Ökumenische Heilig-Rock-Wallfahrt?
Winfrid Krause

Der Trierer Bischof Ackermann hat für das Frühjahr 2012 wieder eine Heilig-Rock-Wallfahrt ausgeschrieben, die auch eine ökumenische Dimension haben soll. Schon 1996 war der damalige Präses Peter Beier mit einem Pilgerlied nach Trier gereist. Jetzt hat Präses Schneider auf der Landessynode die evangelischen Christen zur Teilnahme an der „Christuswallfahrt“ aufgefordert. In Zeiten der ökumenischen Stagnation scheint sich hier eine öffentlich wirksame Begegnung mit der Katholischen Kirche zu bieten.
Obwohl der Gedanke einer christlichen Auszeit und Reise zu christlichen Kirchen und Gedenkstätten sich seit Jahrzehnten größerer Beliebtheit erfreut, ist doch die katholische Reliquienverehrung evangelischen Christen fremd. Das Bistum Trier gibt selbst zu, daß der 1196 erstmals urkundlich erwähnte und 1512 beim Aufenthalt Kaiser Maximilians in Trier erstmals ausgestellte „Hl.Rock“ aller Wahrscheinlichkeit nicht echt ist.
(Der katholische Kirchenhistoriker Erwin Iserloh hält ihn für eine „sekundäre Berührungsreliquie“, die ein christlicher Pilger durch die Berührung des Grabes Jesu in Jerusalem „geheiligt“ habe. So U.Bartmann, Ein „Reisefüher“ zum Heiligen Rock, 2010, S.73f.) Luther warnte deshalb in seiner Schrift „An den christlichen Adel deutscher Nation“ 1520 vor der unvernünftigen und zur Werkgerechtigkeit verführenden Wallfahrt und sprach vom „Beschiss mit unsers Herrn Rock zu Trier“ und vom „großen Jahrmarkt“ des Teufels (WA 6, 437f.447f.; 30/II, 296f.; 30/III, 315).
Es ist daher die Frage, ob sich das unechte Untergewand Jesu in Trier wirklich für die Ökumene eignet. Das Textil wird zwar im Text des Neuen Testaments erwähnt (Joh 19,23f.), dient dort jedoch wie viele Details der Passionsgeschichte als Beispiel, wie die alttestamentlichen Verheißungen Gottes in Christus in Erfüllung gehen (vgl. Ps 22,19). Es gibt aber kein Gebot des Herrn, zu seinem Rock zu pilgern, und keine biblische Verheißung für solche Wallfahrten. Die Deutung des ungeteilten Rockes auf die ungeteilte Kirche Jesu Christi ist ebenfalls nicht biblisch, sondern begegnet bei den Kirchenvätern. Erst bei den letzten Hl.Rock-Wallfahrten hat man sie für die Ökumene verwandt. Der aus verschiedenen Stoffen verschiedener Zeiten zusammengenähte Trierer Rock könnte aber genauso als Abbild der verschiedenen christlichen Kirchen und der Vielfalt der Konfessionen verstanden werden. Weltweit werden an über 50 Orten Heilig-Rock-Reliquien aufbewahrt.
Mit der Wallfahrt zum Hl.Rock ist außerdem seitens der Katholischen Kirche nach wie vor ein Ablaß verbunden – eine der Bibel, wo Gottes Gnade frei und umsonst ist (Mt 10,8f.; Röm 3,24; 4,4; 11,6; 2.Kor 11,7; Offb 21,6; 22,17), widersprechende und für evangelische Christen höchst anstößige Praxis, die 1517 in ihrer mit Geld verbundenen Form die Reformation auslöste.
Was uns Jesus hinterlassen und aufgetragen hat, ist vielmehr sein Evangelium und die Feier seiner Sakramente: „Predigt das Evangelium aller Kreatur!“ (Mk 16,15) „Taufet sie auf den Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes!“ (Mt 28,19) „Solches tut zu meinem Gedächtnis!“ (Lk 22,19) Wir Christen sollen uns nicht um toten Stoff, sondern um das lebendige Wort, die Hl.Taufe, den lebendigen Leib und das aus Liebe vergossene Blut Jesu Christi versammeln. Wir brauchen nicht nach Trier, Rom, Santiago Compostela, Lourdes, Jerusalem oder Mekka zu pilgern, sondern sollen Gott „im Geist und in der Wahrheit anbeten“ (Joh 4,24), wo wir auch sind. Wo zwei oder drei sich in Jesu Namen versammeln, haben sie die Verheißung, daß der Herr „mitten unter ihnen ist“ – „bis an der Welt Ende“ (Mt 18,20; 28,20).
Pfr. Winfrid Krause, Vorsitzender des Lutherischen Konvents im Rheinland, Thalfang, 11.04. 2012
Nicht länger schweigen!
Thomas Berke

Im Iran befindet sich Pastor Youcef Nadarkhani in der Todeszelle. Sein einziges Verbrechen: Er ist als Muslim Christ geworden. Darauf steht im Iran die Todesstrafe.
Sein Schicksal steht für eine mindestens vierstellige Zahl von Christen im Iran, Pakistan und Afghanistan, die wegen ihres Glaubens im Gefängnis sitzen oder zum Tode verurteilt wurden. Ein Großteil dieser Christen sind ehemalige Muslime. Sie haben vom Evangelium gehört und sich unter Lebensgefahr taufen lassen. Christliche Konvertiten sind in vielen islamischen Ländern rechtlos, vogelfrei und von Terrorgesetzen bedroht. Um es klarzustellen: Diese Barbarei geschieht nicht etwa im Mittelalter, sondern jetzt im März 2012.
Christen aus den traditionellen Kirchen sind in islamischen Ländern meist Bürger zweiter Klasse und vielen Benachteiligungen ausgesetzt. In Pakistan gibt es ein Gesetzt, das Nicht-Muslime von allen Sozialleistungen des Staates ausschließt. Mittellosen christlichen Eltern werden oft die Kinder weggenommen und zum Islam zwangskonvertiert, zur Prostitution gezwungen oder in islamistische Terrorcamps verschleppt. Die traditionellen Kirchen werden mit staatlichen Gewaltmaßnahmen bedroht, wenn sie ehemalige Muslime taufen oder in die Gemeinde aufnehmen.
Dies alles geschieht weitgehend unbemerkt von der weltweiten Christenheit. Nur wenige wissen um die Notlage der christlichen Minderheiten in islamischen Ländern. Die Existenz von christlichen Konvertiten ist den meisten gänzlich unbekannt. Woran liegt es, dass wir uns bislang so schwer tun mit der brutalen Unterdrückung der christlichen Konvertiten in islamischen Ländern? Liegt es daran, dass es sie im Sinn der "abrahamitischen Ökumene" gar nicht geben dürfte? Oder liegt es daran, dass man sich vor der Gewalttätigkeit islamistischer Fanatiker fürchtet? Nichts fürchten Unrechtsregime mehr, als dass ihre Verletzungen der Menschenrechte öffentlich gemacht werden. Pastor Nadarkhani ist noch nicht hingerichtet worden, weil sich in den vergangenen Wochen Politiker und Kirchen für ihn öffentlich eingesetzt haben, und weil in vielen Gottesdiensten für ihn gebetet wurde.
Es ist an der Zeit, dass Kirche und Christen sich der Christen in islamischen Ländern annehmen, öffentlich das Menschenrecht der Glaubensfreiheit in islamischen Ländern einfordern und für die Verfolgten beten. Damit wir nicht später wie unsere Väter eingestehen müssen, dass wir "nicht mutiger bekannt, nicht treuer gebetet, nicht fröhlicher geglaubt und nicht brennender geliebt haben."
