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Landespfarramt für Notfallseelsorge
der Evangelischen Kirche im Rheinland
Missionsstr. 9 a/b 
42285 Wuppertal
Tel.:0202 / 2820-352
Fax:0202 / 2820 361
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Service
Notfallseelsorge der Evangelischen Kirche im Rheinland

Projekte der Stiftung 2005 - 2007

„Hoffen bis zuletzt“

Zwischen dem Deutschen Roten Kreuz und der Notfallseelsorge der Evangelischen Kirche ist nach dem Seebeben in Südasien 2004 eine mittel- bis langfristige psychosoziale Unterstützung und seelsorgerliche Begleitung für Angehörige in dem Projekt „hoffen bis zuletzt“ angelaufen. Es wendet sich an Menschen, die in den von der Flutwelle betroffenen Regionen Angehörige vermissen und betrauern.

Eine solche Situation kann die Betroffenen vor völlig unerwartete Probleme stellen: Inmitten der immensen psychischen Belastung zwischen Bangen und Hoffen, Ungewissheit, lähmenden Ohnmachtsgefühlen und vielleicht auch eigenen Schuldgefühlen, sofern Angehörige die Katastrophe selbst überlebt haben, brechen eine Reihe von Fragen auf.

Um in dieser Situation Wege zu Hilfe und Unterstützung zu finden, bietet das Projekt Angehörigentreffen auf regionaler Ebene an, die den Betroffenen im gegenseitigen Austausch den Zugang zu Informationen öffnen und helfen können, sich in der derzeitigen Situation besser zurechtzufinden.

In den Jahren 2005 und 2006 haben in vielen Regionen der Republik 30 Angehörigentreffen stattgefunden, an denen insgesamt ca. 500 Menschen teilgenommen haben.

Auf Wunsch der regionalen Gruppen wurde für den 2./3. Oktober 2005 zu einem bundesweiten Angehörigentreffen nach Kassel eingeladen.

Für den Jahrestag des Seebebens am 26. Dezember 2005 wurde in Zusammenarbeit und nach den Wünschen der Angehörigen eine besondere Würdigung geplant.

Vielen Angehörigen war es ein Bedürfnis, diesen Tag in Thailand zu begehen, andere wollten an Gedenkveranstaltungen in Deutschland teilnehmen, die von den regionalen Angehörigentreffen organisiert wurden. Das Projekt „hoffen bis zuletzt“ bereitete eine Reisebegleitung für Angehörige von Opfern des Seebebens vor, die an den Gedenkveranstaltungen in Thailand teilnehmen möchten.

Aus diesem Vorhaben entstanden eine Reihe von logistischen Notwendigkeiten und Kosten.

Hilfe für Flutopfer durch die Bruderhilfe

Mit großem Engagement haben sich die Mitarbeiter der Bruderhilfe Versicherung für die seelsorgliche Begleitung der deutschen Angehörigen von Opfern des Seebebens eingesetzt. Ihr Einsatz wurde von der Bruderhilfe in großzügiger Weise um 50 % aufgestockt.

Konkrete Fördermaßnahmen

Die Stiftung Notfallseelsorge hat in enger Absprache mit der NRW-Bank, der Bruderhilfe und dem Innenministerium Rheinland-Pfalz als den Hauptspendern die Vorbereitung und Durchführung des Jahrestagsgedenkens in Thailand im Rahmen des Projektes „hoffen bis zuletzt“ gefördert.

Zu den Fördermaßnahmen gehörten die finanzielle Unterstützung von Teilnehmern aus Nordrhein-Westfalen aus der zweckgebundenen Spende der NRW-Bank, die finanzielle Unterstützung von weiteren bedürftigen Teilnehmern aus Rheinland-Pfalz mit zweckgebundenen Mitteln des Innenministeriums, von weiteren Teilnehmern aus der zweckgebundenen Spende der Bruderhilfe-Mitarbeiter (VRK).

Gefördert wurden außerdem einzelne Veranstaltungen auf Phuket für die Betroffenen, sowie die Reisekosten des Betreuungsteams.

