
Ratingen (epd).
Die Friedenskirche in Ratingen-Ost erhält ein Glockenhaus. In der Osternacht am 7. April soll der Kubus, der in den kommenden Wochen auf dem Vorplatz der Kirche aus Beton errichtet wird, mit einem sogenannten Cymbelgeläut aus vier kleinen Glocken geweiht werden, wie Pfarrer Thomas Gerhold ankündigte. Glocken und „Turm“ werden ausschließlich durch eine Spende des Gemeindemitgliedes Günther Wille finanziert.
Zusammen mit dem Architekten Martin Schürg aus Wuppertal und dem Glockensachverständigen der rheinischen Landeskirche, Andreas Dziewior, sei das Projekt in Absprache mit der Gemeindeleitung gestartet worden, hieß es. Den Guss der Glocken mit den Tonhöhen des zweigestrichenen es, f und as sowie des dreigestrichenen c übernimmt die Passauer Firma Perner. Die vier Glocken symbolisieren den Angaben nach Taufe und Abendmahl, Sterben und Ewigkeit, Beten und Frieden und den Ruf zum Gottesdienst.
Die Ratinger Friedenskirche, gebaut von 1970 bis 1972, hatte bislang weder Glockengeläut noch Turm. Noch vor einigen Jahren hätten Besucher Schwierigkeiten gehabt, die Friedenskirche zu finden beziehungsweise als Kirche zu erkennen, hieß es. Mit der neuen Gestaltung des Kirchplatzes habe sich dies geändert. Der Glockenkubus, der auf beiden Seiten als Aussparung das Kreuzzeichen tragen und beleuchtet sein wird, bilde akustisch und optisch einen weiteren Wegweiser zur Kirche.