Pfarrer Thomas Berke, März 2012, Mülheim (Mosel)
Neuer Mißbrauchsfall im Bistum Trier
Winfrid Krause
Wie der Trierische Volksfreund und der Spiegel berichten, hält im Bistum Trier ein 1995 wegen sexuellen Mißbrauchs von 15 (!) Mädchen zu zweijähriger Bewährungsstrafe verurteilter Priester in einer Pfarrei im Saarland wieder die Hl. Messe. Man fragt sich: Wie kann der von der Katholischen Bischofskonferenz in Deutschland zum Mißbrauchsbeauftragten ernannte Bischof Ackermann in seiner Diözese einen solchen Priester dulden? Ist der Priestermangel mittlerweile so groß, daß auch rechtskräftig verurteilte Straftäter heimlich dazu eingesetzt werden? Was muß eigentlich noch alles passieren, bis die Katholische Kirche den 1139 eingeführten Zölibat, der immer wieder zu solchen traurigen sexuellen Verirrungen führt, wieder aufhebt? Warum werden Menschen, die sich zum Dienst in der Kirche berufen fühlen, erst durch die Priesterweihe mit einem besonderen Heiligenschein versehen, bevor viele in der Not nicht gelebter Sexualität sich schließlich an Kindern vergehen? (vgl. Matth 18,6ff.) Ist die gegenwärtige Katholische Kirche überhaupt noch fähig zu einer wirklichen Reform? Braucht sie vielleicht wieder eine Reformation?
Von der Evangelischen Kirche im Rheinland oder gar dem EKD-Ratsvorsitzenden Schneider wird man freilich keinen gutgemeinten oder kritischen Rat in dieser Sache hören. Man geht zwar dem Reformationsjahr 2017 entgegen, hält aber ansonsten an einer profillosen Kuschelökumene fest. Evangelische Kirchenfürsten pilgern lieber öffentlichkeitswirksam zum „Hl. Rock“ nach Trier, als zum Himmel schreiende Mißstände öffentlich beim Namen zu nennen. Und ist nicht die sog. Homoehe mittlerweile auch in Evangelischen Pfarrhäusern erlaubt und wird in Evangelischen Kirchen gesegnet? Die Hl.Schrift vertritt hier freilich eine andere Position. Die alttestamentlichen Propheten, deren Wächteramt man in der Politik gerne wahrnimmt, und unser Herr Jesus Christus haben im Tempel Gottes klar und deutlich das Wort ergriffen (Jes 5; Jer 7; Mk 11+12). Für Christen, die die Bibel und die Reformation Martin Luthers schätzen, ist das auch heute notwendig, damit die ökumenische Annäherung der Kirchen kein geheuchelter Schein bleibt, sondern wirklich möglich wird.
Pfarrer Winfrid Krause, Thalfang, Vorsitzender des Lutherischen Konvents im Rheinland
"Wer seine Hand an den Pflug legt und sieht zurück, der ist nicht geschickt für das Reich Gottes.“
Andacht über Lukas 9, 62, gehalten von Andreas Bollengraben auf der Konventstagung am Sonntag Okuli, dem 11. März 2012 in Brühl
Aus dem Evangelium des heutigen 3. Sonntags der Passionszeit - Okuli
Lukas 9, 57-62:
57 Als sie auf dem Wege waren, sprach einer zu Jesus: „Ich will dir folgen, wohin du gehst.“58 Und Jesus sprach zu ihm: „Die Füchse haben Gruben, und die Vögel unter dem Himmel haben Nester; aber der Menschensohn hat nichts, wo er sein Haupt hinlege.“
59 Und er sprach zu einem andern: „Folge mir nach!“ Der sprach aber: „Herr, erlaube mir, dass ich zuvor hingehe und meinen Vater begrabe.“60 Aber Jesus sprach zu ihm: „Lass die Toten ihre Toten begraben; du aber geh hin und verkündige das Reich Gottes!“
61 Und ein andrer sprach: „Herr, ich will dir nachfolgen; aber erlaube mir zuvor, dass ich Abschied nehme von denen, die in meinem Haus sind.“ 62 Jesus aber sprach zu ihm: „Wer seine Hand an den Pflug legt und sieht zurück, der ist nicht geschickt für das Reich Gottes."
Es gibt Bibeltexte, die schwierig sind, weil wir sie nicht ohne Weiteres verstehen; und es gibt Bibeltexte, die sind schwierig, weil wir sie nur allzu gut verstehen. Das Evangelium dieses Sonntags lässt an Klarheit nichts zu wünschen übrig.
Harte Worte, die Jesus da sagt. Kaum verständlich, wie grob er die Leute abfahren lässt. Da kommen Menschen, wollen Jesus nachfolgen, wollen mitarbeiten, und anstatt sie freudig zu begrüßen, werden sie vor den Kopf gestoßen:
Wer ihm nachfolgt, so sagt er, der hat kein Zuhause mehr, kein festes Dach über dem Kopf, keine Sicherheit, keine Heimat und kein Heim, in das er sich zurückziehen könnte. Er ist weniger behaust, als die Tiere auf dem Felde und die Vögel unter dem Himmel.
Wer ihm nachfolgt, soll nur noch der Sache Jesu dienen, nur noch das Reich Gottes verkündigen und mit allen Verpflichtungen brechen, die er sonst noch haben könnte; selbst mit der im Judentum heiligen Pflicht, die Toten zu begraben. Noch radikaler kann man seine bürgerliche Existenz kaum aufgeben.
Wer ihm nachfolgt muss alle familiären, freundschaftlichen und gesellschaftlichen Bindungen lösen, denn nichts soll ihn ablenken und nichts soll ihn binden auf dem Weg zum Reich Gottes.
Mit provozierender Schärfe stößt Jesus die Menschen vor den Kopf. Zumutungen, radikal und erschreckend. Heimatlosigkeit, Ruhelosigkeit, Pietätlosigkeit, Rücksichtslosigkeit. Will er die Menschen, die ihm nachfolgen möchten, abschrecken? Es wirkt fast so.
Das ist wahrlich kein niederschwelliges Angebot, wie wir das heute in unserer Kirche gerne nennen, keine freundliche Einladung, mit der Menschen der Zugang in die Kirche erleichtert wird.
Das Bild, das Jesus hier vom Jünger sein zeichnet, steht diametral entgegen unserer heutigen bürgerlichen Kirchlichkeit. Weithin hat es sich die Gemeinde Jesu in der Welt gemütlich gemacht. Weil wir möglichst viele gewinnen wollen und niemanden abschrecken möchten, machen wir es uns und den anderen lieber leicht: bloß keine Rede mehr von Sünde in der Verkündigung, Gericht und Verdammnis haben wir aus Gründen der allgemeinen Akzeptanz abgeschafft.
weiter
Pfr. Andreas Bollengraben, Wuppertal, 11. 02. 21012
Frühjahrstagung des Lutherischen Konvents am 11.3.2012 in Brühl
Am Nachmittag des Sonntags Okuli waren etwa 20 Brüder und Schwestern, Mitglieder und Gäste, im Gemeindezentrum der Johanneskirche zusammengekommen. Nach einer Passionsandacht von Bruder Bollengraben über Lk 9,62 – „Wer seine Hand an den Pflug legt und sieht zurück, der ist nicht geschickt für das Reich Gottes“ hielt Prof. Dr. Friedrich Beißer aus Mainz ein faszinierendes Referat über seine 2008 erschienene Taschenbuch-Dogmatik „Der christliche Glaube“.
