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Aktive und präsente Väter

Männerarbeit bildet Trainer von Vater-Kind Angeboten aus

Sie wollen aktiv und präsent sein und ihre Erziehungsverantwortung wahrnehmen. Die „sanfte Revolution“ der Väter hat Folgen.

Die Väter suchen nach Unterstützung, um ihre Rolle qualifiziert auszufüllen, sie wollen den Austausch mit anderen und praktische Anregungen, um die Beziehung mit ihren Kindern zu gestalten. Einrichtungen wie Familienzentren und Familienbildungsstätten suchen dafür nach geeigneten Trainern. Sie sollen spezielle Angebote für Väter entwickeln und anleiten. Die Männerarbeit der Evangelischen Kirchen von Westfalen und im Rheinland bietet diese Ausbildung zum Trainer von Vater-Kind-Angeboten. Ihnen zur Seite steht als Kooperationspartner die Evangelische  Fachhochschule Rheinland-Westfalen-Lippe.

„Erziehungskompetenzen stärken“ – unter diesem Motto findet die Ausbildung in sieben Einheiten statt. Elf Männer, darunter Erzieher, Gruppenleiter und Leiter von Familienzentren oder Kindertagesstätten sowie Grundschullehrer, lassen sich in einem ersten Durchgang für die Vater-Kind-Arbeit stark machen. Ihre Ausbildung mit praktischen und theoretischen Anteilen schließt mit einer schriftlichen Hausarbeit ab. Die zweite Einheit fand jetzt im Institut für Kirche und Gesellschaft in Schwerte statt.

In den vier Tagen ging es um die Männer- und Väterforschung, Planungs- und Organisationsmanagement, kreative Methoden genauso wie ums Recht.

Ein Höhepunkt war dabei der Vortrag von Professor Matthias Franz über „Väterforschung  und deren Konsequenzen für die Arbeit mit Vätern und Kindern“. Franz ist Professor für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf. Ein Schwerpunkt seiner Arbeit ist die entwicklungspsychologische Bedeutung des Vaters. „Vaterlosigkeit wirkt sich auf das ganze Leben negativ aus.“ und „Für eine selbstbewusste männliche Entwicklung sind präsente Väter wichtig.“ sind nur zwei seiner Thesen des Vortrags.

Teilnehmer Dominik Meiswinkel, Erzieher im Siegerland, findet es gut, wenn Väter und Kinder Zeit nur für sich finden: „Gerade heute ist es wichtig, dass Väter einen Raum bekommen, wo nur sie und ihr Kind für sich sein dürfen und alles andere hinten anstehen kann.“ Die wichtige Rolle des Vaters in der Erziehung hat Remzi Hasimogullari bereits aus der Fortbildung für seine Arbeit als Erzieher mitgenommen: „Ich habe auch ein stärkeres Bewusstsein für die Kinder entwickelt, die ohne ihre Väter aufwachsen müssen“, ergänzt Hasimogullari.

Für den zukünftigen Grundschullehrer Steffen Glaubitz aus Gummersbach hat sich die Vaterrolle schon zum besseren gewandelt: „Nur ihre besondere und wichtige Rolle für das Kind ist vielen Vätern noch zu wenig bewusst.“ Ein Grund, mehr Trainer auszubilden, die Männer und ihren Kindern qualifizierte Angebote machen können, ihre ganz eigene Zeit miteinander zu verbringen.

 

 

16.10.2017



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