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für den 24.08.2019

Wenn ihr mich von ganzem Herzen suchen werdet, so will ich mich von euch finden lassen, spricht der HERR.

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Amtseinführung des PTI-Direktors

Am Sonntag, 27. März 2011, ist Dr. Gotthard Fermor in Bonn mit einem festlichen Gottesdienst von Oberkirchenrat Klaus Eberl in sein Amt als Direktor des Pädagogisch-Theologischen Instituts der Evangelischen Kirche im Rheinland (pti) eingeführt worden.

In seiner Predigt wandte sich der 47-jährige evangelische Theologe gegen eine vollständige Ökonomisierung der Bildung und wies auf das eigene Gewicht religiöser Bildung hin: „Humane Bildung braucht auch die Widerständigkeit religiöser Bildung, die zuerst wahrnehmen lernt, bevor der Zweck schon klar ist, die nicht auf den Begriff bringt, was nicht auf den Begriff zu bringen ist und gerade so den Bildungshorizont so weit wie möglich offen hält“, so Fermor. Gerade in der Irritation, im Aufbrechen mitgebrachter Bilder, in der Erneuerung von Sichtweisen liege die Kraft für jede Veränderung. Deshalb sei Bildung von der Wurzel her zuerst ein ästhetischer Prozess, denn sie habe es mit der Gestaltung, dem Wachsen und dem Wandel von Bildern zu tun.

In seiner Ansprache wies Oberkirchenrat Klaus Eberl, Leiter der Abteilung Bildung der rheinischen Kirche, darauf hin, dass das Haus der Begegnung, gemeinsamer Sitz von pti und Evangelischer Akademie im Rheinland, ein besonderer Ort sei, um Kirche zu gestalten. In den unterschiedlichen Arbeitsfeldern des pti, bei der Aus-, Fort- und Weiterbildung von Religionslehrerinnen und -lehrern, Erzieherinnen und Erziehern, Pfarrerinnen und Pfarrern, sei Raum, vom Glauben zu erzählen und andere zu ermutigen. Doch auch die im Bildungsbereich Arbeitenden selbst müssten als Person in den Blick genommen werden. Sie seien durch ihren beruflichen Einsatz vielfach stark beansprucht. „Mache die Augen auf, denn Ermutiger brauchen Ermutigung“, gab Eberl Fermor daher als einen von sechs Leitsätzen mit in sein neues Amt.

Im Anschluss an den Gottesdienst lud das pti zu einer Podiumsdiskussion ein. Unter dem Titel „Learning outcome?“ beschäftigte sie sich mit den Herausforderung und Widerständigkeiten religiöser Bildung angesichts eines aktuellen Bildungsbegriffs, der konkrete und messbare Kompetenzen in den Vordergrund stellt.

Die Podiumsteilnehmer kamen aus dem Bereich der Bildungspolitik, der Hochschule und der Bildungsinstitute: Ministerialdirigentin Dr. Beate Scheffler vom Ministerium für Schule und Weiterbildung des Landes Nordrhein-Westfalen, Landeskirchenrätin Dr. Johanna Will-Amstrong von der Evangelischen Kirche von Westfalen, Volker Elsenbast vom Comenius-Institut, der Evangelischen Arbeitsstätte für Erziehungswissenschaft in Münster, der Praktische Theologe Professor Dr. Michael Meyer-Blanck, Universität Bonn, und der Kulturwissenschaftler Professor Dr. Bernd Beuscher, Ev. Fachhochschule Rheinland-Westfalen-Lippe. Das Podium befürwortete eine Kompetenz- und Standardorientierung im Bildungsbereich, verwies aber gleichzeitig darauf, dass nicht jedes pädagogische Handeln messbar ist.

Fermor wurde im Juli 2010 in das Amt als Direktor des pti gewählt und hat seinen Dienst zum 1.1.2011 angetreten. Zuvor war er Dekan und Professor für Gemeindepädagogik und Diakonie an der Evangelischen Fachhochschule Rheinland-Westfalen-Lippe in Bochum. Sein Theologiestudium hat er in Wuppertal, Tübingen, Bonn und in den USA absolviert. Der gebürtige Düsseldorfer ist verheiratet und Vater dreier Kinder. Sein Schwerpunkt ist Systematische Theologie.

20.04.2011



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