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Frühjahrsausstellung 2015 im Haus der Begegnung

Peter Tutzauer: Weltsichten

Mit einer gut besuchten Vernissage wurde am 28. Mai die Frühjahrsausstellung 2015 im Haus der Begegnung, dem gemeinsamen Sitz von Akademie und Pädagogisch-Theologischem Institut, eröffnet. Dieses Mal sind Werke des Bonner Malers Peter Tutzauer zu sehen.

Dank an den Künstler: Professor Fermor (r.) und Peter Tutzauer (l.) auf der Vernissage. Foto: H.Blum Dank an den Künstler: Professor Fermor (r.) und Peter Tutzauer (l.) auf der Vernissage. Foto: H.Blum

Peter Tutzauer hat für seine Werkschau im Haus der Begegnung den Titel "Weltsichten" gewählt. Der Künstler hat viele Länder bereist. Aber seine "Weltsichten", die während dieser Reisen und im Bonner Atelier entstanden sind, sind kein Mainstream, kein flüchtiger, touristischer Blick auf Länder und Menschen. 

"Weltsichten" erschließt interkulturelle und interreligiöse Dimensionen
Mit seinen "Weltsichten" erschließt Tutzauer vielfältige interkulturelle und interreligiöse Dimensionen. Dabei gibt er keiner Sicht den Vorrang - so wie er es auch in seinem Einleitungstext zur Vernissage zum Ausdruck bringt:

Alle Götter sind gleich.
Alle Götter sind menschlich.
Alle Menschen sind göttlich.
   

Viele der gezeigten Bilder haben analoge und digitale Anteile, sie sind im Zusammenwirken von Digitalkamera, Leinwand und Pinsel entstanden. Das Spiel der Konstruktion und Rekonstruktion und der Tausch von Silhouette und Schatten sind nur zwei weitere Themen der jetzt im Haus der Begegnung zu besichtigenden Bilder von Peter Tutzauer.

Ein wandhohes Transparent weist bereits am Eingang des Tagungshauses auf die Ausstellung hin. Auf dem Transparent ist eine meditierende Buddhastatue abgebildet, die mit Mitteln der Bildbearbeitung wie auf eine startende Rakete montiert erscheint. Unterlegt ist die Montage mit einem Satz in drei Sprachen, in Deutsch, Englisch und Arabisch: "Alle Götter sind gleich." 

Die Ausstellung soll zur Diskussion über Religion anregen
Die jetzt im Haus der Begegnung gezeigte Ausstellung solle zur Diskussion über Religion anregen, sagte Professor Dr. Gotthard Fermor, Direktor des Pädagogisch-Theologischen Instituts der Evangelischen Kirche im Rheinland (pti), bei seiner Rede anlässlich der Ausstellungseröffnung. Schon jetzt, nur wenige Tage nach der Hängung der Bilder habe die Ausstellung diese Erwartung bereits eingelöst, so Fermor weiter. Insbesondere das Transparent an der Außenfassade sei ein Impulsgeber; es rufe Irritationen, Widerspruch, auch Zustimmung hervor.

Professor Fermor gab in seiner Einführungsrede zunächst einen Überblick über das Spektrum der Arbeiten von Tutzauer. In den Mittelpunkt seiner weiteren Ausführungen stellte er dann einige theologische Überlegungen zur Aussage dieses Transparents. Dabei griff er Überlegungen auf, die er anlässlich der ersten öffentlichen Hängung des Kunstwerks an der Fassade der Bonner Lutherkirche in dem Online-Magazin für Theologie und Ästhetik unter dem Titel "Peter Tutzauers Kunst-Stück: Alle Götter sind gleich" veröffentlicht hat und die dort auch nachzulesen sind.

Gotthard Fermor: Gottesbilder dürfen sich nicht verselbständigen,
man muss immer wieder die Ent-bildung, das Loslassen von Bildern praktizieren

Letztlich wolle das Transparent, ebenso wie andere Bilder in der Ausstellung, die drei großen monotheistischen Religionen Christentum, Judentum und Islam zum Nachdenken herausfordern, unterstrich der Direktor des pti. Im Blick auf Gottesbilder der monotheistischen Religionen bestehe immer die Gefahr, dass ihre Bildgehalte etwas Gewalttätiges gewinnen könnten, wenn sie sich verselbständigtn und nicht Medien in Richtung Transzendenz sind. Deshalb gelte es, die mystische Spur in jeder Religion zu beachten, also auch Ent-Bildung, das Loslassen von Bildern zu praktizieren, wie es zum Beispiel die Mystik Meister Eckharts lehrt. "Dieses Bild Tutzauers bringt mich auf diese Spur der Ent-bildung - ein Kunst-Stück weit.", so Fermor zum Schluss seines Vortrags.

Peter Tutzauer. Foto: privat Peter Tutzauer. Foto: privat

Über den Künstler

Peter Tutzauer, geboren 1949 in Neuburg (Donau) studierte von 1975 bis 1980 bei Prof. Karl Marx (1980 Meisterschüler) und Daniel Spoerri in Köln.

Seit 1977 zahlreiche Ausstellungen u.a. in Bonn, Frankfurt, Köln, Düsseldorf, Athen; Museumsausstellungen u.a. im Kunstmuseum Rovaniemi (Finnland), Kunstmuseum Mange St. Petersburg, Deutsches Plakatmuseum Essen, Grassi Museum Leipzig, Kunstpalast Minsk, Kunsthalle Osnabrück, Museum of Modern Art Panama, Museo Internationale Italia Arte MiiT Torino.

Kontakt:
info@tutzauer.de
www.tutzauer.de

Peter Tutzauer: "Unbekannter Künstler", Öl auf Leinwand, 100 x 150 cm, 2015. Foto: privat Peter Tutzauer: "Unbekannter Künstler", Öl auf Leinwand, 100 x 150 cm, 2015. Foto: privat

Praktische Hinweise

Peter Tutzauer
Weltsichten

Ausstellung im Haus der Begegnung
Mandelbaumweg 2
53177 Bonn

28. Mai 2015 - 31. August 2015

Öffnungszeiten
Mo. - Do. 9.00 - 16.30 Uhr
Fr. 9.00 - 13.30 Uhr
Weitere Termine, auch am Wochenende, nach Absprache. 

Der Eintritt ist frei.

Anfahrtshinweise unter www.hdb-bonn.de

Die Bilder aus der Ausstellung sind käuflich zu erwerben.
Kontakt über den Künstler: info@tutzauer.de

Zur Ausstellung ist in der Reihe "KUNST im Haus der BEGEGNUNG" des Hauses der Begegnung eine Kunstpostkarte kostenlos am Empfang erhältlich. Sie zeigt das hier abgebildete Motiv des "Unbekannten Künstlers".

 

 

 

hbl / Evangelische Akademie im Rheinland - EKiR.de / 30.05.2015



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