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Mit den Füßen beten:

Materialien für Organisatoren von Pilgerwegen

Eine Arbeitshilfe der Männerarbeit gibt Hinweise, wie ein Tag des Pilgerns strukturiert werden kann und welche Vorbereitungen notwendig sind.

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Initiatoren

„Evangelisch Pilgern im Rheinland“ ist ein Kooperationsprojekt des Zentrum für Männerarbeit und dem Amt für Gemeindeentwicklung und missionarische Dienste (gmd) der Evangelischen Kirche im Rheinland.

Männerarbeit der EKiR

GMD

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Service

Wolken vor blauem Himmel. Foto: Christoph Nötzel

Impulse

In der Stille beginnst du zu hören

Der Weg in die Tiefe ist der Weg in die Stille. Körper-, Atem und Imaginationsübungen helfen in eine Haltung der Stille zu finden – am Anfang des Weges oder mittendrin.

Ankommen:

  • Die Teilnehmer finden sich zu Beginn des Weges in einem Kreis zusammen
  • Sie stellen sich einander vor.
  • Der Pilgerführer gibt Hinweise zum Ablauf des Pilgerweges. Besonders weist er darauf hin, dass Phasen des gemeinsamen Schweigens und des Gespräches abwechseln werden: Wir werden Schweigen, aber auch Zeit zum Gespräch haben, mal mit dem einen, dann mit dem anderen. Etwa zu Mitte des Weges werden wir eine Pause halten und da auch Gelegenheit zum Austausch haben. Wir beschließen unseren Pilgerweg mit einer gemeinsamen Andacht an unserem Zielort.
  • Eine Bitte noch: Lasst uns aufeinander achten, damit niemand überfordert wird und zugleich ein jeder in dem Tempo gehen, das für ihn selbst angemessen ist.

Übung zum Atmen:

Um in die Haltung des Pilgerns zu finden, beginnen wir mit einigen einfachen Körperübungen.

Lasst uns die Frische des neuen Tages in uns aufnehmen.
Mit den Füssen suchen wir einen festen Stand. ...
Das Gewicht auf die Zehen schieben. Spüren.
Das Gewicht auf die Fersen schieben. Spüren.
Guten Stand suchen mit dem Gewicht in der Mitte der Füße.

Ich richte mich auf ...
und stehe aufrecht da
erhobenen Hauptes, als wäre mein Kopf mit einem unsichtbaren Faden mit dem Himmel verbunden.
Ich nehme den ganzen Raum ein, der mir mit meiner Person gegeben ist.
Ich atme ein ... und ich atme aus.

Atmen heißt, empfangen und wieder loslassen.
Daraus besteht unser Alltag, heute beim Pilgern, aber auch zu Hause.

Beim Pilgern sind wir so unterwegs, dass wir das, was uns begegnet, bewusst wahrnehmen und empfangen ...
und uns von ihnen in unserem Nachdenken anregen lassen.
Währenddessen führt uns unser Weg weiter.
Wir lassen alte Eindrücke wieder los und werden so frei für Neues.
Empfangen und loslassen – wie beim Atmen.
Lasst uns noch mal eine Zeit lang unserem Atem betrachtend folgen.
Bei jedem Einatmen sagen wir schweigend zu uns: ‚Empfangen’.
Bei jedem Ausatmen: ‚Loslassen’.

Empfangen … - Loslassen ..

Impuls zum Schweigen - Gehen - Beten

Schweigen möchte ich, um DICH in allen Dingen wieder zu entdecken

Zu Gast bei mir selbst möchte ich sein.
Meine innere Unruhe aushalten.
Sie im Schweigen verwandeln lassen von DIR.

Schweigen möchte ich
und leer werden,
damit DU mich erfüllen kannst

Zu Gast bei mir selbst möchte ich sein,
um meine Beziehungen vertiefen zu können
und DICH als Grund aller Beziehungen zu sehen

Schweigen möchte ich
im bewussten Ein- und Ausatmen.
Alltagssorgen loslassen,
um behutsam DICH als Lebensquelle zu erahnen

Schweigen möchte ich …

Amen!

Gehen

„Ich will ihn gehen“ - auf der Erde gehen.
Bei jedem Schritt den Boden berühren,
spüren, wie die Erde mich trägt - die uns alle trägt.
Das Gehen ist das Geheimnis dieses Weges.
Man entschleunigt, entdeckt die Langsamkeit.
Wichtig ist der nächste Wegweiser.

Beim Gehen begegnet man sich selbst.
Ohne Gehen entgeht uns viel.
Beim Gehen kommen einem die besten Gedanken. Der Geist geht zu Fuß. Beim Gehen bewegen sich nicht nur die Beine - alle Sinne sind beteiligt:
sehen, hören, riechen, schmecken, fühlen.
Ich bin in Berührung mit den Elementen - Erde, Luft, Wasser.

„Wie geht es dir?“ so fragen wir.
Gehen und Ergehen hängen zusammen.

Der Weg

Gehen hat eine religiöse Dimension.
Glauben heißt: einen Weg gehen.
Jesus hat keine neue Religion gegründet.
Er ist einen, seinen Weg gegangen.
Er hat keine Weltanschauung proklamiert.
Er hat Menschen eingeladen:
„Geht mit mir meinen Weg. Folge mir nach.“
Am Anfang stand also keine Idee, kein Dogma - nur dies:
Geh den Weg - dann wirst du’s erfahren.
Gehe - alles Weitere wird sich finden.  

Jeder Mensch hat seinen, eigenen, unverwechselbaren Lebensweg,

auch seinen einmaligen Weg zu Gott.

Jeder Weg ist anders, keiner ist dem andern gleich.

Segenshandlung

Einleitung:

Diejenigen, die mitmachen wollen, lade ich ein, sich tief zu bücken.
Beuge dich und lass deinen Kopf einfach hängen.
Richte dich nun ganz langsam wieder auf,
Wirbel für Wirbel, ...
zuletzt hebe deinen Kopf. ...

Wir stehen aufrecht, aufgerichtet vor Gott.
Geht euren Weg aufrecht!
Geht euren Weg in Freuden!
Gott segne euch!

Amen!

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01.04.2014



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