Prof. Beißer erläuterte zunächst seinen theologischen Ansatz bei der Gestalt Jesu Christi, die für die Besonderheit des Christentums steht. Die Verkündigung Jesu kreist um die Ansage des Reiches Gottes, das in ihm nahe herbeigekommen (Mk 1,15), ja mitten unter uns in dieser Welt ist (Lk 17,21). Doch nach seinem Tod am Kreuz war die Frage, ob diese Erwartung Jesu eingetroffen oder falsch war? Schon im Neuen Testament begegnet deshalb das Problem der Parusieverzögerung, und moderne Theologen haben die Reich-Gottes-Botschaft Jesu, seine Ankündigung des Gerichts Gottes und der neuen Welt, vielfältig uminterpretiert, um dieser theologischen Verlegenheit zu entkommen (Albrecht Ritschl, Rudolf Bultmann). Die neutestamentlichen Autoren zeigen jedoch, wie Beißer am Markusevangelium deutlich machte, wie Jesu Botschaft in seinem Kreuz und in seiner Auferstehung erfüllt ist: In dem Menschen Jesus hat Gott selbst das Gericht stellvertretend übernommen und die Sünde der Welt wie ein Lamm gesühnt (Joh 1,29), so daß in ihm die Erlösung vom Bösen und das neue Leben im Reich Gottes erschienen ist. Allerdings erst in seiner Person, im Evangelium und im Glauben an ihn; die Durchsetzung und Vollendung des Reiches Gottes steht noch aus und wird mit der Wiederkunft Jesu Christi erhofft.
Im zweiten Teil seines Referates ging Beißer auf die von Juden und Moslems abgelehnte Trinitätslehre ein, die zwar erst im 4.Jahrhundert als immanente Dreieinigkeit Gottes ausformuliert wurde, aber schon im Neuen Testament als ökonomische Trinität überall vorliegt: Gott, der Vater und Schöpfer, sendet seinen Sohn zur Erlösung der Welt, der durch den Hl.Geist in den Christen wohnt und wirkt. Besonders an der Offenbarung des Johannes kann man zeigen, wie der alttestamentliche Gottesbegriff – „Ich bin das A und das O, der da ist und der da war und der da kommt, der Pantokrator“ (1,8; vgl. Ex 3,14) durch das Kommen Jesu umgebildet wird: „Ich bin der Erste und der Letzte und der Lebendige. Ich war tot, und siehe, ich bin lebendig von Ewigkeit zu Ewigkeit.“ (1,17f.) Das Subjekt der Gottesrede wechselt von Vater zum Sohn und Lamm und zum Hl.Geist: „Wer Ohren hat, der höre, was der Geist den Gemeinden sagt!“ (2,7) Der zeitlich-linear-horizontale-ewige Gott des AT wird durch das Kommen seines Sohnes in die Tiefen des Todes räumlich-vertikal-menschlich erfahrbar.
Dieser Gottesglaube ist viel schöner und reicher und tiefer als der Monotheismus der Juden und Moslems und durch die Heilstat Gottes in Christus mit der Rechtfertigung allein aus dem Glauben zu verbinden. Christen müssen ihr Heil nicht durch gute Werke herstellen, sondern dürfen es im Glauben empfangen. Luthers Unterscheidung von Gesetz und Evangelium weist auch in der Welt der Religionen den richtigen Weg. Die anschließende Diskussion war eine theologische Sternstunde, wie man sie im Rheinland nur noch selten erlebt. Das Referat Prof. Beißers wird wohl in den nächsten Lutherischen Nachrichten gedruckt . Wir empfehlen den Kauf seiner auch für Nichtheologen gut lesbaren Dogmatik „Der christliche Glaube“, Freimund-Verlag (5 Taschenbücher – ISBN 978 3 86540 048 2).
Der Konvent beriet dann weiter kritisch über die geplante Verwaltungskonzentration und Personalsteuerung der Ev.Kirche im Rheinland. Ein Aufruf zur Freilassung des iranischen Pfarrers Youcef Nadarkhani wurde einstimmig angenommen. Vollständiger Text
hier.
Am 1.11.12 trifft sich der Konvent wieder zu einem Abendmahlsgottesdienst und Vortrag von Prof. Dr. Johannes von Lüpke, Wuppertal, über Luthers Disputatio „de homine“ in ethischer Perspektive.
Pfr.W.Krause, Thalfang, 12. März 2012
Stellungnahme des Lutherischen Konventes im Rheinland zum Fall Nadarkhani
Der Lutherische Konvent im Rheinland hat auf seiner Frühjahrstagung am 11. März 2012 in Brühl einstimmig die folgende Stellungnahme zum Fall des im Iran zum Tode veurteilten Pastors Youcef Nadarkhani beschlossen. Hier der vollständige Text der Stellungnahme:
Im Iran ist Pastor Youcef Nadarkhani akut von der Vollstreckung der gegen ihn verhängten Todesstrafe bedroht. Sein einziges Vergehen besteht darin, dass er als Jugendlicher vom Islam zum christlichen Glauben konvertiert ist. Physische und psychische Folter im Gefängnis konnten ihn nicht dazu bringen, dem Glauben an Jesus Christus abzuschwören.
Der Lutherische Konvent im Rheinland fordert die sofortige Freilassung von Pastor Nadarkhani, die Abschaffung aller gegen Christen und Nicht-Muslime gerichteten Gesetze im Iran und anderen islamischen Ländern.
Es darf nicht hingenommen werden, dass Menschen im Iran und anderen islamischen Staaten wegen ihres Glaubens zu Gefängnis oder Tod verurteilt werden können. Gesetze und Maßnahmen des Staates, die zur Diskriminierung und Verfolgung von Menschen anderen Glaubens führen, sind als Verstoß gegen die Menschenrechte und staatlich legitimierter Terror anzusehen.
Der Fall des Pastors Nadarkahni zeigt, wie bedrohlich die Lage der Christen im Iran und zahlreichen anderen islamischen Ländern ist. Die weltweite Christenheit hat zulange zu staatlicher Gewalt, Verfolgung und Diskriminierung von Christen in islamischen Ländern aus Trägheit und Mangel an Mut geschwiegen.
Der Lutherische Konvent im Rheinland fordert zur Wachsamkeit und Solidarität mit den Christen und Kirchen in islamischen Ländern auf. Christen, Gemeinden und Kirchen sollen einmütig, unablässig und mit allem Nachdruck öffentlich für das Recht der Christen und anderer Glaubensgemeinschaften auf freie Religionsausübung und Gleichberechtigung mit aller Entschiedenheit eintreten. Dazu gehört auch das Recht auf Konversion zum Christentum, das Recht auf öffentliche Ausübung des Glaubens, das Recht auf Bau von Kirchen und Gemeindehäusern, das Recht auf Zugang zu öffentlichen Ämtern. Solange Pastor Nadarkhani sich in Haft befindet, soll in allen Gottesdiensten für ihn Fürbitte gehalten werden.
Der Lutherische Konvent im Rheinland dankt allen Politikern, die sich öffentlich und auf diplomatischem Weg für Pastor Nadarkhani einsetzen. Er dankt dem Präses der Ev. Kirche im Rheinland und Vorsitzenden des Rates der EKD, Nikolaus Schneider, für seinen Einsatz und seine klaren Worte.
Landessynode ohne biblische Basis
Krause/Sickinger
Die Landessynode der Ev. Kirche im Rheinland hat im Januar 2012 beschlossen, den
§ 39 des Pfarrdienstgesetzes der EKD zu übernehmen und somit gleichgeschlechtliche Lebensgemeinschaften für Pfarrerinnen und Pfarrer im Pfarrhaus zu ermöglichen und grundsätzlich zu erlauben.
Der Lutherische Konvent im Rheinland hält diesen Beschluss für einen falschen und für einen auf längere Sicht die evangelische Kirche zerstörenden Weg.
Wenn eine Kirche das Gegenteil von dem beschließt und tut, was Gottes Wort in der Bibel eindeutig sagt, hebt sie ihre eigene Grundlage auf und verliert ihre biblische und reformatorische Legitimation.
In dieser Frage geht es ausdrücklich nicht darum, homosexuell empfindende Menschen herabzusetzen. Selbstverständlich gibt es in den Kirchen und Gemeinden homosexuell empfindende Menschen, die z.T. engagiert mitarbeiten. Die gesellschaftlich notwendige Toleranz im Zusammenleben von Menschen mit unterschiedlicher sexueller Ausrichtung wird von niemandem bestritten.
