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Notgroschen wird aufgelöst
 


"Ist jetzt die Zeit, den Notgroschen aufzulösen?" fragte Superintendent Hartmut Eigemann. (Foto: Michel)

Bad Kreuznach. Für unvorhergesehene Rückgänge bei den Einnahmen aus der Kirchensteuer war sie gedacht: Nun wird die "Kirchensteuereinnahmeausfall- Rücklage" aufgelöst und eine runde Million Euro an die 32 Gemeinden des Evangelischen Kirchenkreises An Nahe und Glan ausgezahlt. Das hat die Frühjahrssynode in der Theodor-Flied- ner-Halle der kreuznacher diakonie entschieden.

Da die 32 evangelischen Kirchengemeinden der Region ihre Haushalte für 2005 mit einem Defizit von über 661.000 Euro abgeschlossen hatten, war dieser Schritt nötig geworden. "Diese Zahl zeigt an, in welchen Schwierigkeiten einzelne Gemeinden schon stecken," so Superintendent Hartmut Eigemann zu den rund 120 Delegierten und Fachvertretern aus der Region.

Dabei war es noch gar nicht zu den befürchteten Einnahmeausfällen gekommen. So hatte der Kreissynodalvorstand in seinem Beschlussvorschlag auch nur vorgesehen, die für Ausfälle in 2005 vorgesehene Summe an die Gemeinden auszuzahlen. Das Geld aus der Rücklage gehöre den Gemeinden und dürfe nur für die Konsolidierung der Haushalte verwendet werden, heißt es in dem Beschlussvorschlag. Fraglich sei nur, wann der Zeitpunkt für die Auszahlung gekommen sei, mahnte Eigemann. "Ist jetzt der Zeitpunkt gekommen, den Notgroschen aufzulösen?", fragte der Superintendent. Die Synode bejahte mit deutlicher Mehrheit.

 



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