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Herbstausstellung im Haus der Begegnung 2013

ruach - Atem, Wind, Schöpferkraft

Vom 14.11.2013 bis zum 31.1.2014 zeigte das Haus der Begegnung, Sitz von Akademie und Pädagogisch-Theologischem Institut, Werke von 15 Künstlerinnen der GEDOK Bonn. Verbindendes Thema war das hebräisch-biblische Wort für Schöpferkraft, die "ruach".  

Heidi H. Kuhn, Rote Schale. Öl auf Leinwand, 1013, 80 x 100 cm Heidi H. Kuhn, Rote Schale. Öl auf Leinwand, 1013, 80 x 100 cm

Am Donnerstag, 14. November 2013, wurde die Ausstellung

"ruach. Geistes-Gegenwart. weiblich-schöpferisch-geheimnisvoll"

mit einer sehr gut besuchten Vernissage eröffnet.

Professor Fermor: Die Ausstellung lädt ein zur Beschäftigung mit Spiritualität und ihren Quellen
"Spiritualität ist heute in aller Munde, auch bei denjenigen, die sich nicht der Kirche verbunden fühlen". Darauf wies Professor Gotthard Fermor, Direktor des Pädagogisch-Theologischen Instituts, in seiner Einführung hin. Dabei werde aber meist gar nicht gesehen, dass dieser Begriff biblische Wurzeln hat. Der Begriff "Spiritualität" leitet sich ab vom lateinischen Wort für Geist, von spiritus. In der Übersetzungsgeschichte führt ebendieses lateinische spiritus letztlich auf das hebräische ruach zurück, das "Atem", "Wind", Schöpferkraft bedeutet. "So laden wir Sie mit dieser Ausstellung hier im Haus der Begegnung dazu ein, sich mit dem aktuellen Begriff der Spiritualität und ihren Quellen auseinanderzusetzen und an den Entdeckungsreisen der Künstlerinnen zu diesem Thema teilzunehmen", so Professor Fermor. 

Dr. Lafont-König: ruach bot Gelegenheit zur spannenden künstlerischen Auseinandersetzung
Wie spannend diese Entdeckungsreisen sein können, sei ihr erst im Lauf des Entstehungsprozesses der Ausstellung deutlich geworden, bekannte Dr. Clotilde Lafont-König, Vorsitzende der GEDOK Bonn, bei ihrem Grußwort. Da sie einige Jahre in Süddeutschland gelebt habe und "Ruach" dort ein mundartliches Schimpfwort sei, habe sie zunächst gedacht:" Warum muss etwas so Hässliches in einem so schönen Haus ausgestellt werden?" Doch dann habe sie sich mit diesem ganz anderen ruach-Begriff, der biblischen ruach, vertraut gemacht und habe die künstlerische Umsetzungen mit Interesse und Begeisterung wahrgenommen.

Julitta Franke: Künstlerinnen versuchen Transzendenz der ruach transparent zu machen
Die Künstlerin Julitta Franke von der GEDOK führte mit ihrem Vortrag "Be-geisterung und In-spiration. Die Quellen der schöpferischen Kraft" thematisch in die Ausstellung ein. "Ruach ist die Lebensspenderin aller Schöpfung", unterstrich Franke. "Siebzehn Künstlerinnen haben versucht in ihren Gestaltungen etwas sichtbar zu machen, was sich jeder unmittelbaren Anschauung entzieht. Ihre Werke versuchen die Transzendenz der Ruach transparent zu machen. Es wäre ein schöner Erfolg, wenn die Inspiration  der Künstlerinnen an die Betrachter weiter gegeben werden könnte."  

Ganzheitliche Kunsterfahrung: die Performance von Theatron ToKosmo auf der Vernissage
Zwei Künstlerinnen der Gruppe Theatron ToKosmo begleiteten die Vernissage künstlerisch und musikalisch. In ihren Performances trafen Tanz, Malerei und Musik aufeinander und wurden zu einer neuen, eigenen ganzheitlichen Kunsterfahrung.

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Leitmotiv der Ausstellung: die ruach - Atem, Wind, Schöpferkraft
Die ruach, Leitmotiv der Ausstellung, ist das hebräisch-biblische Wort für Schöpferkraft, ruach ist die weibliche Seite Gottes. Wortwörtlich  bedeutet die ruach "Atem" oder "Wind". Ebenso können die Begriffe "Geheimnis", "Hauch", "Weite", "Geist" damit verbunden werden.  

Der göttliche Ursprung der ruach - nicht verfügbares Geheimnis
Der göttliche Ursprung der ruach bleibt nicht fassbares und  nicht verfügbares Geheimnis. Es  ist immer dort zu erfahren, wo Leben sich schöpferisch zeigt und gebiert. Denn der Atem und der Wind lehren es uns: So wie sie nicht festzuhalten sind und dennoch alles Leben durchströmen, so verfügen wir nicht über unseren Grund, sondern leben dankbar und gestaltend von und durch ihn.

Die ruach - Auseinandersetzung mit dem schöpferischen Grundimpuls von Kunst
Über diesen zentralen Begriff der jüdisch-christlichen Tradition ist die Kunstgruppe des Hauses der Begegnung mit den Künstlerinnen der GEDOK Bonn ins Gespräch gekommen.  Davon angeregt haben sie die Künstlerinnen sich mit dem spirituellen Grundimpuls von Kunst auseinandergesetzt - auch gerade von seiner weiblichen Seite aus. Die daraus entstandenen Arbeiten wurden jetzt erstmalig im Rahmen dieser Ausstellung gezeigt.  

Arbeiten von 15 Künstlerinnen der GEDOK Bonn
Gezeigt wurden Arbeiten von Birgitta Büssow, Barbara Hoock, Annette Kipnowski, Rose Kretzschmar, Heidi H. Kuhn, Milena Kunz-Bijno, Nicole Meyer-Habault, Sabine Neuhaus, Katharina Otte-Varolgil, Sabine Prechtel, Sighild Simon, Ruth Tauchert, Lilo Werner, Marita Windemuth-Osterloh und Katja Zander.

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Mehr Informationen

 

hbl / Evangelische Akademie im Rheinland - EKiR.de / 08.02.2014



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