
Hilden.
"Seit meiner frühesten Kindheit hat mich die Bibel in ihrem Bann gehalten. Mir schien immer, und auch heute noch scheint mir, dass die Bibel die fruchtbarste Quelle der Poesie aller Zeiten ist. Seitdem suche ich deren Spur im Leben und in der Kunst." Marc Chagall 1966 schenkt Marc Chagall siebzehn großformatige Bilder dem französischen Staat. Es sind Motive aus den biblischen Büchern Genesis, Exodus und dem Hohelied.
Ursprünglich waren die zwölf Gemälde zu den Büchern Genesis und Exodus für die Kalvarienkapelle in Vence (in der Nähe von Chagalls Haus und Atelier in Südfrankreich) bestimmt. Sie sollten die zwölf Wände der auf dem Grundriss eines lateinischen Kreuzes gebauten Kapelle schmücken. Wegen zu großer Feuchtigkeit konnten sie dort aber nicht unterkommen.
Das Nationalmuseum Message Biblique Marc Chagall, Nizza wurde durch den damaligen Kulturminister André Malraux als das erste für einen noch lebenden Künstler gewidmeten Museums in Frankreich von dem Architekten André Hermant (einem Anhänger des Funktionalismus) im Stil einer großen Villa errichtet. Die Bildhängung im großen Saal von Chagall selbst geplant, folgt nicht der Reihenfolge der Erzählungen in der Bibel sondern eher seinem künstlerischen Empfinden. Chagalls Hoffnung bei der Eröffnung:
"Vielleicht zieht dieses Haus junge und weniger junge Menschen an, die hier das Ideal von Brüderlichkeit und Liebe suchen, wie es meine Farben und Linien geträumt haben."
Referent/-in Michael Füsgen, Pfarrer und Synodalbeauftragter
Veranstaltungstyp Einzelveranstaltung
Termin/e Mittwoch, 24.03.2010 19:30 bis 21:00
Ort Gemeindezentrum Reformationskirche, Markt 18, Hilden
Gebühr 5,00 Euro/ ermäßigt 2,50 Euro