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Mit den Füßen beten:

Materialien für Organisatoren von Pilgerwegen

Eine Arbeitshilfe der Männerarbeit gibt Hinweise, wie ein Tag des Pilgerns strukturiert werden kann und welche Vorbereitungen notwendig sind.

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Initiatoren

„Evangelisch Pilgern im Rheinland“ ist ein Kooperationsprojekt des Zentrum für Männerarbeit und dem Amt für Gemeindeentwicklung und missionarische Dienste (gmd) der Evangelischen Kirche im Rheinland.

Männerarbeit der EKiR

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Service

Eine Person schöpt Wasser an einem Wasseraustritt aus einem Stein. Foto: Christoph Nötzel

Pilgern

Warum ich als evangelische Pfarrerin das Pilgern für mich entdeckt habe

Diemut Meyer, Pfarrerin: Ende der 90er Jahre spürte ich: meine tägliche Losung und Bibellese sind mir wichtig und geben mir nach wie vor Orientierung. Aber ich brauchte damals mehr. Der Wunsch entstand Körper, Geist und Seele in meiner Glaubenspraxis zu integrieren.

Als Protestanten sind wir ja oft sehr kopfbetont. Meinem Naturell entspricht es nicht, sich tagelang in ein Kloster zu begeben. Ich brauche Bewegung, Erfahrung in der Natur und da begegnete mir das Pilgern. Schnell merkte ich, dass es für mich eine tolle Erfahrung ist. Auszusteigen aus dem Alltag, in die Einsamkeit und Stille zu gehen, die wunderbare Schöpfung Gottes mit neuen Augen wahrzunehmen, achtsam zu sein, in Kirchen einzukehren und Gott in meinem Herzen zu begegnen.

Fast 3000 km bin ich auf den Jakobswegen in Spanien, Frankreich, Schweiz und in Deutschland gepilgert. Es gibt Strecken, die fordern einen körperlich sehr heraus, wenn dann noch die Sonne brennt, kommt man schon mal an seine Grenzen. Die Anstrengung gibt aber auch eine tiefe Befriedigung. Ich bin ein Stückchen weiter auf dem Weg, habe manche Hürde überwunden. Und nach der Anstrengung kommt die Pause, die Erholung. Der Körper ist ein Wunderwerk, das sage ich in aller Demut.

Foto: Christoph Nötzel Foto: Christoph Nötzel

Was mir das Pilgern bedeutet?

Wir alle sind heute zuhause im Alltag und in unseren Berufen ständigem Druck und Stress ausgesetzt. Viele Menschen werden dadurch krank. Beim Pilgern kann ich aus allem aussteigen und fragen, ob die Richtung im Leben noch stimmt. Pilgern ist für mich eine Form der Meditation, die den Glauben und den Geist belebt. Ich kann mich Gott öffnen und mich auf das Wesentliche reduzieren. Es tut gut, die ständigen Versuchungen der Konsumwelt abzuschütteln, die uns glauben machen wollen, was wir angeblich alles brauchen, um im Leben glücklich und zufrieden zu sein. Man braucht fast nichts, ist meine Erfahrung.

Es ist auch eine Reise ins Innere. Das geht zu Fuß wunderbar. Durchatmen, zur Ruhe kommen. Schritt für Schritt. Und dann auch die Sehnsucht, ein Gespannt sein auf Veränderung, auf neue Erlebnisse, Eindrücke, Erfahrungen und Begegnungen.

Pilgern ist regenerieren, auftanken neuer Lebensenergie und ein ganzheitliches Erleben.

Diemut Meyer, Pfarrerin für Öffentlichkeitsarbeit und Fundraising im Kirchenkreis Düsseldorf-Mettmann, pilgert seit 1999 und bietet im Kirchenkreis jedes Jahr mit einem Team einen kreiskirchlichen Pilgertag an.

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01.04.2014



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