Einnahmen der Gemeinden bleiben stabil |
KIRN. Die Evangelischen Kirchengemeinden der Region können im nächsten Jahr mit stabilen Einnahmen rechnen – trotz einer neuen Abgabe für die kirchliche Versorgungskasse. Das wurde auf der Synode des Kirchenkreises An Nahe und Glan in Kirn bekannt.
„Die Kirchensteuerschätzung zeigt, dass da nicht viel anbrennt – trotz der neuen Umlage,“ resümierte Dr. Jürgen Deveaux, der Haushaltsexperte des Kreissynodalvorstands (KSV), vor den Delegierten aus 31 Gemeinden. Diese „Versorgungssicherungsumlage“ sei nötig geworden, da die Versorgungskasse der rheinischen, westfälischen und lippischen Kirchen ohne die neue Abgabe ihr Vermögen bis etwa 2025 aufgebraucht hätte. Die Kasse zahlt Pensionen und Krankheitsbeihilfen für Pfarrer und Kirchenbeamte der drei Landeskirchen.
Jetzt schon zahlen die Anstellungsträger jedes Beamten einen „Stellenbeitrag“ an die Versorgungskasse, der sich auf 44 Prozent der Personalkosten beläuft. Die Mittel, die zur Sicherung der Pensionen nötig sind, sollen nicht durch einen höheren Stellenbeitrag hereinkommen. Dies würde einen Abbau von Pfarrstellen beschleunigen, wodurch wiederum weniger Geld in die Pensionskasse fließt. Das hätte eine erneute Erhöhung des Stellenbeitrags zur Folge. „So bekommen wir eine fröhliche Spirale nach unten,“ so Deveaux.

| Umlage soll Versorgungslücke schließen |
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Der Beitrag zur Sicherung der Versorgungskasse wird 2007 im Rheinland zehn Prozent der ausgezahlten Versorgungsleistungen betragen. Die Summe wird auf alle Gemeinden der Evangelischen Kirche im Rheinland umgelegt. Der Beitrag erhöht sich jährlich um 5 Prozentpunkte, bis 35 Prozent erreicht sind. Damit die kirchlichen Haushalte nicht überlastet werden, sind die Beiträge auf maximal etwa 20 Prozent Des Kirchensteueraufkommens beschränkt.
Die Versorgungslücke war entstanden, da Pfarrer und Kirchenbeamte in den vergangenen Jahren vermehrt in Vorruhestand gingen. Die Stellenbeiträge von immer weniger Aktiven müssen so für immer mehr Pensionäre ausreichen. Zudem werden die Menschen älter – besonders Pfarrer, so dass Pensionen länger gezahlt werden müssen. Andererseits wird für Theologen wegen der langen Ausbildung relativ kurz eingezahlt. Da in den letzten Jahren nur wenige junge Pfarrerinnen und Pfarrer eingestellt wurden, wird sich das Problem in Zukunft verschärfen

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