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1.Mose 26,24

Verwaltungsstrukturreform

Mit dem Blick für das Wesentliche

Er organisiert im Kirchenkreis Lennep die noch effizientere evangelische Verwaltung, freut sich, wieder in seiner Heimatstadt zu leben, und träumt von den Kanarischen Inseln: der Remscheider Frank Busch.   

Frank Busch, ab dem 01.01.2016 Leiter des Gemeinsamen Verwaltungsamtes im Evangelischen Kirchenkreis Lennep (Foto: Kirchenkreis Lennep) Frank Busch, ab dem 01.01.2016 Leiter des Gemeinsamen Verwaltungsamtes im Evangelischen Kirchenkreis Lennep (Foto: Kirchenkreis Lennep)

Frank Busch arbeitet seit dem 01. September 2014 im Evangelischen Kirchenkreis Lennep. Er ist in der Gemeindeverwaltung Lennep-Lüttringhausen tätig und widmet einen Teil seiner Arbeitszeit der Verwaltungsstrukturreform des Kirchenkreises. Ab dem 01. Januar 2016 wird er das neue Evangelische Verwaltungsamt leiten, das die bestehenden kirchlichen Verwaltungen im Kirchenkreis Lennep vereinen soll. Ein Amt, zwei Standorte (Haus der Kirche in Lennep und Gesamtverbandhaus in Remscheid-City) plus mehrere Vor-Ort-Büros in den Kirchengemeinden: So soll in Zukunft mehr Effizienz erreicht werden. Alle Mitarbeitenden aus den bisher vier Gemeindeämtern und der Kirchenkreisverwaltung werden in das neue gemeinsame Amt übernommen. Frank Busch sammelte bereits im Evangelischen Kirchenkreis Leverkusen Erfahrungen in der Zentralisierung von Verwaltung und im Change-Management.

Herr Busch, wie haben Sie ihre ersten Tage im Kirchenkreis erlebt?
Man kann es eigentlich mit zwei Sätzen beschreiben: „Ich habe mich gefühlt, als wäre ich nach Hause gekommen“ oder „Es schließt sich ein Kreis“. Hierzu muss man wissen, dass ich in Remscheid geboren bin, in Remscheid meine Ausbildung zum kirchlichen Verwaltungsfachangestellten absolviert habe und auch wieder seit vier Jahren in Remscheid wohne. Die kirchlichen und kommunalen Strukturen sowie etliche Menschen im Kirchenkreis Lennep sind mir wohl bekannt, was den Einstieg in meine neue Funktion wesentlich erleichtert (hat).

Was waren Ihre Eindrücke von der Verwaltung im Kirchenkreis?
Die vier Verwaltungsämter im Kirchenkreis Lennep sind allesamt personell unterschiedlich ausgestattet. Die kirchliche „rheinische Vielfalt“ spiegelt sich auch in den Verwaltungsämtern wieder. In allen Verwaltungsämtern habe ich qualifizierte und engagierte Mitarbeitende angetroffen, so dass ich zuversichtlich bin, dass mit diesem „Pfund“ die Verwaltungsstrukturreform gut umsetzbar sein wird. Nicht verschweigen darf man an dieser Stelle, dass ich schon den Eindruck habe, dass bei manchen Mitarbeitenden die Umstellung auf das NKF (Neues Kirchliches Finanzwesen) schon deutliche Spuren hinterlassen hat. Umso mehr empfinde ich es als meine Aufgabe, die Mitarbeitenden in dem neuerlichen Veränderungsprozess mitzunehmen, ihre Stärken herauszuarbeiten und sie bei der neuen Aufgabe bestmöglich zu unterstützen.

Wen oder was vermissen Sie in Remscheid?
Natürlich vermisse ich all die vertrauten Personen des bisherigen beruflichen Wirkungsfeldes. Auch vermisse ich an der einen oder anderen Stelle bekannte Prozessabläufe, die sich mir im neuen Wirkungskreis noch nicht gänzlich erschlossen haben, was mich aber nicht sonderlich verwundert. Da brauch' ich halt noch ein wenig Zeit!

Was vermissen Sie überhaupt nicht?
Das ist wirklich ganz einfach zu beantworten: Den täglichen Stau zwischen Burscheid und der Rheinbrücke in Leverkusen vermisse ich sicher überhaupt nicht, ebenso wie die langen Fahrzeiten zur bisherigen Arbeitsstelle im Kirchenkreis Leverkusen.

Was macht Ihnen am meisten Freude bei der Arbeit?
Es wird den einen oder anderen sehr erstaunen, aber ich freue mich sehr auf bevorstehende Veränderungsprozesse – nicht um der Veränderung willen, sondern um am Ende qualitativ bessere und schnellere Ergebnisse zu produzieren und damit ein wenig die Zufriedenheit bei den angeschlossenen Körperschaften, sei es bei den Leitungsorganen oder bei den ehren- oder hauptamtlich Mitarbeitenden, erzeugen zu können. Ich bin zuversichtlich, meine Fähigkeiten bei diesem Change-Management zielgerichtet und Erfolg bringend einsetzen zu können.

Welche Eigenschaft hätten Sie gerne?
Bei der Selbstreflektion erwische ich mich immer dabei, dass ich oftmals ungeduldig bin. In diesen Momenten wünsche ich mir immer, mehr Geduld zu haben und auch die notwendige Gelassenheit zu bewahren. Ja, das wünsche ich mir für meine zukünftige Aufgabe: Geduld und notwendige Gelassenheit!

