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Landessynode erteilt neuen Projektauftrag
Neues Kirchliches Finanzwesen wird im Rheinland bis 2015 umgesetzt
Landessynode 2011
Mit neuem Projektauftrag, Projektstrukturplan und einem Projektbudget von 18,54 Millionen Euro soll das Projekt bis 2015 in allen Körperschaften der rheinischen Kirche zwischen Emmerich und Saarbrücken umgesetzt sein. Zum NKF gehören die Umstellung auf die Doppelte Buchführung in Konten (Doppik), ein so genanntes Haushaltsbuch und eine einheitliche Finanzsoftware in der Landeskirche. Mit dem neuen Finanzwesen sind Steuern durch Ziele, die realistische Darstellung des Vermögens und des aktuellen Ressourcenverbrauchs verbunden.
In seiner Einführungsrede betonte der Finanzdezernent der rheinischen Kirche, Oberkirchenrat Georg Immel, dass mit NKF erstmals ein Gesamtüberblick über alle wirtschaftlichen Aspekte kirchlichen Handelns sowie des jährlichen Ressourcenverbrauchs möglich sei. Das Haushaltsbuch ersetze das Nebeneinander verschiedener Informationsquellen und Rechenwerke. Mit der einheitlichen Software spare man mittelfristig Geld, da Schnittstellen zu anderen Programmen und Erweiterungen nur einmal zu erstellen seien.
Komplexität des Projekts unterschätzt
Zugleich räumte Immel ein, dass bei der NKF-Initiierung 2006 die Komplexität des Projekts unterschätzt worden sei. Gegenüber dem ursprünglichen Ansatz habe sich so eine Verdreifachung der Budgets ergeben. Nach einem Beschluss der Landessynode im Januar 2010 wurde das vergangene Jahr als „modifiziertes Moratorium" zur Konsolidierung des Projekts genutzt. Mit Hilfe externer Beratung und der Unterstützung durch Praktikerinnen und Praktiker in der Landeskirche wurden Fachkonzepte für Haushalt, Bewirtschaftung, Organisation, Informations- und Datenverarbeitung sowie Schulungen erstellt.
Mit dem Beschluss für das Neue Kirchliche Finanzwesen votierte die Synode gegen eine Freigabe für zwei Systeme in der Landeskirche, eins der Doppik und eins der Erweiterten Kameralistik, wie es der Kirchenkreis Jülich forderte. In der Diskussion gab es vor allem Anfragen an die Zuverlässigkeit des jetzt veranschlagten Budgets und an den Vorzug der Doppik gegenüber der Erweiterten Kameralistik. Dagegen unterstrichen NKF-Befürworter, dass es jetzt eine detaillierte Kalkulation gebe und die Erweiterte Kameralistik bestenfalls zu Beginn des Prozesses ein Zwischenschritt habe sein können. Präses Nikolaus Schneider dankte nach der ausführlichen Aussprache im Plenum und der abschließenden Abstimmung allen an der Debatte Beteiligten dafür, dass sie immer „im Interesse unserer Kirche und der Gemeindearbeit" argumentiert hätten.
rtm / 28.01.2011
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