Die evangelische Kirche hat aber die Aufgabe, Gottes Wort in Gesetz und Evangelium weiterzugeben und Menschen zum Vertrauen auf Gott und zum Leben nach seinem Wort einzuladen. Wenn dagegen eine Kirche Beschlüsse fasst und Verhaltensweisen fördert oder segnet, die nach dem Wort der Bibel dem Willen Gottes widersprechen, wird sie selbst unglaubwürdig und auf Dauer überflüssig.
Wir rufen die Synode der Ev. Kirche im Rheinland, die Synoden anderer evangelischer Landeskirchen und die Synode der EKD dazu auf, ihre Irrwege zu verlassen und ihre Beschlüsse zu korrigieren.
Pfr. Winfrid Krause, Vorsitzener/Pfr. Wolfgang Sickinger, Februar 2012
Stellungnahme zum Verwaltungsreformbeschluß der Landessynode
Winfrid Krause
Die Landessynode 2012 der Evangelischen Kirche im Rheinland hat eine Verwaltungsreform auf den Weg gebracht, die gegen die z.T. erheblichen Bedenken der Mehrheit der Kirchenkreise eine Konzentration der Verwaltung auf Kirchenkreisebene durchsetzen will. Zwar wurde das ausnahmslose „Muß“ der Vorlage in eine Soll-Bestimmung abgemildert, die regionale Ausnahmen zuläßt. Unklar bleibt jedoch, welche „Pflichtaufgaben“ in Zukunft von der kreiskirchlichen Verwaltung und welche „Wahlaufgaben“ von den Gemeindebüros erledigt werden sollen. Vor allem aber verstößt die Zentralisierung der Verwaltung auf Kirchenkreisebene gegen die Kirchenordnung, nach der die Gemeinden und Presbyterien für die Verwaltung zuständig sind (Art.15 KO). Es ist deshalb zu hoffen, daß eine Klage beim kirchlichen Verwaltungsgericht die offensichtlich verfassungswidrige Reform zu Fall bringen wird.
Höchst verwunderlich ist, daß dieselbe Synode, die sich mit dem Millionenskandal des kirchlichen Beihilfezentrums bbz beschäftigen mußte, das Heil der Kirche ausgerechnet in einer fragwürdigen Verwaltungszentralisierung sieht. Das in die Debatte geworfene Stichwort „Subsidiarität“, nach dem die Dinge vor Ort schneller, besser und billiger geregelt werden als in fernen, teuren und unüberschaubaren Superstrukturen, blieb unberücksichtigt. Dagegen hat man bisher nichts davon gehört, daß die KirchrechnerInnen der Gemeinden schlecht gearbeitet oder gar hohe Schulden verursacht hätten. Sollen die bisherigen Angestellten der ca. 70 nicht an Verwaltungsämter angeschlossenen Gemeinden in die Arbeitslosigkeit entlassen werden? Glaubt man wirklich, daß eine zentrale Verwaltung mit Vollzeitbeamten kostengünstiger arbeiten wird als nebenberufliche oder ehrenamtliche Gemeindeglieder? Oder gelten jetzt auch in der Kirche die parkinsonschen Gesetze, nach denen eine sich selbst überlassene Bürokratie sich immer mehr Macht anmaßt, immer mehr Geld verschlingt und wie ein Krebsgeschwür wuchert?
Pfarrer Winfrid Krause, Vorsitzender des Lutherischen Konvents im Rheinland, Thalfang, 15.02. 2012
Aufruf an die Landessynode
Der Landessynode 2012 soll auf Vorschlag der Kirchenleitung eine Verwaltungsreform beschließen, durch die in Zukunft die Verwaltung den Kirchengemeinden genommen und auf Kirchenkreisebene konzentriert wird.
Entgegen dem erklärten Ziel, die Verwaltung dadurch effizienter und kostengünstiger zu machen, ist ein erheblicher Anstieg der Kosten zu befürchten, weil die anvisierte Zahl hauptamtlicher Kräfte bisher von den meisten Kirchenkreisen nicht vorgehalten wird.
Es ist ein Irrtum, zu glauben, durch Zentralisierung und Steuerung von oben würden die Probleme besser gelöst. Im Gegenteil, nur durch subsidiäre Entscheidungsstrukturen und
Kenntnis der Verhältnisse vor Ort werden die Dinge unbürokratisch, sachgemäß und verantwortlich geregelt.
Darüber hinaus widerspricht die geplante Verwaltungsreform Buchstaben und Geist unserer presbyterial-synodalen Kirchenverfassung. Nach Art. 6 KO nimmt die Kirchengemeinde den Auftrag der Kirche „in eigener Verantwortung“ wahr. Laut Art. 15 KO ist das Presbyterium für die „ordentliche Verwaltung der Kirchengemeinde“ zuständig. Nach Art. 16 KO sind Entscheidungen in diesen Angelegenheiten „nicht übertragbar“. Gemäß Art. 126 KO ist die Landeskirche für die „Wahrung der presbyterial-synodalen Ordnung“ der Kirche verantwortlich. Die vorgesehene Verwaltungsstrukturreform greift dagegen so grundsätzlich in das Leben der Kirche ein, daß sie einer rechtlichen Überprüfung kaum standhalten würde.
Anders als die hierarchisch verfaßte römisch-katholische Kirche war die evangelische Kirche bisher von unten nach oben aufgebaut. Die Selbstständigkeit der Gemeinden, vom Pfarrwahlrecht bis zur eigenen Verwaltung, war ein Grundanliegen der Reformation. Die Barmer Theologische Erklärung hat daran erinnert, daß Botschaft und Ordnung der Kirche sich entsprechen müssen (Barmen III). Wenn die Christen vor Gott alle gleichermaßen gerechtfertigte Sünder sind, muß auch die Gestalt der Kirche falsche Überordnungen vermeiden.
Wir rufen die Landessynode deshalb auf, die eigenständige Verwaltung der Gemeinden nicht anzutasten!
Ev. Kirchengemeinde Langenfeld
Ev. Kirchengemeinde Kelzenberg
Ev. Kirchengemeinde Holten-Sterkrade
Ev. Johannes-Kirchengemeinde Leverkusen-Manfort
Ev. Kirchengemeinde Thalfang
Ev. Kirchengemeinde Rheinberg
Ev. Kirchengemeinde Waldniel
Ev. Kirchengemeinde Mülheim/Mosel
Ev. Kirchengemeinde Heusweiler
Ev. Kirchengemeinde Ottweiler
Ev. Kirchengemeinde Alpen
Ev. Kirchengemeinde Rheinberg
Ev.-ref. Kirchengemeinde Gruiten
Stellvertretend für die über 70 Gemeinden unserer Landeskirche,
die bisher ihre Verwaltung erfolgreich selbstständig betreiben
Keine Entmachtung der Gemeinden in der rheinischen Kirche!
Der Vorstand des Lutherischen Konvents im Rheinland hat sich mit deutlichen Worten gegen die von der Kirchenleitung geplante Entmachtung der Kirchengemeinden und Presbyterien gewandt. Verschiedene reformierte Kirchengemeinden der Ev. Kirche im Rheinland unterstützen die Erklärung des Lutherischen Konvents.
In der Sache geht es darum, dass die Landeskirche plant, den Presbyterien das Recht zur Personalplanung und damit zur eigenständigen Personalpolitik zu nehmen und es auf die Ebene des Kirchenkreises zu verlagern. Früher oder später dürfte dies auch dazu führen, dass das Pfarrwahlrecht auf die Kirchenkreisebene verlagert wird. Der Lutherische Konvent sieht darin einen Angriff auf die Freiheit der Gemeinden, der in klarem Gegensatz zu den grundlegenden Entscheidungen der Reformation steht. Den vollständigen Text der Stellungnahme finden Sie
hier.