Wie sind Sie zur evangelischen Verwaltung gekommen?
Nach erfolgreich abgeschlossenem Abitur habe ich nicht ganz freiwillig ein Studium an der RWTH Aachen als „Maschinenbauer“ aufgenommen. Diesen Fehlschritt habe ich nicht sonderlich schnell erkannt; erst nach fünf Semestern und der wiederholten Qual, den vorgeschriebenen Physik-Schein zu erhalten, habe ich mich entschieden zu exmatrikulieren. Wieder in Remscheid angekommen und „ausbildungssuchend“ in den Bereichen Verwaltung oder Bankkaufmann traf ich den damaligen Superintendenten des Evangelischen Kirchenkreises Lennep, Werner Lauff, dem ich aufgrund des Konfirmandenunterrichts und meines ehrenamtlichen Engagements in der Jugendarbeit der Stadtkirchengemeinde bekannt war. Bei dieser Begegnung haben wir unter anderem über meine beruflichen Perspektiven gesprochen und nach mehreren Gesprächen hatte Pfarrer Lauff es erreicht, dass ich in der Kirchengemeinde Lennep meine Verwaltungsausbildung absolvieren konnte. Hierdurch fühle ich mich bis heute der Evangelischen Kirche in besonderem Maße verpflichtet.

Was sind die größten Herausforderungen für die Verwaltung der evangelischen Kirche?
An dieser Stelle beschränke ich mich zunächst einmal auf die Verwaltungsstrukturreform. Für die Verwaltung – und damit auch für mich - wird es eine besondere Herausforderung sein, bei der Veränderung zu einer großen Verwaltungsorganisation den Blick für das Wesentliche nicht zu verlieren. Für mich ist das Wesentliche, dass die Kirchengemeinden und der Kirchenkreis mit seinen Aufgaben immer im Blick bleiben, dass die gemeindliche Arbeit weiterhin verwaltungsseitig unterstützt wird und die Gemeindenähe erhalten bleibt. Bei den unterschiedlichsten Anforderungen nach Effizienz, Kostenminimierung, Transparenz und klaren Prozessen wird das eine besondere Herausforderung für die Verwaltung bedeuten. Ebenso wird es Aufgabe des Verwaltungsamtes sein, die Leitungsgremien hinsichtlich rückläufiger Gemeindegliederzahlen und dementsprechend auch weniger Kirchensteuermitteln so zu unterstützen, dass eine lebendige Gemeinde auch weiterhin erfahrbar und spürbar ist.

Wird das neue evangelische Verwaltungsamt, das die bisherigen Ämter vereint, die Verwaltungsarbeit für den Kirchenkreis verteuern (Kosten für höhere Dotierungen von leitenden Mitarbeitenden und geplante Neueinstellungen) oder günstiger machen?
Die Frage ist für mich relativ einfach zu beantworten. Es gibt die Vorgabe, dass alle Mitarbeitenden übernommen werden sollen. Eine Stellenerweiterung ist nicht vorgesehen. Einige Mitarbeitende haben bereits angekündigt, dass sie nicht mit in das neue Verwaltungsamt übergehen. Diese anstehende Fluktuation schafft Spielräume zur Kompensation der von Ihnen angesprochenen höheren Dotierungen. Ich gehe davon aus, dass wir es erst einmal schaffen werden, mit dem gemeinsamen neuen Verwaltungsamt bei gleichbleibenden Kosten zum 01.01.2016 unsere Arbeit aufzunehmen. Langfristiges Ziel muss sein, durch effizientere Abläufe auch Kosten einzusparen. Das kann aber nur gelingen, wenn keine neuen Aufgaben dem Verwaltungsamt übertragen werden.

Welche Schwerpunkte möchten Sie im Kirchenkreis setzen?
Als Verwaltungsleiter obliegt es mir nicht „kirchenpolitische Schwerpunkte“ zu setzen, das ist auch nach der Verwaltungsstrukturreform immer noch Aufgabe der entsprechenden Leitungsorgane. Ich kann diese Frage nur dahingehend beantwortet, dass ich es als einen meiner Schwerpunkte ansehe, die Leitungsgremien mit innovativen Ideen hinsichtlich Finanzierung, Fundraising und Umstrukturierungsprozessen bestmöglich verwaltungsseitig zu unterstützen.

Welchen Traum würden Sie sich persönlich gerne erfüllen?
Ich habe wirklich einen Traum und ich wünsche mir, dass ich bei Erreichen der Pensionsgrenze noch einmal den Wohnsitz wechseln kann. Ich möchte gerne meinen Lebensabend unter kanarischer Sonne verbringen, weil mir das Klima dort so unendlich gut tut und ich das Gefühl von Freiheit und Unbekümmertheit dort immer wieder erlebt habe. Aber nur Gott alleine weiß, ob mir das vergönnt sein wird!

Wie, wo und wann sind Sie persönlich zu erreichen?
Sie erreichen mich in der Regel montags bis donnerstags zu den üblichen Bürozeiten zwischen 8 und 16 Uhr und freitags zwischen 8 und 12 Uhr telefonisch unter 02191-9331410 und per E-Mail unter busch@kklennep.de

Zu den Aufgaben von Frank Busch gehören unter anderen....

• Organisationsaufbau des gemeinsamen Verwaltungsamtes
• Beratung des Kreissynodalvorstandes und der Kreissynode
• Zuständig für das kirchenaufsichtliche Genehmigungsverfahren, was auf den Kirchenkreis delegiert ist
• Personalentwicklung
• Dienst- und Fachaufsicht über die Mitarbeitenden des Verwaltungsamtes
• Mitarbeitereinsatz
• Mitarbeiterführung
• Arbeitsprozessanalyse
• Schnittstellenidentifizierung und Ausprägung
• u. v. m.

 

24.11.2014



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