Mehr Geld trotz sinkender Kirchensteuern |
Nach aktuellen Steuerschätzungen werden die zu erwartenden Kirchensteuern werden auch 2006 weiter sinken. Im kommenden Jahr werden die örtlichen Kirchengemeinden dennoch etwas mehr Geld zur Verfügung haben als jetzt. Grund dafür sind einmalige Ausgleichszahlungen aus benachbarten Landeskirchen und Kirchenkreisen. „Das zusätzliche Geld ist kein ,neues Geld’, sondern altes, zurückgelegtes Geld,“ stellte Finanzexperte Dr. Jürgen Deveaux aus dem KSV klar.
Zugleich wechsele der Kirchenkreis An Nahe und Glan im kommenden Jahr von den „empfangenden“ Kirchenkreisen der Evangelischen Kirche im Rheinland zu den „gebenden“. Nach Berechnung des Landeskirchenamtes werde das Pro-Kopf-Kirchensteueraufkommen im Kirchenkreis An Nahe und Glan den rheinischen Durchschnitt deutlich übersteigen. Demnach sind die Kirchensteuerrückgänge in anderen Regionen des Rheinlands weit stärker als an Nahe und Glan. „Die uns seit 50 Jahren unterstüzt haben, bekommen ab 2006 Geld von uns,“ so der Direktor des Paul-Schneider-Gymnasiums in Meisenheim. Daher sei es auch falsch, zur Lösung eigener Finanzprobleme von „anderswo“ Geld zu erhoffen. „Das Gegenteil ist der Fall!“
Der Kreissynodalvorstand sehe diese Entwicklung mit Skepsis, referierte Jürgen Deveaux. Daher seien alle Haushaltspläne mit Vorsicht aufgestellt worden. „Es ist sehr viel einfacher nachher mehr Geld zu haben, als mit zu optimistischen Zahlen in den Haushalt zu gehen.“ Daher gehe der Haushalt 2006 von dem geschätzten Pro-Kopf-„Garantiebetrag“ (129 Euro) der Evangelischen Kirche im Rheinland aus. Eventuelle Mehreinnahmen würden nach dem üblichen Verteilungsschlüssel auf die Kirchengemeinden verteilt.

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