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Die Versöhnungskirche, Overath

Die Versöhnungskirche in Overath wurde von Bartning erbaut (Serienkirche Typ "Diasporakapelle").

Auf diesem Wege versende ich ab und zu einige Informationen über die Kirchenbauten des Architekten Otto Bartning an Kirchengemeinden mit einer Bartning-Kirche und andere Interessierte.

Heute möchte ich Sie auf die ambitionierte Ausstellung "OTTO BARTNING - ARCHITEKTUR UND RELIGION" aufmerksam machen, die noch bis zum 15. Oktober 2003 im münsterländischen Gescher in der dortigen - von Bartning erbauten - Gnadenkirche zu sehen ist, siehe Pressemitteilung des Landeskirchenamtes Westfalen und Information der Kirchengemeinde. Eine vorherige Kontaktaufnahme mit der Kirchengemeinde ist evtl. empfehlenswert, z. B. wenn Interesse an einer Führung besteht (http://www.ev-gescher.de).

Zum Stand meiner Recherchen "in Sachen Bartning-Kirchen" lässt sich Folgendes sagen:

Der heutige Status der im Bartning-Werkverzeichnis (von Bredow und Lerch) aufgelisteten 114 inländischen Kirchen konnte weitestgehend aufgeklärt und einiges an Informationen zusammengetragen werden. 104 dieser Kirchen sind erhalten (6 wurden im Laufe der Zeit abgerissen oder fielen einem Brand zum Opfer und 4 sind zwar geplant gewesen, aber nicht verwirklicht worden). Darüber hinaus konnten 6 Kirchen ermittelt werden, die von Bartning in Deutschland gebaut wurden, aber nicht im Werkverzeichnis aufgeführt sind.
Insgesamt wurden danach 116 inländische Kirchenbauten Bartnings realisiert:

  • - 10 Vorkriegskirchen (die allesamt erhalten sind und heute noch als Kirchen genutzt werden);
  • - 43 "Notkirchen" Typ A (2-mal) oder (41-mal) B (41 dieser 43 Notkirchen sind erhalten, von ihnen werden 4 heute nicht mehr als Kirche, sondern als Gemeinderaum genutzt);
  • - 52 "Notkirchen" Typ Diasporakapelle oder Gemeindezentrum (hiervon sind 47 erhalten, davon steht 1 heute in Litauen und 6 wurden innerhalb Deutschlands umgesetzt); 2 werden heute als Gemeinderaum genutzt und 3 nicht mehr von Kirchengemeinden (sondern als Wohn- oder Lagerhaus). Mitgezählt (bei den 47 erhaltenen) ist die Apostelkirche in Osnabrück-Sutthausen, die in der Literatur unter diesem Typus aufgeführt ist (nach der Gestalt des Baukörpers kann dies jedoch nicht stimmen, weitere Informationen liegen noch nicht vor);
  • - 7 sonstige Nachkriegskirchen (alle erhalten und nach wie vor sakral genutzt);
  • - 4 Kirchen, die Bartning restauriert hat (teilweise mit Innenumbau).
  • Außerdem ist noch die von Bartning für ein Krematorium erbaute Trauerhalle erfasst (da man sie im weiteren Sinne ja auch den Sakralbauten zurechnen kann) und es wurden noch einige nicht realisierte Kirchenentwürfe aus der frühen Schaffensperiode mit einbezogen.

Möglicherweise existieren jedoch noch weitere, "unentdeckte" Bartning-Kirchen. Bisher konnten 6 projektierte Notkirchenstandorte ermittelt werden, an denen das Vorhaben nur eingeleitet, aber nicht realisiert wurde. Bei weiteren potenziellen Standorten herrscht noch Unklarheit. So finden sich auf einer historischen Karte zur Übersicht des Notkirchenprogramms (http://www.dhm.de/ausstellungen/diakonie/panoramen/bild58.htm) ein Standort auf Rügen, einer in/bei Greifswald, einer nordwestlich der Stadt Forst und 3 südlich von Chemnitz. Auch für Westdeutschland gibt es solche Einträge, über die ich keinerlei Informationen habe (z. B. Gemeindezentren / Diasporakapellen südöstlich von Münster und nordöstlich von Hannover). Wenn hier jemand mit Hinweisen helfen kann, würde ich mich sehr freuen.
Schließlich bitte ich Sie noch um Benachrichtigung, falls ... Sie jemanden kennen, der auch Interesse an Informationen dieser Art haben könnte.
Herzliche Grüße aus Jena

Immo Wittig

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