Lutherischer Konvent im Rheinland
Stellungnahme zur Entmachtung der Presbyterien
Die Kirchengemeinden müssen handlungsfähig bleiben
Übertragung der Personalplanung auf die Kirchenkreisebene widerspricht der presbyterial-synodalen Ordnung!
Mit großem Nachdruck warnt der Lutherische Konvent im Rheinland vor einer Verlagerung der Dienst- und Beschäftigungsverhältnisse auf die Ebene der Kirchenkreise, wie sie in einer Beschlussvorlage der Landessynode vorgeschlagen wird. Die Kirchengemeinden würden dadurch zu Filialen der Kirchenkreise degradiert. Dies steht im Widerspruch zu Artikel 6 der Kirchenordnung, in dem es heißt: „Die Kirchengemeinde nimmt den Auftrag der Kirche gemäß Artikel 1 in ihrem Bereich im Rahmen der kirchlichen Ordnung in eigener Verantwortung wahr.“ Zudem ist die Landeskirche nach Artikel 126, 3 verpflichtet, die presbyterial-synodale Ordnung zu wahren. Diese würde jedoch verletzt, wenn über die Anstellung von Pfarrern und Mitarbeitern der Kirchenkreis anstelle der Kirchengemeinden entscheiden könnte.
Es ist ein unverzichtbares Grundanliegen der Reformation, dass eine Gemeinde das Recht hat, ihren Pfarrer zu wählen und Mitarbeiter einzustellen. Eine Entsendung von einer höheren kirchlichen Ebene in die Gemeinde, wie sie in der katholischen Kirche praktiziert wird, ist mit dem evangelischen Kirchenverständnis unvereinbar. Superintendenten und Kreissynodalvorstände würden mit einer unevangelischen Machtfülle ausgestattet.
Da die bislang ehrenamtlich tätigen Kreissynodalvorstände mit der Vielzahl der Personalfälle schnell überlastet wären, wäre eine teure Professionalisierung die absehbare Folge.
Der Lutherische Konvent im Rheinland weist darauf hin, dass im Jahre 2006 im Rahmen der Diskussion zu den Strukturvorschlägen der beiden landessynodalen Arbeitsgruppen 3/4 der Presbyterien und mehr als die Hälfte der Kirchenkreise eine Verlagerung der Dienst- und Beschäftigungsverhältnisse auf die Ebene der Kirchenkreise abgelehnt haben (siehe Protokoll der Landessynode 2007, Anlage V, Drucksache 3). Die Landessynode würde sich also über ein klares Votum der Presbyterien hinwegsetzen. Dafür besitzt sie keine Vollmacht!
In der Evangelischen Kirche im Rheinland ist ein grundlegendes Umdenken erforderlich. Nicht die Kirchengemeinden sollten sich nach den Bedürfnissen der höheren Ebenen richten, sondern umgekehrt die höheren Ebenen die Bedürfnisse der Kirchengemeinden in den Blick nehmen. Darum ist es nötig, Aufgaben und Kompetenzen auf der Gemeindeebene zu belassen und die nötigen finanziellen Mittel dafür zu Verfügung zu stellen. Landeskirche und Kirchenkreise sollten ihre Budgets reduzieren, damit mehr finanzielle Mittel in den Kirchengemeinden verbleiben.
Pfr. Thomas Berke, Mülheim (Mosel) im Namen des Vorstandes, 5. 1. 2011
Nein zur PID!
Offener Brief des Vorsitzenden Pfr.Krause an den Ratsvorsitzenden der EKD
Anlässlich seiner Wahl zum Ratsvorsitzenden der EKD hat Präses Schneider positiv zur Präimplantationsdiagnostik Stellung genommen. Der Vorsitzende des Lutherischen Konvents im Rheinland, Pfr. Krause, hat dies in einem Offenen Brief an Ratsvorsitzenden Schneider kritisiert. Sie finden diesen Brief als PDF-Datei
hier.
Am 21. März 2010 hat die Konventsversammlung des Lutherischen Konvents im Rheinland eine Stellungnahme zur Frage der Moslemission beschlossen. Sie trägt den Titel: "Lehret alle Völker". Hier der vollständige Text:
„Lehret alle Völker“
Mission richtet sich an jeden
Die Landessynode 2010 hat sich eine Vorlage des Theologischen Ausschusses zum Thema „Missionarisch Volkskirche sein“ zu eigen gemacht. In diesem 20-seitigen Text werden biblische Vorgaben mit Überlegungen zur Missionsgeschichte, Begriffsklärungen und Gedanken aus dem EKD-Impulspapier „Kirche der Freiheit“ verbunden. Ganz im Sinne der „Inneren Mission“ werden die Worte „Volkskirche“ und „missionarisch“ zusammengedacht und Vorschläge gemacht, wie unsere von Austritten und demographischen Schrumpfungsprozessen betroffene Kirche in 10 verschiedenen Handlungsfeldern „offener“, „einladender“ und „missionarischer“ werden könnte.
Vor einem Jahr hatte dieselbe Landessynode umgekehrt der Judenmission eine „Absage ohne wenn und aber“ erteilt. Die neuen „biblisch-theologischen Einsichten“, die dafür angeführt wurden, bestanden in der höchst fragwürdigen Übersetzung von „alle Völker“ im Missionsbefehl Jesu Christi (Mt 28,19) mit „alle Heiden“ (=nichtjüdische Völker) und in dem Fehlen eines neutestamentlichen „Belegs für eine heidenchristliche Mission an Juden“. Doch wie Jesu Missionsauftrag die Juden, ihre Synagogen, Jerusalem und die ganze Welt miteinschließt (Mt 24,14; Mk 13,9f.; Lk 24,47), so bezeugt das ganze Neue Testament und besonders der Heidenapostel Paulus wie ein Chor, daß das Evangelium „zuerst den Juden und ebenso den Griechen“ (Röm 1,16), also allen Menschen und Völkern gilt. Trotz der Verteidigung dieser auch in anderen Kirchen Deutschlands verbreiteten Position durch Präses Schneider im Rahmen der Rabbiner-Brandt-Vorlesung am 17.09. 2009 wird jedem aufmerksamen Bibelleser deutlich, wieweit sich die rheinische Kirchenleitung hier von Buchstaben und Geist des Neuen Testaments entfernt hat, ja ihm offen widerspricht. Leider fehlt den Theologischen Fakultäten des Rheinlands bisher der Mut, gegen diesen unbiblischen Kurs Stellung zu beziehen.
Wichtiger ist heute, wo auf dem Gebiet der Ev. Kirche im Rheinland bis zu 1 Million Muslime leben, der Beginn einer Moslemmission, die diesen Namen verdient.
...weiter
Brühl, den 21. März 2010
Zum Seitenanfang
Aktelle Buchempfehlungen
|
Buchtip zum Melanchthonjahr 2010
Ernst Volk: Philipp Melanchthon. Der Lehrer Deutschlands
Verlag der Lutherischen Buchhandlung, Eichenring 18, 29393 Groß Oesingen, ISBN 3-86147-157-4, Preis: € 6,--
Am 19. April 2010 jährt sich der 450. Todestag des Reformators Philipp Melanchthon. Anlass genug, um auf dieses Büchlein des Ehrenvorsitzenden des Lutherischen Konventes im Rheinland, Superintendent i. R. Ernst Volk hinzuweisen. Volk gelingt es, auf 150 schmalen Seiten die Gestalt dieses wichtigsten Mitstreiters und Freundes Martin Luthers durch Erzählkunst und fundierte historische wie theologische Quellenkenntnis vor den Augen des Lesers lebendig werden zu lassen. Er stellt Melanchthon als hochbegabten Altphilologen aus humanistischem Hause dar, der bereits mit 21 Jahren „blutjung“ Professor in Wittenberg wurde, dort auf Martin Luther stieß und zusammen mit ihm sein ganzes weiteres Leben für die Reformation der Kirche aus Gottes Wort arbeitete. Dabei tritt in der Darstellung Melanchthons Profil deutlich aus dem Schatten Luthers heraus. Volk stellt ihn uns in 10 griffigen Kapiteln vor als „gelehrten Humanisten und Bibeltheologen, Bekenner und Reformator, angefochtenen Diplomaten und getreuen Freund, Lehrer Deutschlands und mutigen Zeugen Jesu Christi“. Das Büchlein ist gewinnbringend zu lesen für jeden, der sich über Melanchthon informieren möchte.
