Ansprechpartner

Männerarbeit der EKiR:

mehr
Newsletter
Vorname:
Nachname:
eMail-Adresse:
HTML
Text
Anmelden
Abmelden
Ev. Erwachsenen- bildung Nordrhein
Ev. Erwachsenen- bildung Nordrhein

Anerkannte Familien- bildungsstätte über die
Ev. Erwachsenenbildung Nordrhein

Unsere AGB finden Sie auf der Homepage der
eeb Nordrhein

mehr
Zertifizierung
Zertifizierung mehr
Service

Leben nach Tschernobyl

25 Jahre Partnerschaft mit Vetka/ Weißrussland

Vor 25 Jahren wurde mit dem Krankenhaus in Vetka/ Weißrussland eine Partnerschaft begründet, die zum Ziel Hatte, Versöhnungsarbeit zu leisten. Aufgrund aktueller Entwicklungen wird dieses Projekt des Männerwerkes Ende April 2016 beendet.

Der 26. April erinnert einen schrecklichen Tag: die Reaktorkatastrophe von Tschernobyl. Sie hat vor 30 Jahren unendliches Leid gebracht, ganze Landstriche verseucht und die Menschen einer teuflischen Strahlung ausgesetzt. Das Gebiet von Vetka gehört zu den dauerhaft Hauptbetroffenen.

5 Jahre nach der Explosion des Reaktorblocks verpflichtete sich das Männerwerk der Ev. Kirche im Rheinland, bei der Bekämpfung der Not Hilfe zu leisten und die Gesundheitsversorgung der Stadt Vetka zu fördern. Das haben wir 25 Jahre mit Hilfslieferungen in unterschiedlicher Weise, Fortbildungen und der Stärkung des Kontaktes durch gegenseitige Partnerschaftsbesuche getan. Der vertrauensvolle Kontakt vor allem mit Frau Dr. Nadja Zimina war für uns erfüllend. Wir sind stolz darauf, dass unsere Verbindung ein Vierteljahrhundert getragen und auch für die Menschen in Vetka gute Früchte getragen hat. Eine Delegation wird Ende April nach Vetka reisen und am 26. April 2016 auf 25 Jahre Partnerschaft dankbar zurückschauen.

In den letzten Jahren sind wir mit unseren Möglichkeiten an Grenzen gestoßen. Lagerräume standen uns nicht mehr zur Verfügung, ehrenamtliche Hilfe, von der wir zehrten, ist weggebrochen, Spendeneinwerbung aufgrund sich neu stellender Herausforderungen schwieriger geworden und das Männerwerk, der Träger unserer Partnerschaft, muss sich in diesem Jahr organisatorisch und finanziell neu finden. In unsere Freude über die Vergangenheit ist die Bitterkeit gemischt, dass wir keine Zukunft mehr unseren Partnern zusagen können.
Das fällt uns schwer, weil uns die Beziehung zu Vetka ans Herz gewachsen ist; aber Hoffnungen zu wecken, die man nicht mehr erfüllen kann, entspricht nicht dem freundschaftlichen Umgang, der 25 Jahre lang gepflegt werden konnte.
Schweren Herzens werden wir uns beim Besuch im April 2016 von dem Projekt verabschieden müssen. Die Besucher werden noch einmal einen (letzten) Einblick in die Gesundheitsversorgung nehmen, die uns so am Herzen gelegen hat.

Wir danken allen Menschen sehr herzlich, die das Projekt in den vergangenen 25 Jahren unterstützt haben, sei es durch tatkräftige Hilfe, finanzielle Beiträge, durch Mut machende Worte oder durch Gebete.

 

 



© 2017, Männerarbeit der EKiR
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung