Symbole der Religionen der Welt

Andere Religionen

Christentum & andere Religionen
 
Zu unterscheiden sind die großen  Weltreligionen Buddhismus, Hinduismus, Islam, Judentum, Christentum und die Naturreligionen von den einzelnen Konfessionen. Konfessionen nennt man die Aufspaltungen innerhalb einer Religion. Die drei Religionen Judentum, Islam und Christentum bezeichnet man auch als "monotheistische" Religionen, weil sie nicht mehrere, sondern nur einen einzigen Gott verehren.

 

Was ist Religion?

 

Allgemein bezeichnet Religion das Verhältnis des Menschen zum Heiligen.Dieses Verhältnis äußert sich in bestimmten Handlungen,  ggf. in einer Lehre oder in Worten und Schriften. Menschen erwarten in ihrer Religion bestimmte Antworten auf Lebensfragen. Sie nehmen Kontakt mit ihrer Gottheit auf.Religion ist Teil einer menschlichen Kultur. Sie unterliegt der Zeit und der Veränderung.Trotzdem bedarf es neben unveränderter Bestandteile immer wieder einer aktuell zu überarbeitenden Neuinterpretation.
  
In das Gebiet der Religion fallen persönliche Fragen wie die Frage nach dem Sinn des Lebens, nach den Grundlagen des Denkens und sittlichen Handelns, nach dem Woher und Wohin - immer in bezug auf ein höheres, übermenschliches Wesen. Religion rechnet mit göttlicher Offenbarung und Gnade.
  
Schließt sich eine Gruppe von Gleichgesinnten zu einer Religion zusammen, so spricht  man von einer Religionsgemeinschaft.
Kommen weitere Elemente hinzu, eine Hierarchie oder konkrete Zuständigkeiten, so bildet sich eine Institution.
Von einer Kirche spricht man nur im christlichen Zusammenhang.
Seit dem evangelischen Theologen Friedrich Schleiermacher (19. Jahrhundert) wird Religion oft abgegrenzt sowohl gegenüber Ethik und Moral als auch gegenüber philosophischer Erkenntnis:
In der Religion geht es um "Anschauung und Gefühl", also um eine persönliche Erfahrung mit Gott.


Judentum

 

Das Judentum ist eine lebendige Religion und gründet im Glauben an den einen Gott, der das Volk Israel aus der ägyptischen  Gefangenschaft befreit hat.Am Berg Sinai hat Gott einen ewigen Bund mit dem Volk Israel geschlossen und die Thora an sein Volk gegeben.
  
Das Judentum ist die kleinste der "großen Weltreligionen".
Sowohl das Christentum als auch der Islam haben ihr Fundament in den Lehren des Judentums, deshalb ist es für Christen von entscheidender Bedeutung, das Judentum zu kennen. Es gibt keine festgefügte Dogmatik im Judentum, wohl aber Glaubensaussagen, die allen verschiedenen Richtungen des Judentums gemeinsam sind. Das unten zitierte Sch'ma Israel kann als Grundbekenntnis angesehen werden. Neben dem orthodoxen und dem Reformjudentum existieren weitere Formen, wie das konservative Judentum und das liberale Judentum. Die Abgrenzungen sind z.T. fließend.

 

Aus der Knechtschaft befreit
Das Judentum gründet auf dem Glauben an den einen Gott, der sein Volk aus der ägyptischen Knechtschaft befreit hat und ihm am Berg Sinai seine Gebote verkündet hat.

 

Geschichte und Verfolgung
Die Geschichte des Judentums darf nicht nur als eine Geschichte der Verfolgung und der Unterdrückung - bis hin zur fast vollständigen Vernichtung angesehen werden.
Weltweit gibt es ungefähr 14 Millionen Juden. Die Mehrheit lebt in Israel, Deutschland und in Nordamerika. Zum Judentum gehört, wer von einer jüdischen Mutter geboren wurde, oder wer zum Judentum übergetreten ist.

 

Zitat
Aus dem Sch´ma Israel: "Höre, Israel, Jahwe ist unser Gott, Jahwe allein. Und du sollst Jahwe, deinen Gott, liebhaben von ganzem Herzen, von ganzer Seele und mit aller deiner Kraft." (5. Mose, 6, 4-5)

 

Weitere Informationen unter:

 

http://www.juden.de (Zentralrat der Juden in Deutschland)

www.ekd.de 

http://www.oikoumene.de

www.religiononline.de

www.reliweb.de

www.hagalil.com


Islam

 

Der Islam geht auf den Propheten Mohammed (6. Jahrhundert n. Chr.) zurück. Weltweit bekennen sich rund 1, 2 Milliarden Menschen zum Islam.
Im Koran ist Gottes Wort ist für die Muslime Buch geworden. Der Prophet Mohammed war der Empfänger dieser, durch einen Engel im 6. Jahrhundert n. Chr. verkündeten Botschaft.

Mohammed steht im Islam nicht so sehr im Mittelpunkt wie etwa Jesus Christus im Christentum. Für die Muslime ist Gottes Wort nicht Mensch geworden - sondern Buch. Der Koran steht daher im Zentrum.
Der Islam ist - wie Christentum und Judentum - eine Buchreligion.

 

"Islam" hat die gleiche Wortwurzel wie "Salam" bzw. "Shalom" und bedeutet Friede.
Der Islam ist also der Weg des Friedens.
Abraham genießt im Islam höchste Verehrung. Er gilt den Muslimen als Begründer des Monotheismus.

Die Glaubenspraxis der Muslime ruht auf mehreren Säulen (5 Säulen des Islam):
1) der Glaube an Allah und an Mohammed, seinen letzten Propheten
2) das tägliche Gebet
3) das Almosengeben
4) der jährliche Fastenmonat Ramadan
5) die Wallfahrt nach Mekka

 

Muslime sind überall in der Welt beheimatet - obgleich der arabische Raum nach wie vor als Zentrum gilt. Insgesamt gibt es mehr als 1,2 Milliarden Muslime.

 

Zitat
Schahada: "Es gibt keinen Gott außer Gott und Mohammed ist der Gesandte Gottes."

 

Weitere Informationen unter:

 

www.islam.de (Zentralrat der Muslime in Deutschland)

www.ekd.de

www.oikoumene.de

www.gemeindedienst.de

www.relinfo.ch

www.confessio.de

www.reliweb.de

Literaturliste der Rheinischen Landeskirche zum Islam (1990 - 2002) unter:
http://www.ekir.de/ekir/service_dokumente_8823.shtml


Buddhismus

 

Der Buddhismus hat seinen historischen Ursprung im 6. Jahrhundert v. Chr. und ist untrennbar mit der Persönlichkeit Siddharta Gautama verbunden.
  
Siddhartha Gautama, der spätere Buddha, wurde etwa 560 v. Chr. als Abkömmling des Adelsgeschlechtes der Sakyer in Nordindien geboren. Er verbrachte eine unbeschwerte Jugend im materiellen Überfluss, heiratete mit 16 Jahren und hatte einen Sohn.
Einschneidendes Erlebnis ist eine Begegnung mit Krankheit, Alter und Tod, die der Prinz im Alter von 29 Jahren macht. Die ihm bislang selbstverständlichen Vergnügungen verlieren ihren Reiz und er beschließt, von jetzt an die Grundlage für nicht vergängliches, dauerhaftes Glück zu suchen.

 

Eine sechsjährige Suche führt zu einem Erleuchtungserlebnis unter einem Feigenbaum in der Nähe des heutigen Bodh-Gaya: Aus Prinz Siddharta Gautama Sakyamuni wird der Buddha, der „Erleuchtete“. Buddha stirbt um 480 v. Chr. 80jährig. Kurz vor seinem Tod empfielt er seinen Anhängern, seiner Lehre nicht blind zu folgen, sondern alles anhand der eigenen Erfahrung zu überprüfen.

 

Der Buddhismus kommt ohne einen persönlichen Gott aus. Buddha wollte Menschen in Lebenskrisen helfen und Leid überwinden. Er lehrte, dass letztlich nichts auf der Welt Bestand hat, alles veränderlich ist.
Das Leiden des Menschen entsteht durch das Festhalten am eigenen Ich, von dem man sich befreien sollte.
Die weltweit rund 300 Millionen Buddhisten leben mehrheitlich in Südostasien.

Buddhismus.de
Das Portal des Buddhistischen Dachverbandes klärt zentrale Fragen zu Inhalten dieser Religion: Wer war Buddha? Was ist Meditation? Welche Vorstellungen hat ein Buddhist von Tod und Wiedergeburt? Sortiert nach den verschiedenen buddhistischen Richtungen sind außerdem buddhistische Schulen sowie einzelne Meditations- und Studienzentren in Deutschland aufgelistet.