Die sparsame Mittelverwendung des Projektes „hoffen bis zuletzt“ im Jahr 2005 ermöglichte die Durchführung eines zweiten Jahrestagsgedenkens zum 26.12.2006 für Betroffene, die nicht die Möglichkeit hatten, am ersten Jahrestag an dem Gedenken in Thailand teilzunehmen. 

Ein gesondertes Treffen für Angehörige der weiterhin 13 vermissten deutschen Opfer fand im Oktober 2006 statt.

Im November 2007 fand auf besonderen Wunsch der Angehörigen ein erneutes Treffen für bis heute Vermissende statt.

Der Austausch untereinander über die jeweils aktuelle Situation nahm großen Raum ein und unterstrich die Einzigartigkeit eines jeden Schicksals, ließ aber auch die Solidarität untereinander spüren.

Informationen und eine offene Darstellung der Vorgehensweise des Bundeskriminalamtes durch die Leiterin der Identifizierungskommission ermöglichte das vertrauensvolle Zusammentragen der guten bis leidvollen Erfahrungen im Umgang mit Behörden und anderen Institutionen nach dem Seebeben.

Gemeinsam haben wir Fragen und Bedürfnisse der Angehörigen herausgearbeitet und eine Vielzahl von Informationen gesammelt. Weitere Überlegungen befassten sich mit der Gestaltung des 4. Jahrestages bzw. einer ersten Fahrt nach Thailand von Angehörigen nach der Tsunami-Katastrophe, die bisher noch keine Möglichkeit hatten, sich einer Begegnung mit dem Schadensort zu stellen.

Offiziell wurde das Projekt „hoffen bis zuletzt“ Ende 2006, nach bereits einjähriger Verlängerung von den Projektpartnern DRK und Notfallseelsorge beendet.

Die Bedürfnisse der Angehörigen fordern jedoch eine nachhaltige Nachsorge über die ersten zwei Jahre nach der Tsunami-Katastrophe hinaus. Die STIFTUNG NOTFALLSEELSORGE stellt sich dieser Aufgabe, um das Leid der Angehörigen zu lindern und verlässlicher Ansprechpartner in der Not zu bleiben.

Bußgeldeinwerbung

Seit 2005 beteiligt sich die Stiftung Notfallseelsorge an Bußgeldverfahren.

Das bedeutet, dass an allen Oberlandesgerichten im Bereich der EKiR Richterinnen und Richter, Staatsanwältinnen und Staatsanwälte sowie Staatsanwältinnen und Staatsanwälte Geldauflagen, die in einem Bußgeldverfahren verhängt werden, der Stiftung Notfallseelsorge zugute kommen lassen können. Das Genehmigungsverfahren konnte an den Gerichten in Düsseldorf, Koblenz und Saarbrücken erfolgreich abgeschlossen werden. Mit der Einrichtung eines speziellen Bußgeldkontos ist unsere Geschäftsstelle auf die Verwaltung von Bußgeldern eingerichtet. Ein in diesem Jahr entwickelter Informationsflyer unterstützt die leichte Abwicklung bei Gericht.

Die Bekanntmachung und Werbung bei Richtern, Staatsanwälten und Anwälten erfolgte im Jahr 2006 und erste Bußgeldzuweisungen sind bereits erfolgt.

Im Jahr 2007 wurde die Partnerschaft mit der Stiftung Notfallseelsorge weiter beworben und führte zu Aufnahmen in die Listen bei den Oberlandesgerichten Braunschweig, Frankfurt und München im Rahmen der Kooperation mit den dort ansässigen Notfallseelsorge-Koordinatoren.

Das erste große Bußgeld in Höhe von 5.000 Euro zugunsten der STIFTUNG POLIZEISEELSORGE wurde uns von den sog. Ackermann-Millionen aus dem Mannesmann-Prozess zugesprochen. Mit ca. 4000 anderen gemeinnützigen Einrichtungen hatten wir uns um das Bußgeld beworben. Wir waren unter den 363 Organisationen, die zwischen 10.000 und 1000 Euro erhalten haben.

