Ratingen-Homberg und Düsseldorf-Knittkuhl. Kirchenkreis Düsseldorf-Mettmann.
„Visitation“ ist der offizielle Besuch des Kreissynodalvorstandes, der Leitung des Kirchenkreises, in einer Kirchengemeinde. Superintendent Frank Weber leitet vom 12. bis14. März die Visitation in der Kirchengemeinde Homberg zusammen mit 10 Mitgliedern des Kreissynodalvorstandes des Kirchenkreises Düsseldorf-Mettmann.
Historisch war die Visitation das wichtigste und effektivste Werkzeug zur Durchführung der Reformation im 16. Jahrhundert. Nur so konnte jeder einzelne Ortspfarrer überprüft werden, ob er der neuen (evangelischen) Lehre und den gewandelten Anforderungen des Pfarramtes entsprach. In vielen Gegenden Deutschlands, vor allem eben in den evangelischen Gebieten, fanden Visitationen sehr regelmäßig, meist im jährlichen Turnus statt.
Heute ist die Visitation nicht mehr als Kontrolle oder Inspektion zu verstehen, sondern dient dazu, die Mitglieder des Kreissynodalvorstandes über das Leben der Gemeinde zu unterrichten. Zugleich bietet sie der Gemeinde eine besondere Möglichkeit, sich beraten zu lassen.
Die Kirchengemeinde Homberg hat sich auf die Visitation vorbereitet. Der Kreissynodalvorstand führt Gespräche mit den hauptamtlichen Mitarbeitenden der Gemeinde, dem Presbyterium und den beiden Pfarrern.
Am Sonntag, 14. März werden vom Kreissynodalvorstand die Gottesdienste in beiden Gemeindebezirken in Ratingen-Homberg, 11 Uhr Christuskirche, Dorfstr. und in Düsseldorf-Knittkuhl, 9.30 Uhr Gemeindezentrum Knittkuhl, Am Mergelsberg 3, besucht.
Im Anschluss an den Gottesdienst in Homberg findet um 12 Uhr im Lutherhaus, Dorfstr.6, Ratingen-Homberg eine Gemeindeversammlung statt. Die Gemeindemitglieder haben dabei Gelegenheit mit dem Kreissynodalvorstand ins Gespräch zu kommen.
In der Evangelischen Kirche im Rheinland ist vorgesehen, dass jede Gemeinde etwa alle acht Jahre einen Besuch des Kreissynodalvorstandes (KSV) erhalten soll.