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Projektarbeit

Das Moratorium wird für neue Planung und Konzeption genutzt

Die Zeit des Moratoriums bis zur Landessynode 2011 wird intensiv für das Projekt genutzt. Das berichtet Projektleiter Dr. Gerd Schneider. Wichtige Meilensteine waren die Entscheidung zum Aufbau eines Referenzmodells und die Entwicklung der Fachkonzepte.

Die intensivere Beschäftigung mit den im Rahmen des Moratoriums zu bearbeitenden Aufgaben hat schnell gezeigt, dass die große Zahl parallel zu bearbeitender Arbeitspakete mit dem bishe­rigen Projektteam allein nicht zu bewältigen sein würde. Neben der Bearbeitung der umfang­reichen konzeptionellen Grundlagen des Projektes mussten auch die mehr als 120 aktuellen NKF-Anwender weiter betreut werden. Die gesamte Planung der flächendeckenden NKF-Einführung war neu zu erstellen. Nicht zuletzt musste auch die Öffentlichkeitsarbeit des Projektes verstärkt werden und es waren viele Gespräche vor Ort zu führen. Die Zusammen­arbeit mit der Firma MACH musste verbessert und strukturiert werden. Insgesamt wurden zu Jahresbeginn ca. zwölf große Arbeitspakete identifiziert, an denen in sechs Arbeitsgruppen parallel zu arbeiten war.

Diese umfangreichen Arbeiten waren nur durch eine umgehende Verstärkung des Projektteams zu bewältigen. Glücklicherweise konnten sehr schnell Mitarbeitende aus Kirchenkreisen und -gemeinden sowie mehrere erfahrene Externe für eine zeitweilige Mitarbeit im Projekt gewonnen werden. Nur fünf Wochen nach der Landessynode fand am 25. Februar in den Räumen des Kirchenkreises Aachen eine erste große Klausurtagung statt, die als wesentliches Ergebnis die Bildung von zunächst vier Arbeitsgruppen für die wichtigsten konzeptionellen Themen hatte.

Diese Arbeitsgruppen haben zum 30. Juni ihre Ergebnisse vorgelegt. Besonders wichtig war dabei, dass konzeptionell eine deutlich stärkere Annäherung an das Handelsgesetzbuch (HGB) als bisher erfolgte und damit eine ganze Reihe kameraler Einflüsse beseitigt wurde, die sich in der Praxis nicht bewährt hatten und oft zu großen Schwierigkeiten führten.

Das Projektteam hat sich in dieser Zeit sehr intensiv mit den Verwaltungsstrukturen und -pro­zessen in den Kirchenkreisen und Kirchen­ge­meinden der EKiR beschäftigt und auf diesem Wege mehr Klarheit über die Körperschaften und Organisationseinheiten sowie deren Arbeitsweise zu erhalten, die auf die kaufmän­nische Buchführung umzustellenden sind.

Parallel dazu wurde eine größere Zahl von Informationsveranstaltungen, Klausurtagungen, Fach­work­shops, Arbeitstreffen und Gespräche vor Ort durchgeführt, um einerseits wichtige Infor­ma­tionen für die Projektarbeit zu gewinnen und andererseits über den aktuellen Projekt­stand zu berichten. Ein wichtiger Meilenstein der Arbeiten war schließlich die im Mai 2010 getroffene Entscheidung, die MACH-Software durch den Aufbau eines Referenzmodells noch einmal neu aufzusetzen, um mit einer möglichst schlanken und zuverlässigen Lösung in die flächendeckende NKF-Umsetzung gehen zu können.

Diese und viele weitere Arbeiten wurden in hervorragender Weise durch die Kirchenleitung, die sich wiederholt über den Projektstand berichten ließ, den Lenkungsausschuss, das Landes­kir­chenamt und die bisherigen Anwenderinnen und Anwender aus den Kirchenkreisen und –ge­meinden unterstützt, dafür möchte ich mich im Namen des gesamten Projektteams sehr herzlich bedanken.

Die Zeit des Moratoriums, das sich als sehr wichtig und richtig für das Projekt herausgestellt hat, wird bis zur Landessynode 2011 intensiv für die Weiterführung der Arbeiten genutzt. Wir sind sehr zuversichtlich, mit guten Ergebnissen und einem klaren Vorgehensplan zur Weiterführung des Projektes vor die Landessynode 2011 treten zu können, die über die Weiterführung des Projektes zu entscheiden hat.

Dr. Gerd Schneider
Projektleiter Neues Kirchliches Finanzwesen

26.08.2010



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