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Evangelische Kirchengemeinde Lank

WIR!

Kurzer Geschichtsabriss der Ev. Kirchengemeinde Lank

 

Die Evangelische Kirchengemeinde Lank feierte im Jahre 2001 ihre 30-jährige Selbstständigkeit. Aus diesem Anlass wurde eine Dokumentation herausgegeben, in der die gesamte wechselvolle Geschichte der evangelischen Christen am Ort rückblickend bis zur Reformationszeit dargestellt wird.

Dieser Hinweis macht deutlich, dass vor der Selbstständigkeit am 1. Mai 1971 bereits Entwicklungen vorhanden waren, die im hiesigen Raum am Ende der 20-er Jahre des 20. Jahrhunderts deutlichere Konturen bekommen. In dem katholisch geprägten Rheinland, so auch im Amte Lank, einem Gebilde von 7 Ortschaften mit rein ländlicher Struktur, wohnten zu dieser Zeit 150 Evangelische. Sie gehörten zum 2. Pfarrbezirk der Uerdinger Gemeinde (heute Teil Krefelds). Die Gemeinde Uerdingen selbst war seit 1849 durch preussische Kabinettordee eine eigenständige Gemeinde geworden.

Die kleine Schar von evangelischen Christen erhielt im Jahre 1929 von der Muttergemeinde im Orte Lank immerhin ein kleines Kirchlein mit dem Namen „Christuskirche“, das etwa 130 Personen Platz bot.

Erst nach dem 2. Weltkrieg wuchs die Schar der Gemeindeglieder durch den rapiden Zuzug von Flüchtlingen aus den deutschen Ostgebieten und erreichte im Jahre 1975 die Zahl von 2.000 Seelen. Durch weiteren Zuzug, auch in Folge reger Bautätigkeit, wurde 20 Jahre später die Zahl von 6.500 Gemeindegliedern erreicht. Diese Zahl hat sich in den letzten 10 Jahren auf 5.400 eingependelt und verändert sich kaum.

Mit dem ersten zuständigen Pfarrer, Paul Aufderhaar, der im neuen gemeindeigenen Pfarrhaus wohnen konnte, sowie der allseits geschätzten Schwester Herta Klingbeil begann die Hinwendung zur Eigenständigkeit mit Beginn der 50-er Jahre. Die Trennung von Uerdingen erfolgte erst ein Jahr, nachdem sich durch kommunale Neugliederung die Stadt Meerbusch am 1.1.1970 aus ehemals 8 selbstständigen Dorfgemeinschaften gebildet hatte. Sechs dieser acht Ortsteile gehören seither zur Kirchengemeinde Lank. Dies zeigt sich im Gemeindesiegel, einem in 6 Rippen geteilten Blatt, das ursprünglich am Baum der Muttergemeinde hing.Das Siegel unserer Gemeinde

Das Presbyterium als Leitungsgremium bestand zunächst aus 8 Laien, einer Mitarbeiterpresbyterin und dem Gemeindepfarrer Karl-Hans Schmidt-Arendse. Schon zum Zeitpunkt der neuen Selbstständigkeit war es notwendig, einen zweiten Pfarrbezirk für die Ortsteile Strümp und Ossum-Bösinghoven zu bilden, der auch Ende 1973 mit der Pfarrerin Dagmar Elwert besetzt wurde.

Das rapide Wachstum in dieser Zeit erforderte einen Aufbau in allen Bereichen, von der Raumplanung mit notwendigen Einrichtungen bis hin zu Gemeindegruppen, die von hauptamtlichen und ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern zu betreuen waren. Hinzu kamen alle seelsorgerlichen und gemeindespezifischen Aufgaben. Die Entwicklung lässt sich nur grob in kurzen Stichworten wiedergeben:

Seit 1964          eigene Volksschule, heute Gemeinschaftsgrundschule Theodor Fliedner

1971                 Eröffnung des Kindergartens an der Schulstrasse

1974                 Herausgabe des regelmässig erscheinenden Gemeindebriefes

1975                 Errichtung der provisorischen „Versöhnungskapelle“ im Bezirk II

1976                 Einweihung des Gemeindezentrums im Bezirk I, seit 1993 mit Glockenturm und Namensgebung „Kreuzkirche“

1981                 Einstellung eines hauptamtlichen Kirchenmusikers

1986                 Gründung des CVJM, vor allem für Judenarbeit

1987                 Einweihung der Versöhnungskirche mit Pfarr-/Küsterwohnung

1988                 Jugendmitarbeiterstelle geschaffen

1991                 Errichtung einer vollen Sonderdienststelle

1995                 Bezug des neuen Pfarrhauses im Bezirk II

2000                 Einrichtung des Pfarrbezirks III durch Ausgliederung aus Bezirk I

Die Zahl der Presbyterinnen/Presbyter ist seit der letzten Wahl auf 5 Personen für Bezirk I und II sowie 2 Mitarbeiterpresbyter/Innen, 2 ganze und eine halbe Pfarrstelle, also 15 Stimmberechtigte insgesamt angewachsen.

Alle weiteren Einzelheiten über die Pfarrstelleninhaber/Innen und die Gemeindeorganisation erfahren sie an anderer Stelle.

 

Friedrich Lohmann, Presbyter, August 2002

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