Losung

für den 05.08.2020

Der HERR, der gütig ist, wolle gnädig sein allen, die ihr Herz darauf richten, Gott zu suchen.

2.Chronik 30,18-19

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Konfirmandenarbeit

Partizipation in der Konfi-Arbeit

In der Konfi-Zeit (KA) setzen sich Jugendliche mit Kirche und Glaube auseinander. Ein partizipativer Ansatz trägt dazu bei, dass diese Zeit gewinnbringend erlebt und erfahren wird.

Partizipation

Mit Konfis partizipativ Arbeiten. Leitartikel und fachlich theoretische Grundlagen. Ein Begleitheft für die praktischen Module.

© Kai Steffen © Kai Steffen

Partizipation in der KA bedeutet Zusammenarbeit mit Jugendlichen auf Augenhöhe: Wahrnehmen von und Hören auf Konfirmandinnen und Konfirmanden, ihre Ideen und Visionen wertschätzen und miteinander  Gemeinde gestalten. Diese Stichworte sind für viele in der Evangelischen Kirche im Rheinland bereits Grundlagen der KA. Andere wollen dies umsetzen, brauchen aber Ideen hierzu. Daher finden sich hier vertiefende Überlegungen und praktische Module online.

Doch vorher eine kurze Besinnung: Was meinen wir, wenn wir von Partizipation in der KA sprechen? Und wie können wir heute KA beschreiben?

KA bietet ein Gruppenerlebnis, bei dem sich Jugendliche zwischen 12 und 14 Jahren außerhalb ihrer Familie und ihrer Schule ausprobieren können. Die Jugendlichen können ihren augenblicklichen Glauben formulieren, ihn auf seine Tragfähigkeit prüfen und weiterentwickeln. So haben sie einen Platz in der Gemeinschaft der Glaubenden. Dies wird in der Konfirmation gefeiert.

Jeder Mensch ist von Gott geschaffen, einmalig und wertvoll. Von daher sind junge Menschen gleichwertige Mitglieder der Gemeinde. Partizipation eröffnet ihnen Räume, in denen sie sich als wertgeschätzte Mitgestalter*innen der Kirche erfahren können. So geschieht Mitwirkung und Mitbestimmung von Konfirmand*innen bei Planungen, Entscheidungen und Gestaltung z. B. in Bezug auf die Gruppenstunden, den Gottesdienst, die Aktionen in der KA.

Eine partizipative KA bedeutet konsequent umzusetzen, was die Synode der EKiR von 2011 in der Handreichung KA beschlossen hat:

„Konfirmandinnen und Konfirmanden als kompetent für ihre eigene Lebenswelt, ihre Altersgruppe, ihre Sprache, ihre Interessen und Verhaltensweisen wahrzunehmen und sie als Partnerinnen und Partner an der Gestaltung der KA zu beteiligen (…) Die bundesweite Studie bestärkt diesen Weg, zeigt aber auch, dass dieser Ansatz noch konsequenter umgesetzt werden muss. Durch ihre Taufe sind die Konfirmandinnen und Konfirmanden bereits vollwertige Glieder der Gemeinde, sie werden dies nicht erst durch die Aneignung bestimmter Wissensinhalte. Die Jugendlichen bringen unterschiedliche Glaubenserfahrungen, Vorkenntnisse und Fragen mit. Ihre Perspektiven untereinander, mit dem biblischen Zeugnis und dem gelebten Glauben der erwachsenen Gemeinde ins Gespräch zu bringen, ist die Herausforderung der KA. Denn wie alle Getauften brauchen die 12- bis 14-Jährigen Entwicklungsräume und Begleitung, um als Christinnen und Christen leben und wachsen zu können. Partizipation ist ein Weg, dieser Herausforderung zu begegnen: Die aktive und nachhaltige Mitbestimmung der Jugendlichen über die Formen und Inhalte der KA und die Mitwirkung an den entsprechenden Umsetzungen.“
 

Die Jugendsynode 2019 hat diesen Ansatz einer partizipativen KA bekräftigt und um Ausarbeitung von Modulen hierzu gebeten. In der hier vorgestellten Handreichung finden sich allerdings keine fertigen Entwürfe, denn dies würde der Idee der Beteiligung widersprechen. Hier finden sich Vertiefungen und Online-Module:

Die Vertiefungen beziehen sich auf fachlich-theoretische Diskurse und bieten Impulse zu folgenden Themen:

  • Was ist Partizipation?
  • Partizipation -  biblisch und ekklesiologische Grundlagen
  • Didaktik einer partizipativen  KA
  • Zeitaufwand und Ressourcen
  • Haltung und vertrauen
  • Was bewirkt Partizipation?
  • KA-Studien zeigen die Notwendigkeit von Beteiligung
  • Partizipation und Pubertät

Die Online-Module sind kurze praktische Ideen und konkrete Anregungen für die eigene Arbeit vor Ort. Sie beschreiben exemplarisch einen Weg und einen Prozess zu mehr Partizipation. Diese Anregungen sollen die Arbeit vor Ort bereichern und zusammen mit Teams und mit den Konfirmand*innen selbst ausgearbeitet und umgesetzt werden. Auf der Internetseite werden weite Module folgen. Die Module beziehen sich auf folgende Bereiche: Struktur, Inhalt, Methode, Gottesdienst, Team, Eltern/Paten/Gemeinde.

Die Module sind auch als Best Practice gedacht und werden im Laufe der Zeit erweitert. Erfahrungen aus den Gemeinden vor Ort können gerne an den Arbeitsbereich KA am PTI-Bonn zurückgespielt werden. Auch neue und weitere Module sind willkommen und werden gerne online eingestellt.
Kontakt: PTI-Bonn, kai.steffen(at)pti.ekir.de

Alle Vertiefungstexte finden Sie in der Broschüre Konfi-Arbeit partizipativ gestalten - Begleitheft zu praktischen Modulen für die Arbeit mit Konfirmandinnen und Konfirmanden

 



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