleich auch ganz schön schlicht ist es, von nur einem einzigen Trost auszugehen.

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Wir neigen eher dazu, uns breit aufzustellen, nach vielen Seiten abzusichern und alle Optionen offen zu halten. Hier dagegen werde ich direkt angesprochen, sogar geduzt, und man legt mir nahe, alles auf einen zu setzen. Gleich mit den ersten Worten rückt mir da jemand auf die Pelle und bringt es auf den Punkt: Du kannst Trost finden.

Darüber lohnt es sich nachzudenken. Wo brauche ich denn Trost? Wer oder was tröstet mich? Gibt mir Halt, fängt mich auf, ist verlässlich für mich da, gibt mir Geborgenheit und schenkt mir neue Perspektiven?Der morgendliche Blick in die Zeitung oder ins Fernsehen, die Begegnungen im Laufe des Tages, all die Fragwürdigkeiten unseres Lebens machen mir schnell bewusst, dass ich Trost brauche. Damit ich beim Blick auf mich und die anderen nicht ungeduldig und zynisch, hoffnungs- und ziellos, traurig und kraftlos werde.

Der Heidelberger Katechismus weiß auch eine Antwort auf die Frage nach dem Trost. In etwas altmodischer Wortwahl lautet sie: „Dass ich mit Leib und Seele, beides, im Leben und im Sterben, nicht mein, sondern . . . Jesu Christi eigen bin“. Das denkt noch einen Schritt weiter, an die Gelegenheiten, bei denen ich mir selber nicht vertrauen und deshalb bei mir keinen Trost finden kann. Das schreibt mein eigenes Können nicht klein. In vielen Situationen schaffe ich es, selbst für Leib und Seele zu sorgen. Eigen-mächtig. Aber dann, auf einmal, geht das nicht. Und dann gilt: Für meinen Trost muss ich nicht selber sorgen, weil ich in allen Lebenslagen zu Jesus Christus gehöre, der mir das abnimmt.

Pfarrerin Sibylle Karrer, Evangelische Seelsorgerin im Sana-Klinikum Remscheid
Sibylle.Karrer@Sana.de

 

 

12.06.2013



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