Die STIFTUNG NOTFALLSEELSORGE unterstützte mit den erhaltenen Mitteln örtliche Notfallseelsorgesysteme durch die Ausstattung mit violetten Einsatzjacken und –westen..

Entwicklung eines Werbeposters für die Stiftung

Die STIFTUNG NOTFALLSEELORGE bietet ERSTE HILFE FÜR DIE SEELE den in Not geratenen Menschen durch gut geschulte und ausgerüstete Notfallseelsorgerinnen und Notfallseelsorger.

Wir wollen damit Einsatzkräften ermöglichen, einen Einsatzort mit gutem Gefühl zu verlassen, wenn die Erste Hilfe für die Seele beginnt.

So können Sie diese Arbeit unterstützen!

Die Stiftung Notfallseelsorge bietet Ihnen exemplarisch sechs Möglichkeiten:

Geldspende
Sie spenden einmalig oder regelmäßig einen von Ihnen frei gewählten Betrag, um gezielt ein zweckbestimmtes Projekt zu fördern.

Zustiftung
Sie stiften einmalig oder regelmäßig einen von Ihnen frei gewählten Betrag in das Stiftungskapital oder Sie hinterlassen einen Vermögenswert oder eine Erbschaft und erwirken eine nachhaltige Vermögensbindung.

Anlassspende
Sie haben etwas zu feiern und bitten Ihre Gäste anstelle von Geschenken um eine Spende für die Stiftung Notfallseelsorge. So kann Ihr Geburtstag, Ihre Verabschiedung aus dem Dienst oder Ihre Beförderung zu einer ganz besonderen Feier werden.

Unternehmensspende
Sie fördern die Ziele der Stiftung durch Bereitstellung von Geld, Zeit, Sach- / Dienstleistungen oder Know-how durch Ihr Unternehmen / Geschäft.

Wohltätigkeitsleistung
Sie stellen als aktiver Förderer eine Plattform für die Stiftungsarbeit zur Verfügung. Sie laden uns zu Ihrer Veranstaltung bspw. im Rahmen eines Konzertes, eines Tages der Offenen Tür, eines Stadtteil-, Vereins-, oder Unternehmensfestes als Gäste ein und ermöglichen der Stiftung Notfallseelsorge damit gezielte Öffentlichkeitsarbeit.

Sie kennen Förderer und Geber aus Wirtschaft, Politik und Vereinswesen und fördern die Kontaktaufnahme zu Interessenten der Stiftung.

Produktangebote
Wenn Sie zu besonderen Anlässen, Taufen, Geburtstagen oder Weihnachten noch über Geschenke nachgrübeln, empfehlen wir Ihnen gerne unsere Kerzen und Teddys. Sie helfen der Stiftung NOTFALLseelsorge durch den Kauf und tragen zur Steigerung des Bekanntheitsgrades der Notfallseelsorge bei.

Ausstattung regionaler Systeme mit violetten Einsatzjacken

Dank der Berücksichtigung bei der Vergabe des Bußgeldes des „Ackermann-Prozesses“, konnten 2007 für regionale Notfallseelsorgegruppen ca. 100 violette Einsatzjacken und –westen im Wert von 5000 Euro vergeben werden. Damit wird die Arbeitsfähigkeit in den einzelnen Systemen gestärkt, ein zeitaufwendiges Austauschen der Schutzkleidung entfällt und für größere Einsätze ist die sofortige Einsatzbereitschaft eines Teams möglich.

Öffentlichkeitsarbeit durch Vorträge und Standpräsenz

Mit Vorträgen in unterschiedlichen Gremien und Organisationen wurde die Arbeit der Notfallseelsorge und der STIFTUNG NOTFALLSEELSORGE interessierten Hörern vorgestellt. So bspw. beim Expertenworkshop „MIC – Bestandsaufnahme und Aussichten“ vom 27. – 29. März 2007 in der Akademie für Krisenmanagement, Notfallplanung und Zivilschutz, Bad Neuenahr – Ahrweiler.

