Kreis soll für evangelische Schule mit zahlen |
In seinem Jahresbericht richtete Superintendent Hartmut Eigemann deutliche Worte an die Adresse der Kreisverwaltung Bad Kreuznach. Das Paul-Schneider-Gymnasium (PSG) in Meisenheim nehme quasi die Funktion einer Regelschule wahr. Für Regelschulen trage der Kreis aber die finanzielle Verantwortung. „Das heißt aber, die evangelische Kirche hat über Jahrzehnte durch den Betrieb des Paul-Schneider-Gymnasiums den Kreis Bad Kreuznach um sehr, sehr hohe Summen entlastet.“ Die Landesregierung habe immerhin zugesagt, dass sie ihren Anteil an der Schulfinanzierung erhöhen werde. „Doch von Seiten des Kreises ist bisher nichts geschehen,“ so Eigemann.
Selbst bei einer höheren Refinanzierung durch Land und Kreis könne das Sparziel aber nicht erreicht werden. So kam es zur Einführung eines freiwilligen „Förderbetrags“ an den evangelischen Schulen – also auch am PSG. Die Diskussion darum war heftig. Eigemann dankte ausdrücklich „für das Verständnis der Eltern und ihre Bereitschaft mitzudenken und nach Lösungen Ausschau zu halten.“ Denn so sehr die Kirche Bildung für alle erschwinglich halten will – so sehr müsse sie in den nächsten Jahren den Anteil der Kirchensteuer für die Finanzierung ihrer Schulen reduzieren. Denn das Kirchensteueraufkommen wird abnehmen. „Deshalb der Förderbeitrag,“ sagte Eigemann. „Keiner will ihn – und er ist dennoch nötig.“

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