 

Deutsche Buddhistische Union
Hintergründe über den Buddhismus und seine Schulen sowie eine Auflistung buddhistischer Gruppen in Deutschland.

 

Tibetisches Zentrum e.V.
Das Tibetische Zentrum in Hamburg hat sich zum Ziel gesetzt, die buddhistische Religion nach der tibetischen Überlieferung zu erhalten und zu fördern. Schirmherr ist der 14. Dalai Lama.

Zitat
Aus den Reden Buddhas: "Die Geburt ist schmerzhaft, das Alter ist schmerzhaft, die Krankheit ist schmerzhaft, der Tod ist schmerzhaft, Leiden, Klagen, Niedergeschlagenheit und Verzweiflung sind schmerzhaft.
Die Berührung mit unangenehmen Dingen ist schmerzhaft, mit Unlieben vereint und von Lieben getrennt sein, ist schmerzhaft. Kurz: das Festklammern am Dasein ist schmerzhaft."
„Unser ganzes Dasein ist flüchtig
Wie Wolken im Herbst;
Geburt und Tod der Wesen
Erscheinen wie Bewegungen im Tanz.
Ein Leben gleicht dem Blitz am Himmel,
es rauscht vorbei
wie ein Sturzbach den Berg hinab.“

 

Weitere Informationen unter:

www.buddhismus.de

www.relinfo.ch

www.reliweb.de


Hinduismus

 

Hindus sind davon überzeugt, dass die menschliche Seele mit dem Urgrund der Welt identisch ist und nach dem Gesetz des Karma mehrere irdische Existenzen durchläuft. Der Hinduismus ist die älteste der Weltreligionen.

Die Hindus praktizieren eine Religion, die sich hauptsächlich im 1. Jahrtausend n. Chr. entwickelt hat. Ihre Wurzeln aber reichen weitere 2 500 Jahre zurück, zu der glänzenden indischen Kultur, die von 2500 bis 1700 v. Chr. im Industal blühte. Die arischen Völker, die um 1500 v. Chr. in Nordwestindien einfielen, übernahmen einige Vorstellungen und Bräuche der Völker des Industals in ihre eigene Religion; und dies, vermittelt durch ihre alten Schriften, ist einer der Ecksteine des Hinduismus.

Der Hinduismus hat keinen Gründer, keine alleinig geltende Schrift, kein Glaubensbekenntnis. Es gibt viele Götter - Vishnu und Shiva gehören zu den bekanntesten -, aber nur eine letztgültige Wirklichkeit. Er entzieht sich klaren Definitionen und erfreut sich der Vielfalt.

Die vielleicht einzig mögliche Beschreibung ist die Gesamtheit der Bräuche und Vorstellungen der etwa 1,4 Milliarden Hindus, die heute auf dem indischen Subkontinent und in anderen Teilen der Welt leben. Etwa 80% der indischen Bevölkerung gehört diesem Glauben an.

 

Der Begriff »Hindu« kommt von dem von antiken Persern geprägten Wort zur Beschreibung der ihnen gegenüber auf der anderen Seite des Indus lebenden Menschen. Moderne Hindus ziehen den Ausdruck Sanatana Dharma zur Beschreibung ihrer Religion vor. Dies kann mit »ewiges Gesetz« übersetzt werden - ewig wegen ihres göttlichen Ursprungs und Gesetz, weil sie jeden Aspekt des Lebens abdeckt.


 
Glaubenswahrheiten
Der Hinduismus kennt in diesem Sinne keine Glaubenswahrheiten, die ein Lehramt auslegen und an denen sich die Rechtgläubigkeit orientieren könnte. Es geht vielmehr um das richtige Handeln, die richtige Sitte.
Ewige Seele
Hindus glauben an eine ewige Seele, die mehrere irdische Existenzen durchläuft.

 

Heilige Schriften
Die wichtigsten heiligen Schriften sind die Veden. Äußerst populär ist die Bhagavad-Gita aus dem Epos Mahabharata.

 

Zitat

 

Aus der Bhagavadgita: "Es wandeln sich Jugend und Leben, die Schicksalskurve fällt; nur eines steht fest im Kreislauf steten Werdens: das große sittliche Gesetz der Welt."

 

Weitere Informationen unter:

 

www.hinduismus.de

www.relinfo.ch

www.reliweb.de