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Freundschaft über alle Grenzen hinweg |
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 Fünf junge Leute aus Ruanda waren drei Wochen lang Gäste von Jugendlichen im Kirchenkreis. Trotz sprachlicher Schwierigkeiten schlossen sie Freundschaft.
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Erste Jugendbegegnung mit fünf jungen Leuten aus Ruanda war ein großer Erfolg
„Wir haben abends zusammen gesessen und wunder-, wunder- wunderbar miteinander gelacht.“ Dieses spontan begeisterte Resümee von drei Wochen Begegnung mit fünf jungen Leuten aus Ruanda stammt von Maria Euler. In Bad Sobernheim wurde die Bilanz eines dreiwöchigen Besuches im Evangelischen Kirchenkreis An Nahe und Glan gezogen.
Die Partnerschaft des Kirchenkreises mit der Synodalregion Rubengera der Presbyterianischen Kirche in Ruanda besteht seit 1991. Seit dieser Zeit unterstützen Kirchengemeinden zahlreiche Projekte dort, vor allem Schulausbildung von Jugendlichen und Hilfen für Kinder, deren Eltern während des Völkermordes in Ruanda oder später durch Aids umkamen. Regelmäßige gegenseitige Besuche halten die Verbindung aufrecht. Im August reist wieder eine Gruppe aus dem Kirchenkreis nach Rubengera. Eine Jugendbegegnung hatte es bisher jedoch noch nicht gegeben. Umso größer war die Freude, dass der erste Versuch ein Erfolg war, denn Gäste und Gastgeber verstanden sich über alle Sprachbarrieren hinweg offensichtlich hervorragend.
Als Elyse Nkukwishaka, Grace, Niyodusenga, Olive Mukeshimana, Patrick Mutabazi und Kabano Tuyishime am Montag Abend das Flugzeug zurück in ihre afrikanische Heimat bestiegen, hatten die Jugendlichen im Alter zwischen 19 und 23 Jahren mit ihren Gastgeberinnen Freundschaft geschlossen. Bevor sie gemeinsam zu einem zweiwöchigen Jugendcamp zum Thema Klimawandel ins Saarland fuhren, erforschten sie ausgiebig das Naheland. Margot Holbach, Vorsitzende des Synodalen Fachausschusses Ruanda, ihr Stellvertreter Burkhard Gosch und Pfarrer Thomas Braun von der Kirchengemeinde Niederhausen-Norheim stellten den Besuch unter das Motto „Lebenswelten entdecken – Lebenswelten gestalten“ und organisierten ein abwechslungsreiches Programm.
Dazu gehörten auch Gottesdienstbesuche und die lösten bei den afrikanischen Gästen einiges Erstaunen aus. „Die Gottesdienste sind sehr kurz, man sieht keine Kinder und jungen Leute und es wird wenig gesungen und gar nicht getanzt“, äußerte sich Kabano Tuyishimine, der in seinem Heimatland jeden Sonntag mindestens zwei Stunden in der Kirche verbringt. Auch die Besichtigung von Kathedralen wie etwa dem Mainzer Dom war für ihn ein ungewohntes Erlebnis. „Die Menschen sehen die Kirchen an und bewundern ihre Kunst wie im Museum, als ob dieser Gott ein Gott der Vergangenheit wäre“, beschrieb er seine Eindrücke.