Pfr. Thomas Berke, Mülheim, Mosel, 18.02.2010
|
|
Das Vermächtnis der Reformation und Luthers Testament
zu Werner Führers Buch "Die Schmalkaldischen Artikel", Tübingen 2009
Nachdem Werner Führer, Oberkirchenrat von Schaumburg-Lippe i.R. und ehemaliges Mitglied der EKD-Synode, im Jahr 2001 ein Buch über das Amt der Kirche vorgelegt hatte, ist jetzt sein Buch über die Schmalkaldischen Artikel erschienen. Es ist ein umfassendes Buch über diese letzte große Bekenntnisschrift der Lutherischen Kirche.
Zur Erinnerung: Um den Jahreswechsel 1536/1537 herum hat Luther im Auftrag des Kurfürsten Johann Friedrich von Sachsen die Schmalkaldischen Artikel verfasst. Sie waren dazu bestimmt, auf dem geplanten gesamtkirchlichen Konzil die geistliche Position der reformatorischen Kirchen zu beschreiben. In diesen Artikeln sollte festgehalten werden, in welchen Punkten auf keinen Fall nachgegeben werden dürfe und worüber eventuell verhandelt werden könne. Da Luther zur Zeit der Abfassung krank war und damit rechnete, bald zu sterben, hat er die Schmalkaldischen Artikel auch als sein theologisches Testament verstanden. Alle Pfarrer und Kirchenleiter der Lutherischen Kirche sind auf die Schmalkaldischen Artikel verpflichtet.
Werner Führer hat den Text der Artikel wissenschaftlich nach den Originalzeugnissen neu herausgegeben und ausführlich kommentiert. Herausgekommen ist ein umfassendes und großartiges Buch über die geistliche Quintessenz, der die Lutherischen Kirchen der Welt für alle Zeiten verpflichtet sind.
Das Buch ist geeignet, allen, die wegen der gegenwärtigen Krise der Evangelischen Kirche mit dem Gedanken spielen, sich unter das Dach der römisch-katholischen Kirche zu flüchten, um so gemeinsam besser überleben zu können, neues Selbstbewusstsein und neue Zuversicht über die Zukunft der reformatorischen Kirche zu geben: Es gibt nun einmal, und das hat Führer den Evangelischen ist Gedächtnis gerufen, geistliche Erkenntnisse der Reformation, die nicht nur unaufgebbar und unverhandelbar sind, sondern die darüber hinaus die Kirche mit neuer Kraft und Vollmacht erfüllen können. Die Wahrheit des Evangeliums, wie sie in den Schmalkaldischen Artikeln von neuem erklungen ist, hat ihre eigene Macht und ihre eigene Dynamik. Sie wird Bestand haben und die Kirche aus allen Krisen herausführen. Wenn die Kirche an dieser Wahrheit festhält, braucht sie die künstlichen institutionellen Stützen, die die römisch-katholische Kirche bietet, nicht. Im Gegenteil, wer auf sie hofft, macht die Kirche auf Dauer schwächer, nicht stärker.
In diesem Sinne sind die Schmalkaldischen Artikel das geistliche Vermächtnis der Reformation. Das hat Werner Führer in eindrucksvoller Weise herausgearbeitet. Nicht nur für Theologen, sondern auch für kirchlich und theologisch interessierte Nichttheologen ist Werner Führers Buch außerordentlich empfehlenswert.
Werner Führer, "Die Schmalkaldischen Artikel", Mohr Siebeck Verlag, Tübingen 2009, 500 Seiten kosten 49,- Euro (Leinen 99,- Euro).
Pfr. i.R. Reiner Vogels, 12.09. 09
|
|
Gießen und Basel 2009, 175 Seiten, ISBN 978-3-7655-1441-8, 9, 95 €
Fast jeder hat schon einmal den Begriff "Gender Mainstreaming" gehört. Nicht jeder jedoch weiß genau, was damit gemeint ist. Noch weniger werden in der Lage sein, die Bewegung des "Gender Mainstreaming" sachgerecht und auf der Basis der biblischen Botschaft zu bewerten. Das gerade eben als Taschenbuch erschienene Buch "Gender Mainstreaming", herausgegeben von Dominik Klenk, füllt genau diese Lücke.
Hinter dem Buch steht die "Offensive Junger Christen", Reichelsheim (OJC), die sich schon seit einiger Zeit intensiv mit der Thematik beschäftigt hat. Das Buch ist eine Sammlung von Aufsätzen verschiedener kompetenter Autoren. Wie man es von der OJC kennt, zeichnet es sich nicht nur durch fundiertes wissenschaftliches Niveau, sondern auch dadurch aus, dass es allgemeinverständlich und klar ist.
Die einzelnen Beiträge des Buches gehören zu drei unterschiedlichen Teilen:
In einem ersten Teil wird umfassend und mit stets nachvollziehbaren Quellenangaben beschrieben, was "Gender Mainstreaming" ist, welche Ziele seine Promotoren verfolgen und welch große Macht es in Wissenschaft und Politik inzwischen hat. Jedem, der die Bibel kennt, wird schon beim Lesen dieses ersten Teiles klar, dass "Gender Mainstreaming" ein gezielter und von langer Hand gesteuerter ideologischer Angriff auf das biblische Menschenbild und die Schöpfungsordnung Gottes ist.
Im zweiten Teil wird genau dies vertieft. Zwei Beiträge von Christl R. Vonholdt und 'Irisz Sipos stellen in überzeugender und geistlich verantworteter Weise das biblische Menschenbild in Kontrast zur Ideologie des "Gender Mainstreaming" dar.
Der dritte Teil schließlich widmet sich, wie der Herausgeber Dominik Klenk in seinem Vorwort schreibt, "den Bedingungen für die Heranbildung von gereifter Männlichkeit und Weiblichkeit."
Das Buch ist unbedingt lesenswert. Es ist fast so etwas wie ein geistliches Lehrbuch für die Arbeit in Kirche und Gemeinde, in Erziehung und Schule. Christen müssen sich geistlich rüsten, damit sie den listigen Angriffen antichristlicher Ideologien entgegentreten können.
Pfr. i.R. Reiner Vogels, 24.08. 09
|
|
Martti Vaahtoranta: "Mission der Liebe"
Gottes Dialog mit dem Islam
Groß Ösingen 2008, 95 Seiten, € 6,50, ISBN 978-3-86147-306-0
Martti Vaahtoranta, der im November 2007 auf der Jahrestagung unseres Konvents über die Frage der Islammission referiert hat, hat seine Gedanken zur theologischen Grundlegung der Islammission in einem Buch vorgestellt. Vaahtoranta ist viele Jahr lang Leiter von ELRIM gewesen, dem Evangelisch-Lutherischen Religionsinstitut Mannheim, einer Einrichtung der Lutherischen Staatskirche von Finnland. Dieses Institut hat hat sich vor allem als Missionseinrichtung mit Schwerpunkt Islammission verstanden.
Für die praktische Arbeit der Islammission hat Vaahroranta nun eine umfassende und überzeugende theologische Grundlegung vorgelegt. Besser: Er hat herausgearbeitet, dass der dreieinige Gott, der in sich die Liebe ist, selbst die Grundlegung der Mission ist. Daher der Titel "Mission der Liebe". Es ist die Liebe Gottes, die zur Mission drängt und der die Kirche lediglich dienend nachfolgt.
