Losung

für den 23.01.2019

Ich will mit ihnen einen Bund des Friedens schließen, der soll ein ewiger Bund mit ihnen sein.

Hesekiel 37,26

Jahresprogramm
Jahresprogramm

Download

mehr
Bibliothek
Bibliothek

Online-Recherche.

mehr
Filme online!
Filme online!

Medienportal PTI Bonn

mehr
Materialien
Materialien

Zugang + Download

mehr
RPI-Virtuell
RPI-Virtuell

Portal zu RU EKD

mehr
Service

Christlicher Religionsunterricht in der Grundschule: Asmin, Louisa, Shannon und Jason (vorn v. l.), besucht von Superintendetin Marion Grewe (v. l. ), Oberkirchenrätin Henrike Tetz, NRW-Schulministerin Yvonne Gebauer und Generalvikar Klaus Pfeffer. Christlicher Religionsunterricht in der Grundschule: Asmin, Louisa, Shannon und Jason (vorn v. l.), besucht von Superintendentin Marion Grewe (v. l. ), Oberkirchenrätin Henrike Tetz, NRW-Schulministerin Yvonne Gebauer und Generalvikar Klaus Pfeffer.

Konfessionell-kooperativer Religionsunterricht

Was wichtig und heilig ist

Der gemeinsame katholische und evangelische Religionsunterricht ist noch jung. Erst seit diesem Schuljahr 2018/2019 ist der konfessionell-kooperative Religionsunterricht, wie er korrekt heißt, in NRW möglich. Nun hat NRW-Schulministerin Yvonne Gebauer eine Schule besucht, in der dieser Religionsunterricht praktiziert wird.

In der Grundschule im Bergmannsfeld in Essen wurde bei dem Besuch das Konzept dieses Unterrichts vorgestellt. Außerdem hat die Ministerin sich auch erarbeitete Projekte aus den gemeinsamen Lerngruppen zeigen lassen. Das Fazit der Schulministerin: „Es war mir sehr wichtig, einen Einblick in die praktische Arbeit des konfessionell-kooperativen Religionsunterrichts zu bekommen. Wir haben den Wunsch der Kirchen nach dieser Kooperation gerne ermöglicht, weil wir der Ansicht waren, dass diese Zusammenarbeit für beide Kirchen sowie für die Schullandschaft sehr gewinnbringend sein kann. Das ist auch mein Eindruck nach dem Schulbesuch in Essen.“

NRW-weit bieten inzwischen knapp zweihundert Schulen den auch liebevoll „KoKoRu“ abgekürzten Unterricht an. Katholische und evangelische Kinder werden gemeinsam, aber von wechselnden Lehrerinnen bzw. Lehrern unterrichtet. Der Lehrplan ist abgestimmt.

Die Grundschule im Bergmannsfeld besuchen 270 Kinder aus 31 Nationen. 41 von ihnen sind katholisch, 17 evangelisch. Da kommt KoKoRu gerade recht. „Wir haben festgestellt, dass die Religionsunterricht-Gruppen immer kleiner werden, da erschien uns das ,KoKoRu‘-Konzept für unsere Schule sehr geeignet“, sagt die evangelische Religionslehrerin Melanie Turnwald.

Großes Interesse

Nun werden im „KoKoRu“-Programm der Schule die christlichen Kids der 1. und 3. Klasse von katholischen Lehrern unterrichtet – auch, weil die in der 3. Klasse gut das Thema Erstkommunion behandeln können. In der 2. und 4. Klasse übernehmen dann jeweils evangelische Lehrer oder Lehrerinnen – und sind dann unter anderem Fachleute für das kurz vor dem Wechsel in die weiterführende Schule anstehende Thema „Martin Luther“.

Angetan von den Eindrücken ist auch Oberkirchenrätin Henrike Tetz, hauptamtliches Kirchenleitungsmitglied und Leiterin der Abteilung Erziehung und Bildung im Landeskirchenamt: „Der Besuch hat mir gezeigt, dass Schülerinnen und Schüler ein großes Interesse daran haben, voneinander zu erfahren, was ihnen wichtig und heilig ist und warum.“

Der konfessionell-kooperative Religionsunterricht biete dafür ein ausgezeichnetes Lernfeld, das auch vom Wechsel zwischen katholischer und evangelischer Lehrkraft profitiert. „Darüber hinaus hat mich auch die enge Vernetzung des Religionsunterrichtes mit den Kirchengemeinden vor Ort beeindruckt.“

Erste Erfahrungen geben Rückenwind

Konfessionell-kooperativer Religionsunterricht „ist hier auch deshalb ein Gewinn, weil er zur Pluralitätsfähigkeit der Einzelnen und der Schulgemeinschaft beiträgt. Insofern geben die ersten Erfahrungen allen Beteiligten viel Rückenwind.“ Darüber hinaus habe sie den Wunsch der Unterrichtenden nach vermehrten Fortbildungsangeboten mitgenommen, erklärt die Bildungsexpertin.

Umgesetzt wird der konfessionell-kooperative Religionsunterricht in Schulen im Gebiet der drei evangelischen Landeskirchen in NRW – also auch der Evangelischen Kirche im Rheinland - sowie den katholischen (Erz-) Bistümern Aachen, Essen, Münster und Paderborn. Zu den weiteren Besucherinnen und Besuchern in der Grundschule im Bergmannsfeld gehörten u. a. die Superintendentin des Kirchenkreises Essen, Marion Grewe, und vom Bistum Essen Generalvikar Klaus Pfeffer.

Facebook, Twitter und Google+ einschalten
Seite drucken Seite versenden

 

ekir.de / neu, be, Foto: Kerstin Bögeholz / 17.01.2019



© 2019, Evangelische Kirche im Rheinland - EKiR.de
Alle Rechte vorbehalten. Vervielfältigung nur mit Genehmigung.


© 2018, Pädagogisch Theologisches Institut der Evangelischen Kirche im Rheinland - PTI
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung