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Losung

für den 19.02.2018

Gefällt es euch nicht, dem HERRN zu dienen, so wählt euch heute, wem ihr dienen wollt. Ich aber und mein Haus wollen dem HERRN dienen.

Josua 24,15

Bei einer Pressekonferenz präsentierten Superintendent Hans-Peter Bruckhhoff (Mitte) und Referentinnen und Referenten des Kirchenkreises die Inhalte zum Themenjahr. Bei einer Pressekonferenz präsentierten Superintendent Hans-Peter Bruckhhoff (Mitte) und Referentinnen und Referenten des Kirchenkreises die Inhalte zum Themenjahr.

Themenjahr

„Unseren Beitrag zum Frieden einbringen“

„Frieden geht anders“ ist das Motto des neuen Themenjahres  im Evangelischen Kirchenkreis Aachen. Dazu sind zahlreiche Veranstaltungen und Aktionen in Kirchenkreis, Gemeinden und Einrichtungen geplant , unter anderem eine Ausstellung.

„Wie können wir Frieden gewinnen und bewahren? Angesichts der weltpolitischen Entwicklung stellt sich diese Frage mit wachsender Dramatik“, sagte Superintendent Hans-Peter Bruckhoff  zu Beginn des neuen Themenjahrs 2018 im Evangelischen Kirchenkreis Aachen.

Die Rolle der Religionen sei teilweise in Verruf geraten dadurch, dass Gewalt und Terror in ihrem Namen verübt wurden und werden. „In dieser Situation sind wir auch als Christen herausgefordert, unsere Sicht, unsere Hoffnung und unseren Beitrag zum Frieden einzubringen.“

Das Themenjahr steht deshalb unter dem Motto „Frieden geht anders“. Geplant sind dazu eine ganze Reihe von Veranstaltungen und Aktionen in den verschiedenen Regionen des Kirchenkreises. Vorgestellt wurden diese zum Auftakt des Jahres im Haus der Evangelischen Kirche in Aachen.

Aktiv gewaltfreie Lösungen suchen

Superintendent Bruckhoff sagte bei der Vorstellung des Themenjahres, die evangelische Kirche sei sich ihrer „Schuld und Schuldverflochtenheit“ durchaus bewusst. In der Geschichte seien Gewalt und Krieg von ihr angefacht, befeuert und legitimiert worden und bis hin in die Gegenwart sei sie darin verstrickt.

Gerade deshalb aber sei es Aufgabe der Kirche heute umzukehren, eine „Kirche des gerechten Friedens zu werden“ und mit einer Haltung der Gewaltfreiheit zu handeln. Bruckhoff nahm damit Bezug auf das „Friedenswort“ der Evangelischen Kirche im Rheinland, das die Landessynode 2018 zuvor verabschiedet hatte.

„Im Jahr 2018 gedenken wir des Ausbruchs des Dreißigjährigen Krieges im Jahr 1618 und des Endes des Ersten Weltkriegs vor 100 Jahren“, sagte der Superintendent. „Aber auch heute darf unser ressourcenintensiver Lebensstil nicht mit militärischen Interventionen gesichert werden. Wir dürfen nicht die Ermordung von Menschen an den EU-Außengrenzen tolerieren. Stattdessen müssen wir aktiv gewaltfreie Lösungen suchen, selbst wenn sie eigene, auch wirtschaftliche, Interessen berühren.“

Ausstellung im April und Juni in Aachen, Gemünd und Alsdorf zu sehen

Konkrete Vorhaben für das Themenjahr „Frieden geht anders“ im Kirchenkreis Aachen präsentierten die Referentinnen und Referenten des Kirchenkreises für Schule, Jugend und Erwachsenenbildung sowie Vertreterinnen und Vertreter für die Regionen Aachen, Nordkreis und Eifel.

Einer der Kernpunkte ist eine Ausstellung mit dem Titel „Frieden geht anders“, die im April in Aachen, und im Juni zunächst in Gemünd und danach in Alsdorf zu sehen sein wird. Die Ausstellung wurde von „Zentrum Oekumene“ der Evangelischen Kirchen von Kurhessen- Waldeck sowie Hessen und Nassau erarbeitet. Sie richtet sich vor allem an Jugendliche, aber auch an Erwachsene, und zeigt an neun Beispielen von Mosambik bis zum Baltikum gelungene Möglichkeiten von Friedensarbeit. Die Inhalte werden auf Roll-ups, Mediastationen mit Touchscreens und durch Anschauungsobjekte vermittelt.

„In meiner Arbeit erfahre ich immer wieder, dass das Thema Frieden im Moment viele Jugendliche beschäftigt“, sagte Schulreferentin Folke Keden-Obrikat. „Die Konflikte in Syrien, zwischen den USA und Korea und auch Terroranschläge in Europa machen vielen Angst, und sie wollen wissen, was sie selbst tun können und ob man Religion eine Chance geben kann.“

Interreligiöse Spaziergänge, Vorträge und eine Reise für junge Erwachsene

Der Kirchenkreis Aachen und seine Gemeinden greifen diese Sorgen auf und stellen sich auch der Ablehnung von Religion, welche in diesem Zusammenhang oft geäußert wird. So gibt es beispielsweise eine Lehrerfortbildung über das Konflikt- und Friedenspotential von Religionen, interreligiöse Stadtspaziergänge, einen christlich-muslimisch-jüdischen Dialog zu Friedenstexten, und Vorträge der Evangelischen Stadtakademie zu Themen wie „Wer Waffen sät, wird Flüchtlinge ernten“ oder „Der Krieg vor dem Krieg – Welche Rolle spielen die Medien?“.

Das Jugendreferat plant in einem besonderen Projekt eine Reise von jungen Erwachsenen auf der umgekehrten „Balkanroute“ von Aachen bis zur griechischen Insel Lesbos, auf der die Teilnehmenden sich mit Flüchtlingspolitik auseinandersetzen. Ein Austausch mit der Aachener Partnerstadt Halifax zum Remembrance Day bzw. Volkstrauertag anlässlich des Weltkriegsendes 1918 ist ebenso geplant wie Friedensgebete und Pilgerwege zum Thema. Kooperationen mit Schulen und anderen Akteuren werden derzeit organisiert.

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ekir.de / Kirchenkreis Aachen/Caren Braun, Foto: Caren Braun / 18.01.2018



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