Familienfreizeit in Saerbeck vom 02.07. bis 04.07.
Zum 10. Mal starteten Kinder, Jugendliche, Eltern, junge und ältere Mitglieder unserer Gemeinde zu einer Familienfreizeit.
Das war wohl die heißeste Familienfreizeit bisher, am vorletzten Wochenende – die Temperaturen lagen am oberen Ende der Wohlfühlskala. Egal! Dreiundvierzig Junge, Ältere, Eltern, Kinder und Jugendliche machten sich am Freitagnachmittag auf in´s Münsterland – auf´s flache Land.
Eine besondere Familienfreizeit war es schon, die zehnte eben. Und da uns beim Wechsel zwischen rustikalen Unterkünften in Burgen und modernen Jugendherbergen allmählich die Burgen in erreichbarer Nähe auszugehen drohten, hatten wir mal keine Jugendherberge gebucht, sondern ein Schulungshaus der Christlichen Arbeiterjugend CAJ – eine Premium-Herberge mit besonderem Niveau.
Der Freitagabend verlief eher südländisch-gelassen, ohne großes Programm, aber mit vielen Gesprächen und Getränken.
Aber vorher gab es logistische Einweisungen in das zentrale Ereignis des folgenden Tages: Eine Kanutour auf der Ems war angesagt. Vierunddreißig Personen wollten mitpaddeln und mussten sich entscheiden, wo und mit wem sie in einem Dreier-, Vierer- oder einem Zehn-Personen-Megakanu sitzen wollten.
Nach der gründlichen Vorbereitung war das Zu-Wasser-Lassen der Boote und das Einsteigen am nächsten Tag dann auch kein Problem und die Flotte kam pünktlich in Fahrt. Und wozu ist hat man an solch heißen Tagen Wasser um sich herum– zum Beispiel zum Nassspritzen. Niemand hat sich beklagt, sogar Anfeuerungsrufe der „Betroffenen“ waren zu hören. Und da man schon mal nass war, hielt es Viele bei einer Pause auch nicht am Ufer und bei einem Gegenstrombad im Fluss konnte man seine Beine auslockern. Wer bei dieser ausgelassenen Emspartie lauter vor Freude gekreischt hat, die Kinder, die Jugendlichen oder die Eltern, ließ sich nicht feststellen.
Jetzt hätten wir diese Kanufahrt eigentlich völlig entspannt absolvieren können, aber es gab ein starkes Bedürfnis, um 16 Uhr wieder im Haus zu sein. Irgendein wichtiges Fußballspiel in Südafrika brauchte unsere Unterstützung – hat ja auch geholfen.
Nach soviel eigener und mitfiebernd angeschauter sportlicher Betätigung war der Abend mit Singen und Spielen ausgefüllt, aber auch wieder mit Gesprächen und Getränken.
Mit einem Gottesdienst endete auch diese Freizeit am Sonntagmittag, ringsum zufriedene Gesichter, das Versprechen, nächstes Jahr wieder dabei zu sein und ein langer Abschied – das war´s, leider, schon wieder.
Übrigens fahren wahrscheinlich im kommenden Jahr doch nicht alle wieder mit, man wächst irgendwie heraus wie aus einer Hose, die nicht mehr passt, oder die Kinder haben andere Pläne, ohne Eltern. Deshalb sind im nächsten Jahr bestimmt Plätze frei für Neueinsteiger. Also: Augen und Ohren auf, wenn die Familienfreizeit 2011 angekündigt wird! Familie einladen und rein in´s Vergnügen! Unser Repertoire ist nach allen Seiten offen: eine Wanderung, affenartig einen Kletterparcour durchhangeln, Radfahren, eine Zeche besichtigen, usw., all inclusive.
Der Rahmen für alle Aktivitäten war bisher immer eine tolle Gemeinschaft und eigentlich ist die das wichtigste jeder Freizeit, egal, wohin die Reise geht.
JR