Ein tolles Erlebnis war nach Meinung aller dagegen das Camp im Saarland, das vom Gemeindedienst für Mission und Ökumene der rheinischen Kirche organisiert worden war. „Es war gut, dass wir uns schon kannten, als wir ins Jugendcamp fuhren“, fasste Joana Kunz aus Winterburg ihre Erfahrungen zusammen,. „Die Atmosphäre war toll, das Programm ganz cool“, fügte Jule Lagoda aus Bad Kreuznach hinzu. Einhellig benannten die jungen Frauen die Sprachbarriere als die einzige größere Schwierigkeit in den Beziehungen zu den ruandischen Gästen. „Die Verständigung war manchmal schwierig“, stimmte ihnen Patrick zu. „Wie gut, dass Maria uns jeden Abend erklärt hat, was wir gesehen hatten“, meinte er. „Kein Problem“ – dieser kurze deutsche Satz war der erste, den Kabano in seinen Sprachschatz aufnahm. Aber - ganz gleich ob auf Englisch oder Französisch - die etwas wehmütige Versicherung von Elyse: „Wir werden euch vermissen“ wurde von den Gastgebern als größtes Kompliment empfunden.  Kirchenkreis An Nahe und Glan |  | 
 Die Nahe bei Niederhausen
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Zum Kirchenkreis An Nahe und Glan gehören rund 61 000 evangelische Christinnen und Christen zwischen Becherbach und Bingerbrück sowie zwischen Meisenheim und Münchwald. Der Kirchenkreis An Nahe und Glan entstand 1969 durch Zusammenschluss der Kirchenkreise Kreuznach, Meisenheim und Sobernheim.
Der Evangelische Kirchenkreis An Nahe und Glan ist durch eine Partnerschaft verbunden mit der Synodalregion Rubengera in Rwanda.
Für die Menschen der Region steht die Evangelische Kirche über die Gemeindearbeit hinaus mit einer Fülle übergemeindelicher Dienste und Angebote zur Verfügung. Diese Dienste werden zum Teil gemeinsam mit der katholischen Schwesterkirche oder mit benachbarten Kirchenkreisen verwirklicht. Auch mit der Stiftung kreuznacher diakonie ist der Kirchenkreis in gemeinsamen Zielen und Aufgaben im Dienst am Menschen verbunden. 

| Neues Projekt für Kinderfamilien in Rwanda vorgestellt |
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Bildung für die Zukunft der Waisen in Ruanda |
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 Viele Kinder in Rwanda wachsen ohne Eltern auf. (Foto: Uwe Weimert)
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Hoffnung auf eine bessere Zukunft soll ein neues Hilfsprogramm rund 1500 Waisen in Ruanda eröffnen.
BAD KREUZNACH. Das Diakoniekomitee des ruandischen Partnerkirchenkreises hat hierfür ein Konzept entwickelt. Neben Lebensmittelhilfen, Saatgut, landwirtschaftlichem Gerät und einer Basis-Gesundheitsversorgung soll die Schulbildung im Mittelpunkt stehen. „Ein Mensch der keine Schulbildung hat, steht am Rande der Gesellschaft und hat keine Chance“, weiß Margot Holbach, Vorsitzende des Synodalen Fachausschusses Rwanda, der im Kirchenkreis das Projekt koordiniert.
Knapp 80.000 Euro werden für das Programm benötigt, das von 2009 bis 2011 von den ruandischen Partnern betreut wird. „Unser Ziel ist es, dass alle jetzigen Kinderfamilien in das Projekt aufgenommen werden können“, erklärt Margot Holbach entschlossen. Die Vorsitzende des Synodalen Fachausschusses Rwanda weiß aber, dass dafür viele Menschen helfen müssen: 60 Euro jährlich werden für jede Kinderfamilie benötigt, damit die Waisen eine echte Chance auf Zukunft bekommen. Eine Patenschaft für eine Kinderfamilie kostet entsprechend 180 Euro in drei Jahren. Aber auch Einzelspenden sind willkommen. „Jeder Cent hilft“, sagt Margot Holbach. „Und jede Spende geht zu 100 Prozent nach Ruanda“, fügt sie hinzu. Alle Nebenkosten übernimmt der Kirchenkreis.
Spendenkonto Rwanda SFR Nr. 101 99 818 bei der Sparkasse Rhein-Nahe, BLZ 560 501 80. Stichwort: „Patenbeitrag oder Spende Projekt Kinderfamilien“.


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