Die fünfte Weihnachtswerkstatt an der Nahe |
„Morgen gehe ich nicht zur Schule. Ich bin total verkrippt“, sagte ein jugendlicher Kindergottesdiensthelfer am Abend des 5. November im Dietrich-Bonhoeffer-Haus. Er hatte drei Stunden lang in der Weihnachtswerkstatt gesessen und Gäste angeleitet, Tonfiguren für eine Weihnachtskrippe zu formen. 
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 Bastelangebote - hier das Filzen - sorgten für neue Ideen und Gelegenheit zum Erfahrungsaustausch. (Foto: Christel Slotalla)
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Diese Weihnachtswerkstatt gab es zum fünften Mal an der Nahe; sie wurde veranstaltet vom Rheinischen Verband für Kindergottesdienst und dem Schulreferat der Kirchenkreise. Rund fünfzig Besucher kamen, je zur Hälfte aus der Schule und aus dem Kindergottesdienst. Helferinnen und Lehrerinnen hatten Gelegenheit, sich an fünf großen Basteltischen mit Filz und Pfeifenreinigern, mit Ton und allerlei Naturmaterialien um das bestmögliche Arrangement für die bevorstehende Weihnachtszeit zu bemühen. Susanne Bombosch, Judith Nyquist, Susanne Reuter und Heike Faustmann-Braun halfen allen auf die Sprünge. Konstantin Hahn war (siehe oben) das Opfer seiner eigenen Begeisterung. Alle Mit-Bastler gingen mit ersten Arbeitsergebnissen in den Händen und den dazugehörigen Anleitungen im Kopf fröhlich ihres Weges. Niemand war wirklich ernsthaft ver“krippt“.
Durchweg ging es aber in dieser Weihnachtswerkstatt darum, die Botschaft von der Menschwerdung Gottes und vom Kommen des Messias in zeitgemäße Ausdrucksformen umzusetzen. Dazu halfen halbstündige Spiel- und Gestaltungsangebote, die im ganzen Haus angeboten wurden. Christusbilder aus ungewöhnlicher Kunstperspektive zeigte der Verfasser dieser Zeilen. Psalmgebete mit Gesang und Aktion kamen von Elke Stoeve-Hahn. Ein Stehgreifspiel mit den Hirten von Bethlehem inszenierte Andrea Moritz. Den Advent im Schöpfungskontext ließ Ewald Schulz lebendig werden, und Rüdiger Maschwitz zeigte, wie einfache Gottesdienste aussehen könnten.

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 Literatur und Material zur Weihnachtszeit bot der Kindergottesdienstverband an. (Foto: Michel)
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Kurz gesagt: Das ganze Bonhoeffer-Haus war von vorweg genommener Adventstimmung erfüllt. Christel Slotallas Sorge um Kekse mit Kaffee, Tee und festlicher Dekoration erhöhte die gute Laune. Das Schulreferat hatte Teile seiner Bibliotheksbestände zum Thema „Weihnachten“ ausgebreitet. Der Kindergottesdienstverband erzielte gute Umsätze mit religionspädagogischer Literatur. Beratungsgespräche und Plaudereien am Rand machten den Nachmittag komplett.
Solche Werkstätten gibt es alle zwei Jahre außer an der Nahe noch in Trier und Saarbrücken, also im Süden der Landeskirche. Die „Nordlichter“ scheinen nicht zu ahnen, was ihnen mit dieser seit zehn Jahren erfolgreichen Kooperation entgeht. Hierzulande freut man sich jetzt schon auf die Werkstatt im Jahr 2010.

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