Von dieser Grundlage aus kommt Vaahtoranta zu der Überzeugung, dass Mission und Dialog keine Gegensätze sind, sondern dass Dialog die angemessene Methode der Mision ist.
In "Mission der Liebe" findet sich auch eine überraschende und nachdenkenswerte Deutung der Gottebenbildlichkeit des Menschen. Wer mehr dazu wissen will, muss das Buch selbst lesen.
Kurzum: Trotz seiner Kürze ist "Mission der Liebe" nicht nur ein aktuelles, sondern auch ein äußerst anregendes und fundamentales Buch. Lesen!
Pfr. i.R. Reiner Vogels, 22. 02. 09
|
 |
Walter Mostert, Jesus Christus – Anfänger und Vollender der Kirche. Eine evangelische
Lehre von der Kirche, Zürich 2006, ed. J. Bauke-Ruegg, P. Koller, Ch.
Möller, H. Weinacht
Eine Buchbesprechung von Robert Stratmann, Februar 2009
Acht Jahre nach Erscheinen der Aufsatzsammlung Glaube und Hermeneutik mit bis dahin unveröffentlichten Arbeiten des am 4. März 1995 verstorbenen Zürcher Systematikers Walter Mostert, erschien vor drei Jahren – rechtzeitig zu seinem 70. Geburtstag (10. Juni 2006) – das Manuskript einer im Wintersemester 1993/94 gehaltenen Ekklesiologie-Vorlesung. Mit nicht nur akribischem, sondern auch eindeutig liebevollem Fleiß haben die Herausgeber das handschriftliche Manuskript durchgearbeitet und für die Veröffentlichung aufbereitet. Und es muss betont werden, dass Mosterts theologische Arbeit solche Beachtung auch verdient. Seine Stimme darf in der systematisch-theologischen Wissenschaft nicht ungehört verhallen. Die nun vorliegende Ekklesiologie ist der beste Beleg hierfür.
Die systematisch-theologische Grundlegung
Für die systematisch-theologische Grundlegung dieses Werkes geht Mostert bei seinem Lehrer Gerhard Ebeling in die Schule. Und so entfaltet er die Grundgedanken strikt aus relationalem Wirklichkeitsverständnis und dessen christologischer Orientierung: Religion ist Gottesverhältnis. Wird dieses in Kreuz und Auferstehung Jesu Christi hineingenommen, dann gelangt es zu existentieller Tiefe (insofern der, die Glaubende Gott Gott sein lassen und von ihm allein das Heil erhoffen kann) und zu kosmischer Weite (indem das Verhältnis des, der Glaubenden zum Mitmenschen, zur Welt, zu sich selbst ins Gottesverhältnis hineingezogen wird). So erscheint Jesus Christus in biblischem Sinn als reales, geschichtliches Für-Uns-Sein Gottes. Das ist seine historische Wirklichkeit. Und da der Glaube nach Schleiermachers Diktum das Existentialverhältnis zu Gott ist, legt sich von selbst das Verständnis Jesu als des Anfängers und Vollenders des Glaubens (Hebr. 12,2) nahe. Wenn nun Jesus Christus, sprich Gottes Erlösungswerk in Kreuz und Auferstehung Jesu Christi, der Grund der Kirche ist, dann ist Kirche in der Person Jesu Christi verwirklicht. Und von daher ist die Formulierung Anfänger und Vollender der Kirche zu verstehen.
Der Aufbau
Diese Grundgedanken hält Mostert hartnäckig durch in den Paragraphen Kirche als religiöse Gemeinschaft; Jesus Christus – Anfänger und Vollender der Kirche; Die primären Erscheinungsformen der Kirche (notae ecclesiae); Zum Wort Kirche; Zur Unterscheidung sichtbarer und unsichtbarer Kirche; Credo ecclesiam – congregatio (communio) sanctorum; Die Attribute der Kirche: una, sancta, catholica, apostolica; Jesus Christus, der einzelne, die Gemeinschaft – Hinweise zur Erscheinung der Kirche.
Der Gang der Darstellung
Im II. Kapitel widmet sich Mostert den primären Institutionen der Kirche und umreißt so eine spezielle Ekklesiologie. Unter den Primärinstitutionen der Kirche versteht er Gottesdienst, Abendmahl, Predigt, Taufe und Gebet, denen er sakramentale Dignität zugesteht – durchaus auch der Predigt und dem Gebet. Mostert kann diesen ungewöhnlichen Weg in Anknüpfung an Luther gehen, der in seiner Programmschrift Von der babylonischen Gefangenschaft der Kirche ja Jesus Christus als Sakrament und Abendmahl, Taufe und hier noch die Buße als sakramentale Zeichen darstellt (erst in den Katechismen 9 Jahre später verschmilzt die Buße dergestalt mit der Taufe, dass nur noch von 2 Sakramenten die Rede sein kann).
Mostert kann seine ungewöhnliche Sicht der sakramentalen Zeichen aus der Korrelation von Gott und Mensch herleiten: Gott teilt sich uns mit in der Predigt des Evangeliums von Jesus Christus, also im Zuspruch des Für-Uns-Seins Gottes, das wir im Abendmahl begehen. Wir antworten mit der Taufe als Eintritt in die Wirklichkeit des Seins Gottes und im Gebet als der menschlichen Antwort auf Gottes Anrede.
Das Zentrum der Darstellung
Zum Zusammenhang des Abendmahls mit der Predigt führt Mostert aus, dass die Kirche mit der Feier des Abendmahls das Gegründetsein der Existenz allein im Wort von der Versöhnung – nichts anderes ist Glaube! – nicht überbietet, sondern unüberbietbar lebt, denn „Im Abendmahl wird das Ganze des Lebens in der Welt und vor Gott gesammelt, verdichtet in dem Empfang der Versöhnung durch den Sünder. In der Predigt nun wird dieser Kern des Evangeliums, der Empfang der Versöhnung durch den Sünder, ausdrücklich in den Gesamtzusammenhang des Lebens gestellt.“ So ergibt sich hier also das für alles Reden von Gott konstitutive Gegenüber des Wortes von der Rechtfertigung allein durch den Glauben zur menschlichen Erfahrung. Mostert erkennt hier – wie F. Gogarten und G. Ebeling – Luthers Unterscheidung von Gesetz und Evangelium wieder.
Eine evangelische Lehre von der Kirche im ökumenischen Gespräch
Man kann es nur als ausgesprochen schade bezeichnen, wenn Mosterts Vorlesung das Schicksal sehr vieler Vorlesungen seiner meisten Kollegen ereilte und die Zeit während des Semesters zu knapp wurde, um sie zu Ende führen zu können. Die Paragraphen zur Taufe und zum Gebet fehlen leider. Dafür haben die Herausgeber dankenswerterweise zwei Taufpredigten aus den Jahren 1964 und 1988 angefügt, die wesentliches über Mosterts Taufverständnis verraten.
Konsequentes Vernehmen der biblischen Botschaft, erlernt in der Schule reformatorischer Theologie, bewährt im Gespräch mit der Philosophie Martin Heideggers: So ließe sich Mosterts systematisch-theologisches Denken umreißen, und so begegnet es dem Leser auch in dieser Ekklesiologie: echt evangelisch, sodass man sich des evangelischen Kirchenbegriffs freuen kann. Man ist gerne „kirchliche Gemeinschaft“ und weiß zugleich, dass man Kirche im Vollsinn des Wortes ist: nichts anderes nämlich als die Gemeinschaft der gerechtfertigten Sünder. Darum kann dieses Werk einen Beitrag zum ökumenischen Gespräch über das Wesen der Kirche evangelischerseits leisten.
Man kann es nur bedauern, dass es Mostert nicht vergönnt war, ein weiteres Semester über Ekklesiologie zu lesen, denn es wäre interessant, wie er die sekundären Institutionen der Kirche (diakonische, pädagogische, soziale Arbeit) und ihre soziologische Gestalt darlegen würde.
