Der große begnadete Rhetoriker und Barock-Prediger Abraham a Santa Clara war immer wieder entrüstet über den Sittenfall in seiner Stadt Wien. So schimpfte er einmal von der Kanzel: "Die Frauen von Wien sind nicht wert, dass sie der Teufel hole!!!" In der Wiener High Society regte sich Entrüstung über diese üble Beschimpfung. Man wurde bei Abraham vorstellig, beschwerte sich, forderte ihn auf, seinen "Ausfall" am nächsten Sonntag zu bereinigen. Abraham a Santa Clara am nächsten Sonntag: "Liebe Brüder und Schwestern, ich widerrufe, was ich letzten Sonntag im Zorn gesagt habe, die Frauen von Wien sind doch wert, dass sie der Teufel hole!"
Der Herr Pastor sitzt über dem Manuskript seiner Sonntagspredigt. Das Töchterchen fragt: "Hast du mir nicht erzählt, der liebe Gott sagt dir, was du schreiben sollst?" "Gewiss, mein Kind." "Warum streichst du dann so viel wieder weg?"
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Im Religionsunterricht wird die Bergpredigt besprochen. Heute ist die Stelle dran, an der Jesus sagt: "Ihr habt gehört, dass zu den Alten gesagt ist:
Auge um Auge, Zahn um Zahn. Ich aber sage euch, dass ihr nicht widerstreben sollt dem Übel..."(Mt. 5,38f.)(Mose sagt das den alten Israeliten). Der Lehrer fragt: "Warum wird Jesus das wohl gesagt haben?" Schüler: "Jesus hatte bedacht, dass die Alten meist keine Zähne mehr haben."
D. M.
Der Lehrer hat den Schülern ans Herz gelegt, wenn sie in ihren späteren Jahren vor schwierigen Lebensfragen stehen, dann sollten sie sich fragen, was die Menschen der Bibel getan hätten und sich danach verhalten. "Wer weiß mir ein Beispiel?" fragt der Lehrer.
Moritz: "Sagen wir, ich hätte von meinem Vater den Gemüseladen geerbt. Da kommt eines Morgens mein Onkel, der Großhändler ist, vom Großmarkt mit einem Lastwagen voll Zwiebeln, um sie mir zu verkaufen. Wenn er dann wissen will, was ich ihm dafür bezahle, frage ich mich: "Wieviel hätte wohl der Apostel Paulus dafür gegeben?"
D. M.