27. bis 29.9.2019
Friedensfest

Tatsächlich Frieden

Vom 27. bis 29. September 2019 veranstaltet der Kirchenkreis Lennep ein Wochenende ganz im Zeichen des Friedens. Hier finden Sie weitere Informationen.

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Diakonisches Werk
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Donnerstag, 27. Juni, 10.00 Uhr
Gottesdienst im Haus Clarenbach
Kirche Lüttringhausen
Sonntag, 30. Juni, 10.00 Uhr
Gottesdienst im ev. Gemeindehaus Lüttinghausen
Kirche Lüttringhausen
Sonntag, 30. Juni, 10.00 Uhr
Ökumenischer Kindergottesdienst im Gemeindehaus
ev.Gemeindehaus Lüttringhausen

 

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Losung

für den 24.06.2019

Haben wir Gutes empfangen von Gott und sollten das Böse nicht auch annehmen?

Hiob 2,10

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Frauen stark machen

Murekatetes Weg aus der Armut

Nach dem Völkermord eröffnete ein Selbsthilfe-Programm der Kindernothilfe ruandischen Frauen die Perspektive auf ein neues, selbstbestimmtes Leben. Heute fördert die Kinderrechtsorganisation dort 240.000 Kinder und deren Familien.

Im Frühjahr 1994 endete ihr bisheriges Leben abrupt: Der Genozid in Ruanda zerstörte auch die Familie von Murekatete. Zwar überlebte sie das Morden, weil sie vor dem tobenden Mob in den benachbarten Kongo fliehen konnte. Doch als die Ruanderin einige Monate später hochschwanger und mit je einem weiteren Kind an der Hand zurückkehrte, war sie heimatlos im eigenen Land. Und bettelarm dazu.

Mutter und Kinder lebten zunächst unter einer Plane, die sie vom UN-Flüchtlingshilfswerk bekommen hatten. Mit Lebensmittelspenden der Uno und kleinen Jobs hielt Murekatete sich und die Kinder gerade so über Wasser. Ohne Hoffnung, ohne Perspektive. Freundschaften, soziale Beziehungen und Vertrauen waren vergiftet durch das vorangegangene Morden. „Ich trug Bitterkeit in mir. Ich hatte Nachbarn, doch sah ich sie als Feinde, als Menschen, die zu meinem Leid und dem Verlust geliebter Menschen beigetragen hatten“, sagt sie über ihre damalige Lage.

Ihr neues Leben begann, als Murekatete in Kontakt mit einem Hilfsprojekt der Kindernothilfe kam. Es motivierte Frauen, in einer Selbsthilfegruppe ihr Leben wieder in die Hand zu nehmen. Gemeinsam sparte die Gruppe zunächst kleinste Beträge in einem Fonds an. Aus dem Ersparten gewährten sich die Frauen dann untereinander Kredite für kleine Anschaffungen und Investitionen. Das geliehene Geld musste mit Zinsen zurückgezahlt werden.

„In der Selbsthilfegruppe schlossen wir Freundschaften und unterstützten uns gegenseitig bei der Suche nach Problemlösungen“, erinnert sich Murekatete. Mit der Zeit konnten die Frauen größere Investitionen in Angriff nehmen. Heute hat Murekatete neun Zimmer, die sie vermietet. Ihr Einkommen ist gesichert. Ihre Kinder konnten die Schule und die Universität besuchen. In ihrem Lebensumfeld ist die Ruanderin eine angesehene Persönlichkeit.

 

Die Kindernothilfe ist in Zusammenarbeit mit ihrem lokalen Partner African Evangelistic Enterprise Rwanda (AEE) seit 1994 in dem ostafrikanischen Land tätig. Zurzeit schützt, stärkt und fördert sie dort 240.000 Kinder, deren Familien und Gemeinschaften durch Selbsthilfegruppen-Arbeit in elf Projekten. Die Selbsthilfegruppen unterstützen auch bei der Aufarbeitung grausamer Erfahrungen aus der Zeit des Völkermords.

Die Arbeit für Versöhnung und Frieden braucht Mut, Zeit, Durchhaltevermögen - und Geld. Auf der Website story.ekir.de/ruanda besteht auch die Möglichkeit online zu spenden.

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ekir.de / Raoul Mulzer/Kindernothilfe, uks / 18.06.2019



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