Das Buch kostet 15,40 Euro. ISBN-10: 3-290-17375-5 ISBN-13: 978-3-290-17375-3
Pfr. Robert Stratmann, Ulm-Jungingen, Januar 2009
|
|
Ernst Volk: Dr. Pommer
Johannes Bugenhagen
Der Reformator im Norden
Groß Ösingen 1999, 205 Seiten, € 7,50
Dieses gut lesbare und spannend erzählende handliche Büchlein des früheren Vorsitzenden und heutigen Ehrenvorsitzenden des Lutherischen Konvents im Rheinland ist jetzt in 2. Auflage erschienen. Es wurde vom Vorsitzendes des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland, Bischof Wolfgang Huber (Berlin), besonders empfohlen! Wir geben diese Empfehlung weiter.
|

"So kommt der Glaube aus der Predigt. Evangelische Predigt im Trierer Land."
Unter diesem Titel sind Predigten aus den letzten Amtsjahren des
Ehrenvorsitzenden des Lutherischen Konventes im Rheinland, Superintendent
i.R. Ernst Volk, in Buchform erschienen. Sie wurden in der Ev. Kirche
Mülheim (Mosel) als Gemeindepredigten sowie zu entsprechenden Anlässen auf
der Ebene des Kirchenkreises Trier gehalten. Auf diese Weise wird zu den
wichtigsten Stationen des Kirchenjahres je eine Predigt aus
unterschiedlichen Jahren geboten. Ernst Volk erweist sich in seinen
Predigten als fundierter Verkündiger der biblischen Botschaft in
Unterscheidung von Gesetz und Evangelium und ausgewiesenen Kenner der
Theologie Martin Luthers. Volk zeigt, dass es auch heute möglich ist,
biblisch-reformatorisch zu predigen. Seine Predigten erweisen sich als
gewinnbringend für alle, die biblisch-reformatorische Substanz in der
Predigt vermissen.
Sie sind herausgegeben von seiner Frau Getraude Volk, erschienen in der
Lutherischen Buchhandlung Heinrich Harms in Groß Oesingen, Martin-Luther-Weg
1, 29393 Groß Oesingen, Tel. 05838-990808, Fax 05838-990809, 361 Seiten,
ISBN-10: 3-86147-295-3, Euro 17,80.
Weitere dort erschienene Bücher von Ernst Volk:
- "Philipp Melanchthon. Der Lehrer Deutschlands", 149 Seiten, Euro 6,--
- "Dr. Pommer Johannes Bugenhagen. Der Reformator im Norden", 205 Seiten, Euro
7,50
- "Vom evangelichen Predigtamt. Ein Fragment", 145 Seiten, Euro 10,--
Pfr. Thomas Berke, Mülheim/Mosel, 16.04. 07
Zum Seitenanfang
Christliche Nachrichten und Links
| idea> |
Links |
|
Evangelischer
Pressedienst epd |
Hier sind Links zu
Seiten aufgelistet, die nach unserer Meinung für unsere Leser interessant
sein könnten. Für Hinweise auf weitere interessante Seiten sind
wir dankbar. Aus rechtlichen Gründen weisen wir darauf hin, daß
wir auf Inhalt und Gestaltung dieser Seiten keinerlei Einfluß haben
und daher auch keine Verantwortung dafür übernehmen können.
Das Kirchenjahr Eine Seite, die sich umfassend mit dem Kirchenjahr auf der Basis des Ev. Gottesdienstbuches beschäftigt. Es findet sich eine gute Auswahl aktueller Fachliteratur, sowie Vorschläge zur persönlichen und gottesdienstlichen Gestaltung des Kirchenjahres
Gesellschaft für Innere und Äußere Mission im Sinne der lutherischen Kirche
Fundamentalismusdebatte.de Eine private Web-Site mit vielen aktuellen Zitaten zur Debatte um "Fundamentalismus" in Kirche und Theologie
Kirchliche Sammlung um Bibel und Bekenntnis in der Nordelbischen Evangelisch-Lutherischen Kirche
Deutsches Institut für Jugend und Gesellschaft - Das Institut forscht und informiert auf der Grundlage des christlich-jüdischen Menschenbildes über zukunftsfähige Lebensgrundlagen und nachhaltige Entwicklungsarbeit in den Bereichen Lebenskultur, Ehe und Familie, Identität, Sexualität, Homosexualität, Menschenrechte, Diakonat.
Pro Conscientia - Ein christliche Initiative zum Schutz menschlichen Lebens und für das ungeborene Kind
Gemeindenetzwerk - Eine Internetplattform bibel- und bekenntnisorientierter Christen und christlicher Gruppen
Gemeindehilfsbund - ein bundesweit tätiger gemeinnütziger Verein evangelischer Christen, der im kirchlichen Lehrpluralismus seelsorgerliche Hilfe und biblisch-theologische Orientierung anbietet
Islaminstitut - ein wissenschaftliches Institut, das sich mit dem Islam auseinanderesetzt. Auf dieser Seite erscheinen ständig aktualisierte Meldungen rund um den Islam.
Christusbruderschaft Selbitz - eine evangelische Kommunität
Netzwerk bekennender Christen-Pfalz
Evangelische
Kirche im Rheinland
Göttinger
Predigten im Internet
Sermon-Online -
eine Predigt-Datenbank
Institut
Diakrisis
Bekenntnisbewegung
"Kein anderes Evangelium"
Feuerflamme
- eine christliche Suchmaschine
Wort
und Wissen -
eine Studiengemeinschaft, die sich auf biblischer und wissenschaftlicher
Basis kritisch mit der Evolutionstheorie auseinandersetzt
Zelem - Verein zur Förderung des Messianischen Glaubens in Israel e.V.
Lutherdeutsch Eine Seite, auf der verschiedene offizielle Revisionen der Lutherbibel mit dem Original verglichen werden. Es geht dabei um die Frage, welche Wörte der Lutherbibel durch den heutigen Text bedroht sind.
Lectio Divina Eine Seite, die in das Lesen der altkirchlichen, nach dem Kirchenjahr geordneten Evangeliumstexte einführt.
|
So erreichen Sie die Christuskirche in Brühl
1. Mit der Bahn: von Süden: Koblenz Richtung Bonn, evtl. in Bonn umsteigen in Richtung Brühl / vom Brühler Bahnhof ca. 5 Min. Fußweg Richtung Schloß / rechts vom Schloß steht die weiße Christuskirche - Gemeindehaus gegenüber. / von Norden: in Köln umsteigen Richtung Bonn. Von Bahnstation Brühl siehe oben
2. Mit dem PKW: Von Norden und Süden: A3, am Dreieck Heumar auf A4 in Richtung Aachen / nach der Rheinbrücke am Kreuz Köln-Süd auf A555 Richtung Bonn / Abfahrt Brühl, auf Zubringer bis zum Ende fahren, links einbiegen in die Kölnstr. bis zum 2. Kreisverkehr (ca. ,5 km), letzte Ausfahrt Comesstr. nach 50 m, 1. Straße rechts – Mayersweg
Aus Richtung Koblenz oder Mönchengladbach: A61 bis Kreuz Bliesheim / auf die A553 Richtung Brühl, Abfahrt Brühl-Ost, die Brühler Straße befahren, heißt später Rheinstraße, nach der Bahnunterführung 2. Straße links (ca. 300 m) - Mayersweg
Zum Seitenanfang
Impressum: Internetauftritt des Lutherischen Konvents im Rheinland
Geschäftsstelle: Mayersweg 5-7, 50321 Brühl
Verantwortlich: Pfr. i.R. Reiner Vogels
[Kontakt]
S.D.G. *
*Abkürzung für das Lateinische: "Soli Deo Gloria" - "Gott allein die Ehre"
Zum Seitenanfang