Trostpflaster

Mit Unterstützung der Bruderhilfe konnten 10.000 Stück Trostpflaster gedruckt und durch viele fleißige Helfer mit Pflasterstreifen beklebt werden. Zum Kirchentag im Juni 2007, beim Bundeskongress 2007 und auf weiteren Veranstaltungen fanden die Pflaster reißenden Absatz. Die Ausgabe der Trostpflaster eröffnete in vielen Fällen ein Gespräch über die Notfallseelsorge und die STIFTUNG NOTFALLSEELSORGE.

Bewerbung „innovatio“ und „365 Orte im Land der Ideen“

Die Bewerbung der STIFTUNG NOTFALLSEELSORGE um den Sozialpreis für caritatives und diakonisches Handeln „innovatio“ führte zwar nicht zum Sieg, jedoch zur Weitervermittlung an die Initiative „Deutschland – Land der Ideen“ unter der Schirmherrschaft von Bundespräsident Horst Köhler. Bewerber die mit Engagement, Kreativität und Ideenreichtum ihr Projekt vertreten, wurden darin gesucht. Die STIFTUNG NOTFALLSEELSORGE beteiligte sich mit der Austragung des Bundeskongresses für Notfallseelsorge und Krisenintervention in Koblenz an der Ausschreibung, um sich an einem Tag mit ihrem Anliegen der Öffentlichkeit zu präsentieren. Berücksichtigt wurden wir bei der Vergabe im Jahr 2007 leider nicht.

Kirchentag

Der 31. Deutschen Evangelischen Kirchentag fand unter dem Motto „lebendig und kräftig und schärfer“ (Hebräerbrief, Kapitel 4, Vers 12 ) vom 06. bis 10. Juni 2007 in Köln statt.

Der Kirchentag begann am Mittwochabend, dem 06.06.07 mit drei zentralen Eröffnungsgottesdiensten.

Im Anschluss an die Gottesdienste lud die gastgebende Evangelische Kirche im Rheinland zum Abend der Begegnung rechts und links des Rheinufers ein.

An diesem Abend war die STIFTUNG NOTFALLSEELSORGE mit der Feuerwehr- und Notfallseelsorge vor dem Landschaftsverband Rheinland auf dem rechten Rheinufer vertreten, erkennbar an einem großen roten Verpflegungscontainer der Berufsfeuerwehr Köln und verkaufte alkoholfreie und dennoch scharfe Getränke. Kirchentagsbesucher wurden herzlich zu einer persönlichen Begegnung mit der Arbeit und den Menschen der STIFTUNG NOTFALLSEELSORGE eingeladen.

Von Donnerstag bis Samstag war die Messe mit dem

Markt der Möglichkeiten im Kölner Stadtteil Deutz der Hauptveranstaltungsort des Kirchentages. Aber auch in der Innenstadt finden in zahlreichen Kirchen und auf Open-Air-Bühnen Veranstaltungen statt.

Die Notfallseelsorge war von Donnerstag bis Samstag mit einem Info- und Aktionsstand auf dem Markt der Möglichkeiten vertreten. Ansprechpartner der Stiftung wirkten dort mit und informierten über die Aktivitäten der
STIFTUNG NOTFALLSEELSORGE.

Abschluss und Höhepunkt des Kirchentages stellte der Gottesdienst mit anschließendem Jazz-Konzert unter dem Titel „Mit Schere und Spreizer“

auf der Feuer- und Rettungswache Köln-Deutz dar. Wir feierten einen berührenden Gottesdienst für und mit Einsatzkräften und interessierten Kirchentagsbesuchern.

Die Wegzehrung mit Wort, Brot und Trauben in 10 großen Kreisen in der Halle und auf dem Hof der Feuerwache wurde freudig und ernst angenommen.

Ein besonderer Gottesdienst klang mit dem Segen für die mehr als 300 Gottesdienstbesucher, der Verteilung von Segenskarten für die Einsatzkräfte und der Einladung zum nachfolgenden Konzert und Empfang würdig aus.

Alle Besucher wurden mit umfassendem Informationsmaterial der STIFTUNG NOTFALLSEELORGE ausgestattet.

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31.12.2007



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