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für den 23.10.2017

Befiehl dem HERRN deine Werke, so wird dein Vorhaben gelingen.

Sprüche 16,3

Leben und Glauben

Stationen des Lebens

Taufe
Konfirmation
Hochzeit
Beerdigung

Taufe

Mit der Taufe wird ein Mensch in die christliche Gemeinschaft aufgenommen. Ihm oder ihr wird Gottes Schutz und Segen zugesprochen. Diese Zusage behält ihre Gültigkeit für das ganze Leben. Deshalb bleibt die Taufe gültig auch bei einem Wechsel der Konfession oder dem Austritt aus der Kirche.

Vorbereitung der Taufe

Wenn Sie Ihr Kind oder sich selbst taufen lassen wollen, wenden Sie sich bitte an das Pfarramt Ihrer Kirchengemeinde. Die Pfarrerin oder der Pfarrer werden einen Termin mit Ihnen vereinbaren, um das Fest in Ruhe besprechen zu können.

Bitte halten Sie zu diesem Gespräch die Geburtsurkunde des Täuflings bereit. Die Standesämter stellen bei Geburten in der Regel eine Bescheinigung "für religiöse Zwecke" aus. Bei erwachsenen Taufinteressenten ist das Familienstammbuch ausreichend. Sollten Sie vor dem Gespräch das Anmeldeformular zur Taufe schon erhalten haben, füllen Sie es bitte vor dem Gespräch aus.

Bei einer Kindertaufe ist es wertvoll, wenn neben den Eltern auch die Patinnen und Paten bei dem Vorgespräch dabei sind. Sie haben eine wichtige Funktion im Taufgottesdienst.

Bei diesem Treffen wird besprochen, wie die Tauffeier ablaufen soll. Bei vielen Elementen (den Liedern, der Musik, den Fürbitten, der Taufkerze) können Sie die Feier mitgestalten. Vorschläge wird Ihnen Ihr Pfarrer, Ihre Pfarrerin machen.

Wichtig ist die Auswahl eines Taufspruches. Dieser biblische Vers soll den Getauften oder die Getaufte ein Leben lang begleiten. Wählen Sie ihn mit Sorgfalt aus und besprechen Sie mit Ihrer Pfarrerin die Entscheidung.

Häufige Fragen zur Taufe

Wie alt sollte mein Kind zur Taufe sein?
Unsere Kirche tauft aus Glaubensgründen bereits Kleinkinder. Daneben ist eine Taufe in jedem Alter möglich. Besprechen Sie Ihre Einschätzungen und Fragen am besten einmal mit einer Pfarrerin oder einem Pfarrer.

Wer kann Taufpate oder Taufpatin werden?
Alle getauften und konfirmierten evangelischen Christen. Patin oder Pate kann nicht werden, wer keiner christlichen Kirche oder wer einer Sekte angehört. Wer aus der Kirche ausgetreten ist, hat damit auch das Recht aufgegeben, Taufpate zu sein.

Was ist eine Patenbescheinigung?
Kommt der Pate oder die Patin nicht aus der Kirchengemeinde des Täuflings, werden Sie um eine Patenbescheinigung gebeten. Die stellt das Pfarramt der Kirchengemeinde aus, wo der Pate oder die Patin wohnt. Die Patenbescheinigung bestätigt die Kirchenzugehörigkeit der Patin, des Paten.

Müssen die Eltern Mitglied der Kirche sein?
Die Eltern verpflichten sich während der Taufhandlung zur christlichen Erziehung ihres Kindes. Deshalb sollte ein Elternteil Mitglied einer christlichen Kirche sein.

Gibt es eine ökumenische Tauffeier?
Obwohl die evangelische Taufe in fast allen Kirchen Gültigkeit hat, gibt es noch keine gemeinsame ökumenische Tauffeier. Es gibt allerdings viele Möglichkeiten, ökumenische Elemente in die Tauffeier einfließen zu lassen. Fragen Sie Ihren Pfarrer, Ihre Pfarrerin.

Konfirmation

Das Wort Konfirmation kommt aus dem Lateinischen und meint soviel wie "Bestärkung, Bekräftigung". Das Bekenntnis zum christlichen Glauben, das bei der Taufe des Kleinkinds Eltern und Paten stellvertretend gesprochen haben, wird nun im Rahmen eines feierlichen Gottesdienstes von den Heranwachsenden selbst gesprochen und damit bekräftigt. Mit der gemeinsamen Feier des Abendsmahls und der Segnung werden die Jugendlichen als Mitglieder der Gemeinde bestätigt. Sie können und sollen am Gemeindeleben teilnehmen und allmählich selbst Verantwortung übernehmen, z. B. als Paten oder bei Kirchenvorstandswahlen.

