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Kirchenkreis Moers

Mein Papa hält mich!

Ein richtiger „Zirkustag“ sollte der erste Vater–Kinder–Tag dieses Jahres werden. Und tatsächlich: Acht Väter und elf Kinder haben sich von der Zirkusleidenschaft des Referenten Christian Meyn-Schwarze anstecken lassen.

Nach einer kurzen Kennenlern- und Aufwärmphase wurde kräftig geübt. Eine tolle Erfahrung für Kinder und Väter, wenn der eigene Papa plötzlich zum akrobatischen „Untermann“ wird, auf dem man wunderbar klettern, turnen und die verschiedensten Übungen ausprobieren kann. Oder wenn man mit Leitern turnt und plötzlich kleine Kunststücke beherrscht, die man sonst nur aus dem Zirkus oder dem Fernsehen kennt. Die verschiedensten, wichtigen Erfahrungen lassen sich so machen, z.B.:

„Ich kann mehr, als ich dachte.“
Besonders Kinder, die eher gehemmt oder mit wenig Bewegungserfahrung in einen solchen Nachmittag hineingehen, bedeutet die Erfahrung, selber Dinge zu tun können, die man sonst aus dem Fernsehen oder Artisten im Zirkus kennt, verbunden mit der Anerkennung der anderen Teilnehmer, vor allem eben auch des eigenen Vaters, eine enorme Stärkung ihres Selbstbewusstseins.

„Mein Papa ist für mich da.“
Kinder erleben häufig ihre Väter als diejenigen, die keine Zeit für sie haben. In vielen Familien bestimmt das immer noch eher traditionelle Rollenbild den Vater als berufstätigen, die Mutter als familienarbeitenden Teil des Elternpaares. In getrennt lebenden Familien ist der Kontakt zum Vater oft zeitlich sehr eingeschränkt. In dieser Form der Vater – Kind – Arbeit erleben sich Kinder und Väter ganz intensiv, sie sind aufeinander konzentriert, beschäftigen sich mit den verschiedensten akrobatischen Übungen und in diesen Übungen miteinander. Eine reservierte Zeit für Kinder und Väter.

„Mein Papa hält mich.“
„Ich kann mich fallen lassen, mein Vater fängt mich. Ich kann mich auf seine Schultern stellen, er trägt mich. Ich balanciere, probiere aus, er sorgt dafür, dass mir nichts passiert.“ In der sportlichen, akrobatischen Übung erleben die Kinder ganz intensiv als jemanden, dem man vertrauen kann, der einen hält, durch Schwierigkeiten trägt, tröstet, wenn etwas nicht klappt. Eine Erfahrung, die an dieser Stelle exemplarisch erlebt wird, sicherlich aber auch das Verhältnis zueinander im Alltag mit prägt. „Mein Papa trägt mich“ wird so auch zum Ausdruck eines Alltags- und Lebensvertrauens, das den Kindern hilft, sich befreit zu bewegen, auszuprobieren, in dem Bewusstsein: „In meinem Vater habe ich meine Sicherheit, auf die ich vertrauen und auf die ich bauen kann.“

Von Vätern und Kindern wurde dieser Nachmittag als besonders intensiv empfunden, im Füreinander und im Miteinander. Eine gute Erfahrung, die das Vater – Kind – Verhältnis auch im Alltag sicherlich weiterentwickelt, vielleicht sogar ein Stück weit mit geprägt hat.

Wer an dem Zirkusprogramm interessiert ist, wende sich an Christian Meyn-Schwarze, Tel.: 02103/31607 oder meynschwarze@t-online.de.

11.04.2005



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