Der Konfirmation geht eine ein- bis zweijährige Vorbereitungszeit in der Gruppe voraus. In dieser Zeit sollen die Konfirmandinnen und Konfirmanden mit grundlegenden Aussagen des christlichen Glaubens vertraut gemacht werden und das Leben der Gemeinde kennen lernen. Sie sollen auch selbst zeigen, wie sie ihren Glauben verstehen und gestalten.

Jugendliche, die nicht getauft sind, können an der Konfirmandengruppe teilnehmen. Wollen sie getauft werden, kann dies während der Konfirmandenzeit oder bei der Konfirmation selbst geschehen.

Wenn Sie Fragen zur Konfirmation haben, wenden Sie sich bitte an Ihre Kirchengemeinde.

Trauung

In der Trauung empfängt das Brautpaar den Segen Gottes. Den beiden Liebenden wird in der gottesdienstlichen Feier versichert, dass Gottes Segen sie in ihrem Wagnis "Ehe" begleitet. Denn es ist alles andere als selbstverständlich, dass zwei Menschen mit ihren je eigenen Träumen und Wünschen, Lebensplänen und -geschichten, Fähigkeiten und blinden Flecken eine feste und lebenslange Beziehung eingehen wollen und können.

Dass sie eine dauerhafte Beziehung wollen, machen die Brautleute im Trauversprechen öffentlich. Sie bringen vor der Festgemeinde und Gott zum Ausdruck, was sie einander bedeuten und dass sie sich einander versprechen. Die Liebe zwischen Mann und Frau ist ein Geschenk Gottes. Dem verbindlichen Miteinander gilt Gottes Verheißung für gute und schlechte Tage "bis dass der Tod euch scheidet". Mit ihrem Versprechen verschließen die Brautleute nicht die Augen vor der traurigen Tatsache, dass Ehen scheitern können. Sie zeigen einander und der Gemeinde damit jedoch die Bereitschaft, ihre Liebe zu gestalten und wachsen zu lassen und in schweren Zeiten alles ihnen mögliche für das Miteinander zu geben.

Vorbereitung der Trauung

Das Brautpaar meldet frühzeitig, d.h. mehrere Monate vor dem geplanten Termin, im Pfarramt des Trauortes den Wunsch einer kirchlichen Trauung an. Mit der Pfarrerin, dem Pfarrer kommt es dann zu einem Vorbereitungsgespräch. Für dieses Gespräch gibt es kaum feste Regeln. Meist geht es aber um die Gestaltung des Gottesdienstes und um das Paar selbst: die Liebe, wie sich beide kennen gelernt haben, was ihnen an einander wichtig ist und was sie von ihrer Beziehung erwarten.

Das Brautpaar kann sich auf das Gespräch mit folgenden Fragen vorbereiten:
Gibt es einen Bibelspruch, einen Liedvers oder sonst einen Text, der uns beiden viel bedeutet?
Wollen wir Lieder und Musik mit auswählen?
Sollen Verwandte und Freunde den Gottesdienst mitgestalten?
Welche Blumen wünschen wir uns in der Kirche?
Das kirchliche Trauformular können Sie sich vorab von Ihrem Pfarramt zuschicken lassen und dann ausgefüllt zum Traugespräch mitbringen.

Und nicht vergessen: Das Familienstammbuch spätestens zur kirchlichen Trauung mitbringen. Für die rheinische Landeskirche ist die Heirat auf dem Standesamt der rechtsverbindliche Akt. Erst wenn ein Paar standesamtlich verheiratet ist, kann die kirchliche Trauung gefeiert werden.

Häufige Fragen zur Trauung

Wir möchten ökumenisch getraut werden. Ist dies möglich?
Was der Volksmund mit ökumenischer Trauung bezeichnet, ist leider noch keine echte gemeinsame Trauung der beiden großen Konfessionen. Es wird entweder die römisch-katholische Trauung in einer römisch-katholischen Kirche gefeiert mit Beteiligung eines evangelischen Pfarrers, einer evangelischen Pfarrerin. Oder aber die Trauung findet in einer evangelischen Kirche statt mit Beteiligung eines römisch-katholischen Pfarrers, dann ist es eine evangelische Trauung. In beiden Fällen empfiehlt es sich, besonders frühzeitig den Kontakt mit dem Pfarramt aufzunehmen.
Wünschen beide eine evangelische Trauung, sollte die römisch-katholische Ehepartnerin, bzw. der -partner vor der Trauung in seiner katholischen Pfarrei die "Befreiung von der Formpflicht" (Dispens) beantragen.

Können wir kirchlich getraut werden, wenn ich oder mein Partner, meine Partnerin nicht Mitglied der Kirche ist?
Ja, unter bestimmten Umständen. Ist der Partner, die Partnerin Mitglied einer christlichen Kirche, die sich in der Arbeitsgemeinschaft christlicher Kirchen (ACK) zusammen geschlossen haben, wird die übliche Trauung gefeiert. Im Traugespräch sind die relevanten Fragen offen zu benennen.
Gehört der Partner oder die Partnerin keiner christlichen Kirche an, kann ein "Gottesdienst anlässlich der Eheschließung zwischen einem evangelischen Christen und einem Nichtchristen" gefeiert werden. Dieser Gottesdienst respektiert die nicht-christliche oder ablehnende Haltung der Partnerin, des Partners - er ist keine Trauung. Einzelheiten erfahren Sie in ihrem Pfarramt.

Kann ich kirchlich getraut werden, wenn ich geschieden worden bin?
Geschiedene bringen in der kirchlichen Trauung den Wunsch nach Vergebung und Neuanfang zum Ausdruck. Beides schenkt Gott. Die erneute Trauung stellt die Kirche jedoch vor einen Konflikt. Das christliche Verständnis kennt nämlich keine zweite oder dritte Trauung. Die erste wird auch in keinem menschlichen Ritual aufgehoben. Der Pfarrer, die Pfarrerin wird in einem persönlichen Gespräch die Motive für den Wunsch nach einer kirchlichen Trauung erfragen. Daraufhin muss er, muss sie entscheiden, ob er, ob sie dem Wunsch des Paares entsprechen kann.
Ich hätte gern Erinnerungsfotos vom Gottesdienst, mich stört jedoch das Filmen und Fotografieren.
Sprechen Sie mit Ihrer Pfarrerin, Ihrem Pfarrer. Sie, er wird sicherlich mit Ihnen nach der Trauung noch für "gestellte" Fotos zur Verfügung stehen. Dann behält der eigentliche Gottesdienst seine ganze Würde und Andacht und für das Familienalbum ist auch gesorgt. Bitte weisen Sie auch rechtzeitig Ihre Gäste auf diesen Wunsch hin.

Kann ich in einer anderen Kirche oder im Grünen heiraten?
Grundsätzlich haben Sie die freie Wahl des Trauortes. Besprechen Sie Ihre Vorstellungen frühzeitig mit Ihrer Pfarrerin, Ihrem Pfarrer. Die Trauung fernab von Ihrer Kirchengemeinde hat jedoch einige Nachteile.
Was kostet die Trauung in einer evangelischen Kirche?
Die Gebühren variieren von Gemeinde zu Gemeinde, im Durchschnitt wird ein Pauschalbetrag zwischen 50 und 100 Euro verlangt. Verbindliche Auskunft erhalten Sie in ihrem Pfarramt.

Können gleichgeschlechtliche Paare heiraten?

Bei der Trauung eines gleichgeschlechtlichen Paares wird die Gemeinschaft des Paares unter Gottes Wort und Segen gestellt. Die Liebe zwischen zwei Menschen ist ein Geschenk Gottes, der die Menschen geschaffen hat.

In der Trauung empfängt das Paar den Segen Gottes: Gott möge das Paar begleiten. Denn es ist alles andere als selbstverständlich, dass zwei Menschen mit ihren je eigenen Träumen und Wünschen, Lebensplänen und -geschichten, Fähigkeiten und blinden Flecken eine feste und lebenslange Beziehung eingehen wollen und können.

Die evangelische Trauung ist ein Gottesdienst anlässlich der Eheschließung bzw. bei gleichgeschlechtlichen Paaren einer Eingetragenen Lebenspartnerschft mit Gebet, Liedern, Worten aus der Bibel, Predigt und dem Segen.

Wegen des Termins für die kirchliche Trauung, der nach der Eintragung der Lebenspartnerschaft liegen muss, sollte man sich frühzeitig mit der Pfarrerin oder dem Pfarrer in Verbindung setzen. Zuständig für die kirchliche Trauung ist das örtliche Pfarramt. Voraussetzung für die kirchliche Trauung ist, dass mindestens eine Partnerin bzw. ein Partner Mitglied der evangelischen Kirche ist.

http://www.ekir.de/www/service/trauung-gleichgeschlechtlicher-paare-20197.php

26.10.2011



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